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Jochen Schropp nach "The Masked Singer": "Meine Mutter habe ich angelogen und viele enge Freunde auch"
von Glenn Riedmeier(28.10.2020)

Am gestrigen Dienstagabend strahlte ProSieben die zweite Folge der dritten
In der Auftaktshow präsentierte der partyverrückte Lobster den Hit "Welcome To St. Tropez" von DJ Antoine. In der zweiten Sendung gab er den Funk-Song "24K Magic" von Bruno Mars zum Besten. Wie es dem enttarnten Jochen Schropp bei der Show erging und ob er gerne länger bei "The Masked Singer" im Rennen geblieben wäre, erzählt er im ProSieben-Interview kurz nach der Sendung:
Was sind Ihre ersten Gedanken und wie geht es Ihnen nach der Demaskierung?
Jochen Schropp: Ich bin einerseits traurig, andererseits erleichtert. Es geht mir ganz, ganz viel und gleichzeitig gar nichts durch den Kopf im Moment. Aber ich bin total erleichtert und froh, dass die Performance so geklappt hat wie ich mir das gewünscht habe. Und deswegen gehe ich mit einem Lächeln im Gesicht.
Was ist für Sie das Besondere an "The Masked Singer"?
Jochen Schropp: Das Besondere ist, dass hier die unterschiedlichsten Leute zusammenkommen und dass jeder mit so viel Leidenschaft dabei ist. Die wenigen Eingeweihten der Produktion, die von meiner Identität wussten, haben mir so viel Kraft und Unterstützung gegeben, das ist wirklich etwas Besonderes und nicht selbstverständlich. Ich bin immer mit einem Lächeln im Gesicht an den Leuten vorbeigegangen, auch wenn sie unter meiner Maske gar nicht sehen konnten, dass ich lächle.
Was hat Ihnen an der Show am meisten Spaß gemacht?
Jochen Schropp: Mir hat es Spaß gemacht, mich in diesen Hummer hineinzuversetzen. Ich weiß nicht, wann ich in diesen Zeiten das letzte Mal Party gemacht oder getanzt habe. Deswegen hat das besonders viel Spaß gemacht. Und gerade heute dieses Lied von Bruno Mars und mit dem Text zu spielen, ein bisschen singen zu dürfen, ein bisschen rappen zu können. Das war echt cool.

Sie sind Schauspieler und Moderator, und es ahnte ja niemand, dass Sie auch so gut singen können. Wo kommt das her?
Jochen Schropp: Ich habe früher im Jugendchor der Kirche gesungen und während meiner Schauspielausbildung hier und da mal Musical gemacht. Dieses Jahr hätte ich eigentlich "Ich war noch niemals in New York" am Theater des Westens gespielt. Ich hoffe, dass ich nach "The Masked Singer" noch viel häufiger singen werde, weil ich merke, dass das meiner Seele sehr, sehr gut tut.
Was hat Ihnen an Ihrem Kostüm besonders gut gefallen?
Jochen Schropp: Ich mochte zum einen, dass der Hummer so eine gute Figur bekommen hat durch dieses taillierte Sakko - aber ich fand es insgesamt einfach so toll gearbeitet: Dass ich die Scheren bewegen konnte, und dass ich mich mit den Scheren bewegen konnte. Und dass der Hummer trotz dieser harten Schale diesen weichen Kern hatte, nämlich dieses riesengroße Lächeln. Ich glaube, daran konnte man dann doch erkennen, dass ich darunter stecke, denn ich lächle ja auch einfach wahnsinnig gerne.
Wie schwer war es, Ihre Teilnahme geheim zu halten?
Jochen Schropp: Es war wahnsinnig schwer, das geheim zu halten. Ich habe mir irgendwelche Projekte ausgedacht, die es nie geben wird und auch nie gab. Da muss ich ehrlich sagen: Ich weiß nicht, wie ich das die nächsten Wochen durchgehalten hätte. Ich bin ein bisschen glücklich, dass ich niemanden mehr anlügen muss. Meine Mutter habe ich heute noch angelogen und viele enge Freunde auch. Das fand ich schon hart.
Trotz der nach wie vor widrigen Umstände ist es ProSieben gelungen, mit "The Masked Singer" für ein paar Stunden die Schlagzeilen rund um die Corona-Pandemie auszublenden - liebevoll gemachte Unterhaltung tut als Ablenkung in diesen Zeiten zweifelsohne gut. Daran ändern auch die leicht zurückgegangenen Quoten nichts (TV Wunschliste berichtete). In den kommenden vier Wochen sind weitere Live-Ausgaben von "The Masked Singer" zu sehen, dienstags um 20.15 Uhr.
Über den Autor
Schon seit frühester Kindheit war der 1985 geborene Münchner vom Fernsehen fasziniert. Am Wochenende stand er freiwillig früh auf, um stundenlang die Cartoonblöcke der Privatsender zu gucken. "Bim Bam Bino", "Vampy" und der "Li-La-Launebär" waren ständige Begleiter zwischen den "Schlümpfen", "Familie Feuerstein" und "Bugs Bunny". Seine Leidenschaft für animierte Serien ist bis heute erhalten geblieben. Darüber hinaus begeistert er sich für Gameshows wie "Ruck Zuck" oder "Kaum zu glauben!" und ist mit hoher Expertise gleichzeitig Fan und kritischer Beobachter der deutschen Schlagerwelt. Auch für Realityformate wie "Big Brother" und "Die Verräter" hat er eine Ader - auf rein krawalliges Trash-TV kann er dagegen verzichten. Im Comedy-Bereich begeistert er sich vor allem für Sitcoms, Stand-up-Comedy und Late-Night und hält diesbezüglich auch die Augen in Österreich, Großbritannien und den USA offen.
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Leserkommentare
sixtnix schrieb am 29.10.2020, 15.27 Uhr:
Es wäre wirklich sehr sehr freundlich, wenn in der Betreffzeile im Email bei Mein Serienfeed unten nicht schon stehen würde, wer demaskiert wurde.... Wirklich. Weil wir nehmen das auf und schauen die Sendung oft erst 1 oder 2 Tage später an, und dann steht im Email: Jochen Schropp hat..... Zack, Spoiler. Kann man da was machen?
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