Auf einer Berliner Baustelle ist personell Not am Mann und so erwartet Bauleiter Winkelmann sehnsüchtig Verstärkung aus Thüringen. Man hat ihm versprochen, von dort den "besten Mann" zu schicken. Und der trifft tatsächlich ein allerdings entpuppt sich der besagte "beste Mann", mit Namen Otto Vegesack, als Mann mit zwei linken Händen, in dessen Nähe sich aufzuhalten auf der Baustelle gefährlich werden kann. Ein Totalausfall aber ein sympathischer. Otto Vegesack ist waghalsig und tolpatschig, kühnverwegen und schüchtern. Einer, der die Frauenherzen im Sturm erobern will und sich dann doch nicht so recht traut. Ihn verschlägt es beruflich an die Spree, wo ihm die große Liebe begegnet und er lernen muss, sie festzuhalten. Er bringt sich in Situationen, in denen er alle Register seines Könnens ziehen muss. Heiterer Fernsehfilm mit Heinz Rennhack und vielen anderen beliebten Darstellern wie Jürgen Reuter, Wolfgang Greese, Solveig Müller und Günter Schubert. Die Rolle des Otto Vegesack wurde eigens für Heinz Rennhack geschrieben. Wie schon "Du und icke und Berlin" (DDR 1977) gehört auch der 1983 gedrehte Fernsehfilm "Unser bester Mann" zu einer Reihe von Filmen, die das moderne Hauptstadtgesicht zeigen sollten. Der 1976 eröffnete Palast der Republik, der Fernsehturm, viele mehrgeschossige Neubauten und breite Straßen werden immer wieder in Szene gesetzt. Der Film präsentiert die Neubau"Früchte" des von Erich Honecker 1972 aufgelegten "Staatlichen Wohnungsbauprogramms", das bekanntlich die Wohnungsnot in der DDR bis 1990 beseitigen sollte. Und der Film setzt insofern noch einen zusätzlichen Akzent, als er es nicht beim Anblick der Neubauten belässt, sondern auf der Baustelle die DDRweit bekannten Fertigbauteile einer der bekanntesten war der WBS 70 immer wieder durchs Bild schweben lässt, wenn auch komödiantischungelenk von Otto Vegesacks Hand. Am Ende wird natürlich auch Otto ins BauarbeiterKollektiv integriert. Am nächsten Samstag, 10.03., 20:15 Uhr, serviert Ulli Zelle legendäre FilmKost: Die zu Herzen gehende, deutschdeutsche Tragikkomödie "Einmal Ku'damm und zurück" mit Ursela Monn und Christian Kohlund in den Hauptrollen.
(rbb)
Länge: ca. 85 min.
gezeigt bei: Viertel Neun (D, 2024)
Cast & Crew
- Regie: Eberhard Schäfer
- Drehbuch: Wolfgang Pietsch, Eberhard Schäfer, Peter Palm
- Produktion: Ralf Biok, Roman Gegenbauer, Dietmar Richter, Antje Wittfoth
- Produktionsfirma: Fernsehen der DDR, DEFA, DEFA Studio für Spielfilme
- Musik: Rainer Oleak
- Kamera: Wolfgang Pietsch
- Schnitt: Anneliese Hinze-Sokolowa
- Szenenbild: Erich Krüllke
- Maske: Monika Heinrich
- Kostüme: Ewald Forchner
- Regieassistenz: Barbara Häselbarth
- Ton: Werner Dibowski, Gerhard Ribbeck, Werner Schulze