Gegen Ende des 19. Jahrhunderts pilgerten Anhänger des "Propheten" Antonio Conselheiro durch mehrere Städte in Bahia, dem Nordosten Brasiliens. Sie versammelten sich in dem Dorfflecken Canudos und gründeten eine Stadt, die in vier Jahren 30 000 Einwohner zählte. Canudos lockte die von den großen Landgütern vertriebenen "Sertanejos" (eine Art gute Banditen) an, die dort würdigere Lebensbedingungen und ein Stück Land zum Bearbeiten fanden. Die Regierung der neu gegründeten brasilianischen Republik fühlte sich von diesem Fremdkörper mit vermeintlich monarchistischen und sozialistischen Idealen bedroht. Sie schickte nacheinander vier schwer bewaffnete Militärexpeditionen, die die Stadt und ihre Einwohner, die bis zur völligen Erschöpfung Widerstand leisteten, total vernichteten. Die Revolte von Canudos, einem Ort im Nordosten Brasiliens, ist ein bis heute weitgehend ungeschriebenes Kapitel der brasilianischen Geschichte. Wenn überhaupt, wurde es vom Standpunkt der Sieger erzählt. Dabei ist der Fall von Canudos eine Art Archetyp für alle späteren Aufstände der Armen und Landlosen in Brasilien. Canudos ist ein lebendiger Mythos, das zeigt auch die Faszination von sieben brasilianischen Filmemachern, die sich davon zu einem gemeinsamen Filmprojekt inspirieren ließen.
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