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Das Kaninchen bin ich

DDR, 1965
Das Kaninchen bin ich
Bild: MDR/MDR/Progress
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Filminfos

Ost-Berlin nach dem Mauerbau. Die kesse 19-jährige Kellnerin Maria findet bei dem viel älteren Paul Deister ihre erste wirklich große Liebe. Doch dann erfährt sie, dass Paul der Richter ihres Bruders war, der ihn wegen "staatsgefährdender Hetze" zu drei Jahren Zuchthaus verurteilte. Sie versucht beides voneinander zu trennen, doch je mehr sie Paul kennen lernt, desto weniger gelingt es. Zum 75. Geburtstag von Wolfgang Winkler am 2.3. (7/7) Die elternlose Maria Morzeck (Angelika Waller) lebt bei ihrer Tante Hete (Ilse Voigt) und arbeitet als Kellnerin im "Bayrisch-Zell". Eigentlich wollte sie Slawistik studieren und Dolmetscherin werden. Doch weil ihr Bruder Dieter (Wolfgang Winkler) wegen "staatsgefährdender Hetze" zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, ließ man sie nicht zum Studium zu. Durch puren Zufall lernt Maria Paul Deister (Alfred Müller) kennen, ihre erste große Liebe. Als sich herausstellt, dass er der Richter ihres Bruders war, versucht sie, diese Liebe nicht mit Dieters Fall zu belasten. Doch je näher sie Paul kennen lernt, desto mehr Fragen drängen sich ihr auf. Sie merkt, dass er Menschen ebenso wie Gesetze nur für seine Karriere benutzt. Sie schreit ihm ihre Verachtung ins Gesicht und verlässt ihn enttäuscht. Als der vorzeitig entlassene Bruder von dem Verhältnis erfährt, schlägt er seine Schwester zusammen. Maria zieht aus der gemeinsamen Wohnung aus und ist entschlossen, um ihren Studienplatz zu kämpfen. Kurt Maetzig, einer der renommiertesten DEFA-Regisseure, glaubte nach dem Bau der Mauer, dass man kritischer mit dem DDR-Alltag im Film umgehen könne. Er wolle etwas "vom Lebensgefühl der jungen Generation vermitteln und zwar ohne Schablone und ins Bild gesetztes Wunschdenken", erklärte er während der Dreharbeiten. Doch er hätte gewarnt sein müssen - schon die literarische Vorlage, ein Roman von Manfred Bieler, durfte nicht erscheinen, auch Maetzigs Film wurde verboten. Dies geschah im Zusammenhang mit dem 11. Plenum des ZK der SED im Dezember 1965, wo Walter Ulbricht alle ihm nicht genehmen Gegenwartsfilme als "Kaninchenfilme" beschimpfte. Der Film erlebte erst im November 1989 seine Kinopremiere - und das Publikum war erstaunt ob des entlarvenden Humors, mit dem die klarsichtige Gesellschaftskritik vermittelt wurde. Auch die ausgezeichneten Darstellerleistungen überzeugten, unter ihnen Wolfgang Winkler, der am 2. März 75 Jahre alt wird - das MDR FERNSEHEN gratuliert. Der gebürtige Görlitzer absolviert eine Ausbildung als Lokführer, bevor er an der Deutschen Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg studiert. "Das Kaninchen bin ich" ist sein Leinwanddebüt. Mit zahlreichen Fernsehrollen wird der Schauspieler einem breiten Publikum bekannt. Von 1996 bis 2013 ermittelt er erfolgreich an der Seite von Jaecki Schwarz als Hauptkommissar Herbert Schneider in der Krimireihe "Polizeiruf 110" des MDR. Seit 2015 spielt er eine Hauptrolle in der Serie "Rentnercops". Daneben wirkt er immer wieder in Fernsehfilmen mit, steht auf der Theaterbühne und geht gemeinsam mit seinem Freund und Kollegen Jaecki Schwarz auf Lesetour. Vorlage: Nach seinem Roman "Maria Morzeck oder Das Kaninchen bin ich" Maria Morzeck: Angelika Waller Paul Deister: Alfred Müller Tante Hete: Ilse Voigt Dieter Morzeck: Wolfgang Winkler Der Bürgermeister: Helmut Schellhardt Gabriele Deister: Irma Münch Grambow: Rudolf Ulrich Edith Grambow: Annemarie Esper Herbert Wolf: Hans Hardt-Hardtloff Major Helmrich: Christoph Engel Kellner Oskar: Willi Narloch Polizist im Gerichtssaal: Walter Lendrich Schuldirektor: Walter Jupé Vorsitzender des Gerichts: Peter Borgelt
(mdr)
Nach Chruschtschows Entmachtung in der Sowjetunion im Herbst 1964 übernahm auch das DDR-Regime den restriktiveren Kurs Breschnews. Nach dem 11. Plenum des Zentralkomitees der SED im Dezember 1965 setzte eine Repressionswelle ein, die sich gegen aufbegehrende Jugendliche, alternative Jugendkulturen und kritische Künstler richtete. Zahlreiche Filme wurden mit dem Prädikat "Besonders schädlich" belegt und für die Aufführung gesperrt. Ihre Regisseure, Autoren, Kameraleute und Dramaturgen sowie einige Schauspieler wurden bestraft: mit fristloser Entlassung, Arbeitsverbot bei der DEFA, Hausverbot im Studio oder Vorladungen in das Büro des Zentralkomitees. Betroffen davon war fast eine komplette Jahresproduktion der DEFA. Viele der Filme erlebten ihre Uraufführung erst ein Vierteljahrhundert später. Nach dem Film "Das Kaninchen bin ich" von Kurt Maetzig nannte Walter Ulbricht diese Filme abwertend "Kaninchenfilme".
(mdr)
Rubriken: Gesellschaft, Drama
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