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Corona: Los Angeles ersucht Filmindustrie dringend um Drehpause

Noch läuft die Fernseh- und Filmproduktion in Los Angeles. Doch aufgrund anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen stellt sich die Frage, wie lange das noch möglich sein wird. So hat das Los Angeles Department of Public Health, also die Gesundheitsbehörde des Countys, die Entertainment-Industrie nun in einem internen Schreiben dazu aufgefordert, über einen mehrwöchigen Produktionsstopp nachzudenken. Teile dieses Schreibens wurden nun durch Presseberichte öffentlich.
Obwohl Musik-, Film- und Fernsehproduktionen weiterhin stattfinden dürfen, fordern wir Sie während dieses katastrophalen Anstiegs von Covid-Fällen dazu auf, stark über eine mehrwöchige Unterbrechung der Arbeit nachzudenken
, so die Aussage der Behörde. Diese enthält zudem die Aufforderung: Identifizieren Sie Aktivitäten mit höherem Risiko, und konzentrieren Sie sich auf Tätigkeiten mit geringerem Risiko, falls das überhaupt möglich ist.
So riet die Behörde auch von Reisen im Zusammenhang mit Dreharbeiten ab, da sich so das Übertragungsrisiko deutlich erhöhen würde. So würden Dreharbeiten außerhalb von Los Angeles dafür sorgen, dass Menschen gemeinsam im Auto unterwegs sind oder in Innenräumen, die nicht so strengen Kontrollen unterliegen
- was im Gegensatz bei Aufnahmen in den örtlichen Studios besser möglich ist.
Tatsächlich ist die Corona-Lage in Los Angeles nach einer positiven Entwicklung im Frühjahr inzwischen hochbrisant. Am Montag wurden 73 neue Todesfälle und 13.661 Neuinfektionen im County gemeldet. Hinzu kommen laut Deadline allerdings schätzungsweise 432 weitere Todesfälle, die aufgrund der Weihnachtsfeiertage und Meldungsrückständen noch nicht in die offiziellen Statistiken eingegangen sind.
In dem Schreiben der Behörde an Vertreter der Entertainment-Industrie wurde der Anstieg der Corona-Fälle ebenfalls betont: So habe es noch am 1. November durchschnittlich 1.200 neue Corona-Infektionen pro Tag gegeben, inzwischen sei man bei 13.000 bis 15.000 neuen Fällen pro Tag angekommen. 6.914 davon würden im Krankenhaus behandelt und 20 Prozent dieser Patienten befänden sich derzeit auf Intensivstationen, die längst ihre Kapazitätsgrenze erreicht hätten.
In dem Schreiben betonte das Department of Public Health aber auch, dass aufgrund des Impfstoffs ein Licht am Ende des Tunnels
in Sicht sei. Außerdem dankte man den Verantwortlichen der Entertainment-Industrie dafür, dass sie bislang durch umfassende Vorsichtsmaßnahmen und Tests einen großen Beitrag zu einer Eindämmung von COVID-19 geleistet hätten. In den letzten Monaten wurden die Dreharbeiten täglicher und wöchentlicher US-Serien nach positiven Corona-Tests immer wieder für mehrere Tage oder Wochen unterbrochen (TV Wunschliste berichtete).
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