Der Journalist Maximilian Harden sieht es als eine Mission an, der "Hofkamarilla" Wilhelms II. entgegenzutreten. Als Mittelpunkt dieser Clique betrachtet er den Fürsten Philipp zu Eulenburg-Hertefeld. Aus dieser "Affäre Eulenburg" entwickelt sich einer der erfolgreichsten Pressefeldzüge, den die neue Geschichte kennt, Harden formuliert seine scharfen Angriffe gegen den Günstling des Kaisers in der Zeitschrift "Die Zukunft”, bis es zu gerichtlichen Auseinandersetzungen kommt. Der Fürst kann die Anschuldigungen des Journalisten nicht beweiskräftig widerlegen. Der Prozeß zieht weitere Kreise, immer mehr Personen von Rang werden mit hineingezogen. Im April 1907 muß der Fürst den Kaiser um seinen Abschied bitten. Eulenburgs Gesundheitszustand hat so gelitten, daß die Verhandlungen nicht zu Ende geführt werden können. Als er wenige Jahre nach dem Ersten Weltkrieg starb, war die Affäre vergessen. Noch bevor aber die Monarchie zusammengebrochen war, offenbarten die Vorgänge um Harden und Eulenburg die geringe moralische Substanz der spätwilhelminischen Ara.
(Günter Zeutzschel: Das Fernsehspiel-Archiv)
Daten
Länge: ca. 90 min.
| Deutsche TV-Premiere | Fr, 20.01.1967 (ZDF) |
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Cast & Crew
![Hans Caninenberg]()
![Fritz Tillmann]()
![Richard Münch]()
![Marilene von Bethmann]()
![Kurt Horwitz]()
![Anfried Krämer]()
![Gefion Helmke]()
![Heinz Weiss]()
![Volkert Kraeft]()
![Ernst Fritz Fürbringer]()
- Regie: Fritz Umgelter
- Drehbuch: Max Gundermann, Helmut Pigge
- Produktion: Helmut Pigge












