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TV-Kritik/Review: "Scrubs": Nach 15 Jahren Pause plötzlich Chefarzt
von Gian-Philip Andreas(24.03.2026)

Bei
Immer wenn die Hits von gestern auf Wiedervorlage gebracht werden, halten sich Vorfreude und Skepsis der Fans die Waage: Wird es gelingen, das Flair von ehedem zu reproduzieren oder verlassen sich die Macher nur auf billige Nostalgie-Effekte? Was, wenn die Chemie zwischen den Darstellern verflogen ist? Oder wenn das, was damals so zeitgeistig funktionierte, im veränderten kulturellen Kontext nicht mehr zündet? Diese Fragen darf man sich stellen, bevor im April Nachschub von

Nun aber kehren Hauptautor Bill Lawrence (inzwischen berühmter für
Wer aus der alten Besetzung ist noch bzw. wieder dabei?
Zach Braff spielt wieder die Hauptrolle des Dr. "J.D." Dorian. Wenn wir ehrlich sind, hat man von ihm in den letzten Jahren nicht allzu viel gesehen. Seine letzte Serie
Im Vorhinein wurden außerdem mehrere andere Stars des Original-"Scrubs" angekündigt. Hier aber müssen wir die Erwartungen dämpfen: McGinley taucht als Dr. Cox bislang nur einmal auf, in der Pilotepisode als Staffelstabübergeber, Judy Reyes als Turks Frau und Chef-Nurse Carla nur zweimal als "Special Guest Star" - klar, die Darstellerin ist derzeit fest für die Krimi-Comedyserie
Immerhin: Zwei der beliebtesten Nebendarsteller von früher schauen immer mal wieder in Kurzauftritten vorbei, bei denen es sich im Grunde aber nur um Cameos handelt: Womanizer-Chirurg "The Todd" (Robert Maschio) und der mental instabile Orthopäde Hooch (Phill Lewis). Angekündigt, aber bislang noch nicht aufgetaucht sind zwei absolute Kultfiguren: der Hausmeister (Neil Flynn) und Dr. Cox' sarkastische Ex-Frau Jordan (Christa Miller). Zu erwarten sein dürften aber auch hier eher kurze Gastauftritte als Fanservice.
Schließt die neue Staffel an die neunte an?
Nein. Daher wird das neue "Scrubs" auch gar nicht als zehnte Staffel annonciert, sondern als eine ganz neue Serie. Ein Reboot ist das Ganze allerdings nicht, sondern durchaus eine Fortsetzung - allerdings eine, die an die achte, nicht an die neunte Staffel anknüpft. Die Geschehnisse von Staffel 9 werden sogar explizit geretconned, also revidiert/ignoriert, inklusive des damaligen Abrisses und Neubaus des Sacred Heart Hospitals. Von den damals neu eingeführten Hauptfiguren ist keine Rede mehr.
Wie wird das Ganze aufgezogen?
Zu Beginn arbeitet J.D. als Privatarzt für reiche Leute. Seit dem Ende der achten Staffel ist er nicht mehr im Krankenhausdienst. Als er eine seiner Patientinnen im Sacred Heart Hospital besucht, trifft er dort nicht nur Turk, der nach wie vor Chef der Chirurgie ist und mit Krankenschwester Carla mittlerweile eine sechsköpfige Familie hat, sondern auch seinen alten Mentor Dr. Cox, der ihm direkt seinen Job als Chefarzt anbietet - nicht zuletzt, weil er mit den Befindlichkeiten der nachrückenden Praktikanten nicht mehr klarkommt.
So kehrt J.D. also in ungewohnter Leitungsfunktion zurück an seine alte Wirkungsstätte, die immer noch genauso aussieht wie früher (obwohl heutzutage nicht mehr in einem Krankenhaus in North Hollywood gedreht wird, sondern in einem Studio in Vancouver). Die größte Überraschung schließt sich gleich an: Der Status quo der achten Staffel ist passé, J.D. längst wieder von seiner großen Liebe Eliot geschieden. Weil die Internistin aber ebenfalls wieder im Sacred Hearts Hospital arbeitet, ist die Bühne bereitet für das bewährte Will-they-won't-they-Spiel ihrer On-and-Off-Beziehung, die die Serie über viele Jahre hinweg prägte.

Eine neue Riege junger Ärzt*innen gibt es allerdings auch, und hier scheinen Lawrence & Co. vom Fehlschlag der neunten Staffel gelernt zu haben. Die Youngster werden konsequent als Nebendarsteller geführt, deren Subplots nie Gefahr laufen, die Screentime der "Legacy"-Stars Braff, Chalke und Faison allzu sehr zu beschneiden. Naturgemäß haben sie zu Beginn nicht den Hauch einer Chance, ans Charisma der Altbewährten heranzureichen, aber Potenzial ist zweifellos da. Es gibt die TikTok-Medizin-Influencerin, die ehrgeizige Chirurgin und den unnahbaren Machertypen. Jacob Dudman (
Neben sie hat das Autorenteam ein paar skurrile Nebenfiguren gestellt, die von Anfang an für gute Lacher sorgen:
Funktioniert das Ganze denn?
Es funktioniert erstaunlich gut. Einerseits liegt das an der unbestreitbaren und wohl niemals kaputtzukriegenden Chemie zwischen Braff, Faison und Chalke, die weite Teile der Szenen tragen. Sie spielen maßvoll gealterte Versionen ihrer selbst, pendeln gekonnt zwischen bewährten Unsicherheiten und einem neuen Ringen um so etwas Performatives wie Autorität oder Vorbildcharakter. Andererseits liegt es daran, dass die Macher darum bemüht sind, die neue Serie nicht komplett als selbstgenügsames Nostalgie-Revival anzulegen.

