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"Marvel's Agent Carter": Das hätte ich mir im Traum nicht ausmalen können
von Bernd Krannich(27.05.2015)

Im Umfeld des Besuches von Hayley Atwell anlässlich der feierlichen Deutschlandpremiere von
Ab heute (27. Mai) zeigt der deutsche Pay-TV-Sender Syfy die achtteilige erste Staffel von "Marvel's Agent Carter" immer mittwochs um 21.00 Uhr. In den USA wurde die Serie unlängst offiziell für eine zweite Staffel verlängert.
wunschliste.de: Hallo Frau Atwell, wie ist Ihr Aufenthalt bisher verlaufen?
Hayley Atwell: Mir geht es großartig, ich genieße meine Zeit hier in München sehr. Alle sind sehr liebenswürdig zu mir.
Hat Ihnen die gestrige Aufführung der ersten beiden "Agent Carter"-Folgen Spaß gemacht?
Ja, es war sehr schön. Aber auch sureal, "mich" auf Deutsch zu hören. Aber die Schauspielerin hat einen fantastischen Job gemacht und einen mir ähnlichen Ton hinbekommen. Es war sehr unterhaltsam.
Ich glaube, alles was man wissen muss ist, dass ein Jahr vergangen ist, seit sie von ihrer großen Liebe, Captain Roodgers alias Captain America Abschied nehmen musste. Sie kämpft daher noch mit ihren Gefühlen und inneren Dämonen. Mehr muss man nicht wissen, um die komplette Staffel zu gucken - man muss vorher weder Comics gelesen oder sich die Filme mit den Marvel-Figuren angesehen haben. Das macht diese Serie trotz des "Marvel"-Labels sehr gut zugänglich für Leute, die nie die Comics gelesen haben.
Innerlich befindet sich Peggy Carter also noch in einer Trauerphase. Was sind die äußeren Umstände, in denen sie sich wiederfindet?
Obwohl sie früher als Einsatzagentin für die SSR (Anmerkung: Strategic Scientific Reserve, Vorgänger von S.H.I.E.L.D.) gearbeitet hat, erfüllt sie nun Aufgaben, die weit unter dem liegen, wozu sie eigentlich fähig ist. Ihre Kollegen erwarten von ihr Hauptsächlich, dass sie Kaffee kocht und die Bestellung des Mittagessens organisiert. Darüber ist sie sehr frustriert, über diesen "Kampf der Geschlechter" im Büro. Daneben führt sie im Vordergrund einen weiteren Kampf, den gegen die "echten" Bösewichte. Als Doppelagentin kämpft sie an zwei Fronten: Einen um gleichberechtigte Anerkennung bei der SSR, einen für das Wohl der Allgemeinheit.
Sie haben ja schon die Probleme von Frauen in den USA in der Nachkriegsära angesprochen - als die wieder nach Hause kommenden Soldaten sie vom Arbeitsmarkt verdrängten, in den sie in den Kriegsjahren notgedrungen eingestiegen waren. Haben Sie sich speziell auf diesen Aspekt vorbereitet?
Darüber hatte ich schon in der Schule und später einiges gelernt. Und da "Agent Carter" ja auch eher in einer überzeichneten, fantastischen Welt spielt, hab ich bei meiner Vorbereitung eher das Schwergewicht auf das Studium weiblicher Spione im Zweiten Weltkrieg gelegt. Wie sie ihre Weiblichkeit dazu eingesetzt haben, um die Männer zu täuschen, die nicht erwartet hätten, dass "die Schönheit, die da gerade hereingekommen ist" in Wirklichkeit ein Spion ist.
Als Spion verfügt Peggy über ein großes Arsenal, aus dem sie ihre Vorgehensweisen in jeder bestimmten Situation wählen kann. Was hat Ihnen beim Drehen am meisten Spaß gemacht, das Charmante oder die eher die harte Gangart?
Ich würde sagen: das Charmante. Denn Peggy ist sehr scharfsinnig und einfallsreich. Zwar ist es gut, auch die Fäuste schwingen zu können, aber ihre Intelligenz zu benutzen, den Gegenspieler zu überlisten, damit zu spielen hat am meisten Spaß gemacht.
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