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"22. Juli - Die Schüsse von München": Sky dreht True-Crime-Doku über Attentat am Olympia-Einkaufszentrum

von Glenn Riedmeier in News national
(22.04.2021, 18.03 Uhr)
Dokumentation soll offene Fragen beantworten
Sky Deutschland
"22. Juli - Die Schüsse von München": Sky dreht True-Crime-Doku über Attentat am Olympia-Einkaufszentrum/Sky Deutschland

Am 22. Juli 2016 versetzte ein 18-jähriger Attentäter die Menschen in München in Angst und Schrecken: Am Olympia-Einkaufszentrum tötete er neun Personen. Fünf weitere Menschen wurden durch Schüsse schwer verletzt. Kurz vor seiner Festnahme tötete sich der Täter selbst. Viele Fragen sind nach wie vor unbeantwortet. Diesen soll nun für die neue True-Crime-Reihe  "22. Juli - Die Schüsse von München" nachgegangen werden, die für den Pay-TV-Sender Sky Crime produziert wird.

Am Tag des Attentats kursierten schnell zahlreiche Gerüchte in sozialen Netzwerken, da an zahlreichen anderen Orten in München ebenfalls Schüsse gemeldet wurden. Die Terrorangst griff um sich. Erst weit nach Mitternacht gab die Polizei Entwarnung und der vermeintliche Terroranschlag erwies sich als Attentat eines Einzeltäters mit rechtsradikalem Hintergrund.

Auch wenn der Täter tot ist und der Waffenlieferant verurteilt wurde, stellen sich noch mehrere Fragen. Wie entwickelte der Sohn iranischer Einwanderer einen tief verwurzelten Rassismus? Wie gelangte der damals 18-jährige Schüler an eine Waffe? Und welche Rolle spielte seine Verehrung für den norwegischen Massenmörder Anders Breivik?

Die vierteilige Dokumentation soll das Attentat in cineastischen Bildern beleuchten. Dabei kommen Experten von Polizei, Forensik, Medizin, Extremismus sowie Psychologie zu Wort. Martin Bernstein, Autor und Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung, gibt gemeinsam mit Augenzeugen, beteiligten Sachverständigen und Gutachtern Aufschluss über die neuesten Erkenntnisse zum Tathintergrund und zu aktuellen Entwicklungen über das Münchner Attentat hinaus.

Im Sommer sollen die Dreharbeiten zu der True-Crime-Reihe beginnen, die von Constantin Dokumentation in Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung produziert wird. Jochen Köstler und Jan Klophaus zeichnen für die Produktion verantwortlich, Regie führt Johannes Preuss, Executive Producer seitens Sky ist Nico Gammella.

Christian Asanger, Vice President Entertainment bei Sky Deutschland: Das München Attentat vom 22. Juli 2016 zählt zu den erschütterndsten Ereignissen der deutschen Nachkriegsgeschichte. Als erste Sender-Plattform arbeiten wir im Rahmen unserer Sky Original-Programm-Strategie an einer mehrteiligen High-End-Dokumentation, die sich diesem wichtigen Thema umfassend wie noch nie widmet und dabei alle - auch noch nicht bekannte - Facetten beleuchtet. Mit Constantin Dokumentation und der Süddeutschen Zeitung haben wir die perfekten Partner dafür.

Jochen Köstler, Geschäftsführer und Produzent bei Constantin Dokumentation: Diese Dokumentation ist für mich mehr als die Bebilderung eines schrecklichen Ereignisses, sie ist auch eine Mahnung vor voreiligen Verdächtigungen, dem Gefahrenpotential das von Fake News und dem Missbrauch Sozialer Medien ausgeht und ein Beispiel dafür, was Solidarität und Menschenliebe selbst in Zeiten der größten Bedrohung zu leisten vermögen.

Johannes Preuss, Regisseur: Eine große Herausforderung dieses Serienprojekts liegt darin, dass das Verlangen nach medialer Aufmerksamkeit zu den Motiven für die Tat am OEZ gehörte. Man könnte daraus eine moralische Pflicht ableiten, dass es keinen journalistischen Artikel, keinen Beitrag und erst recht keine Filmserie über dieses Ereignis geben darf. Aber ist diese Schlussfolgerung wirklich konsequent? Die Tat darf nicht totgeschwiegen werden, stattdessen müssen wir uns als gesamtes Produktionsteam der Herausforderung bewusst sein und mit viel Feingefühl vorgehen. Wir legen den Fokus darauf, zu ergründen, wie es zu der schrecklichen Tat kommen konnte und können dadurch vielleicht sogar einen kleinen Beitrag leisten, damit etwas Vergleichbares nicht wieder passiert.


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