So wäre der Witz der ersten Staffeln heute als "Boomer"-Humor zu bezeichnen, und was J.D., Turk und Cox vom Stapel lassen, zielt absolut in diese Richtung - besonders was die Geringschätzung der vermeintlich übersensiblen jungen Generation betrifft. Zugleich aber wird aus deren Warte das Dinosaurierhafte der Chefgeneration verwitzelt. So kriegen es hier beide Seiten ab, ohne dass es je erzwungen wirkte oder erbittert ideologisch klänge: ein fast schon vorbildlich integratives Vorgehen. Wenn Turk einmal sagt: Carla und ich waren zum letzten Mal gemeinsam im Restaurant, da waren Disney-Prinzessinnen noch weiß
, ist das nicht zuletzt deshalb amüsant, weil der ausstrahlende Sender ABC ja selbst zu Disney gehört. Eine der Newcomerinnen der Station höhnt wiederum später: Weiße Ärzte hören im Operationssaal Coldplay und loben die schwarze Praktikantin dafür, dass sie sich so gut ausdrücken kann.
Wie damals wird die Serie von J.D. aus dem Off erzählt, wie damals kippen die Szenen immer mal wieder in seine Fantasievorstellungen um und wie damals singt die Band Lazlo Bane "I'm no Superman" über den Titelschriftzug. Der Rahmen bleibt also gleich, während der Kontext ein erkennbar anderer geworden ist. Jetzt geht es u. a. um Robotik in der Chirurgie, um AI-Chatbots, Social Media, Influencer aus der manosphere - und um gealterte Körper. Obwohl sich Braff, Chalke und Faison gut gehalten haben, dürfen sie herzerfrischend ächzen über die Zipperlein ihrer in die Jahre gekommenen Figuren.
Vor allem ist "Scrubs" diese ganz besondere Fähigkeit geblieben, Slapstick und fast kindische Albernheit ansatzlos mit Momenten aufrichtiger Emotionalität zu kontern, ohne sich dabei vollends in den Kitsch zu schmeißen oder aber den Stimmungskiller zu spielen - ein Kunststück angesichts der Sitcom-kurzen Spieldauer der Episoden. Das betrifft nicht nur die kleineren bis größeren Dramen der Patienten (in Folge 5 dabei: Kirsten Vangsness aus
Werden Nachgeborene oder Zuschauer, die das alte "Scrubs" nie gesehen haben, damit etwas anfangen können? In Zeiten zumal, in denen an ambitionierten Krankenhausserien (von
Die neue Staffel von "Scrubs" erscheint in Deutschland ab dem 25. März auf Disney+.
Über den Autor
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Leserkommentare
Sunnygirl2013 schrieb am 16.04.2026, 12.54 Uhr:
Schade das es nicht wie früher auf Pro7 gezeigt wird... da kamen vor gar nicht so allzulanger Zeit noch die Wiederholungen der alten Folgen.JohnWaynesMutter schrieb via tvforen.de am 30.03.2026, 09.03 Uhr:
TV Wunschliste schrieb:Bei "Frasier" ging es schief, bei "Party Down"
lief es besser: Die Neuauflage beliebter
Comedyserien nach langer, langer Pause ist keine
einfache Aufgabe. Jetzt startet bei Disney+ das
neue "Scrubs" - mit der Originalbesetzung Zach
Braff, Sarah Chalke und Donald Faison in den
angestammten Hauptrollen. Fünf der neun neuen
Episoden der Krankenhaus-Dramedy sind in den USA
bereits gelaufen. Wir haben sie gesichtet und
finden: Dieses Revival ist eine freudige
Überraschung.
Zum kompletten Review:
https://www.wunschliste.de/tvkritik/scrubs-nach-15
-jahren-pause-ploetzlich-chefarzt
24.03.2026 - Gian-Philip Andreas/TV Wunschliste
Bild: Disney+
Bin sehr gespannt, aber eigentlich "dürfte" ich das gar nicht gucken.Das mal immer wieder versucht alte Kamellen wiederzubeleben ist echt schwacht.
Scrubs war damals genial, auf den Punkt!Die letzte Staffel hätte man sich damals sparen können.Den Charme und die Energie von damals wiederzubeleben kann ich mir kaum vorstellen.Moriake schrieb am 25.03.2026, 13.40 Uhr:
wurde nicht enttäuscht!Comeback voll gelungenIch-bin-ich schrieb am 25.03.2026, 12.37 Uhr:
Schade dass es nicht wie in den usa direkt 2 Folgen heute gibt…Information schrieb am 25.03.2026, 09.37 Uhr:
Klingt ja sehr enttäuschend, aber da Bill Lawrence nicht persönlich involviert ist wundert es mich nicht dass der alte Glanz nun mal fehlt, und kann auf den Blödsinn verzichten dass zwischen JD und Elliott wieder das Spiel von neuem aufgezogen wird. Es ist auch sehr erschreckend dass der Optimist JD in die Privatfacharztpraxis geflohen ist, und jetzt einen Chefposten bekommt. Zeigt einmal mehr wie kapitalistisch und kalt die Medizin geworden ist. Da ist Dr. Cox wirklich noch ein leuchtendes Beispiel für einen tatsächlichen Halbgott in Weiß.Grummler schrieb am 25.03.2026, 02.46 Uhr:
Bin ungeduldig! 2.46 Uhr und es ist noch nicht online!sofahuhn schrieb am 25.03.2026, 09.31 Uhr:
aber jetzt! ab 09.00 werden die serien hochgeladen auch auf netflixIch-bin-ich schrieb am 24.03.2026, 20.27 Uhr:
Dafür hab ich mir das erste Mal jetzt wirklich Disney geholt. Ich freu mich seit der Ankündigung schon extrem drauf.
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