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Disney+ knackt 50-Millionen-Abonnenten-Marke

Disney+ befindet sich auf einem Erfolgskurs. Das belegen die neusten Zahlen, die durch die Verkündung der jüngsten Quartalsergebnisse des Disney-Konzerns bekannt geworden sind. Demnach hat der Dienst 50 Millionen "bezahlte" Abonnements.
Zuvor hatte Disney+ lediglich in der ersten Woche (knapp 10 Millionen Abonnenten in den ersten Ländern wie USA und Kanada) und am 4. Februar (29 Millionen Abonnenten) Zahlen veröffentlicht. Vor dem Start von Disney+ im vergangenen November hatte Disney zwischen 60 und 90 Millionen Abonnenten bis 2024 angepeilt (TV Wunschliste berichtete) - das war auch der Zeitpunkt, an dem man erstmalig schwarze Zahlen schreiben wollte. Das erscheint nun recht konservativ. Allerdings ist der Weg dorthin auch ein Marathon, kein Sprint.
Womit wir auf das bezahlt vom Anfang zurückkommen. Um seine Verbreitung früh zu steigern, hat Disney+ zahlreiche Kooperationen geschlossen. Einerseits wurde mit einem Frühbucher-Rabatt geworben, durch den man das erste Jahr komplett zu einem geringeren Preis buchen konnte. Daneben hat es zum Start diverse Kooperationen in verschiedenen Ländern gegeben, bei denen Telekommunikationsunternehmen die Möglichkeit erwarben, ihren Kunden Sonderkonditionen zu gewähren - während Disney also von den Unternehmen "Bezahlung" erhält, ist es für die Kunden teilweise kostenlos. Etwa durch die Telekom in Deutschland, die Magenta-Kunden einen sechsmonatigen, kostenlosen Testzeitraum gewähren konnte. In den USA gab es auch verbilligte Langzeitabos über drei Jahre.
Man wird also sehen müssen, wie viele Abonnenten Disney mittelfristig wieder verlieren wird. Denn durch die steigende Anzahl an Anbietern ist klar, dass sich nicht jeder alles leisten wird und viele Kunden sich früher oder später für einige Lieblinge entscheiden werden.
Bei seiner schnellen Verbreitung profitiert Disney+ natürlich von der Vorarbeit, die Netflix geleistet hat, durch die bezahlte Abos breitere Akzeptanz gefunden haben. Zuletzt hatte Netflix im Januar 167 Millionen bezahlte Abos ausgewiesen - die jüngsten Quartalszahlen stehen hier noch aus. In der Regel bezieht sich die Ausweisung von "bezahlten Abonnements" eben auf jene Zugänge, die nicht zu Promotions-Zwecken oder ggf. für die Presse zur Verfügung gestellt werden.
Disney kann aktuell gute Neuigkeiten brauchen: Der Gesamtkonzern muss in der Corona-Krise vor allem durch die Schließung seiner zahlreichen Freizeitparks mit Einnahmeeinbußen rechnen. Auch die Tatsache, dass sich die - lukrative - Kino-Veröffentlichung diverser Filme verschiebt oder zugunsten früherer Heimvideo- und SVoD-Auswertung ganz ausfällt, wird sich negativ auf die Jahresbilanzen auswirken. 2019 etwa hatte Disney dank diverser Blockbuster einen Anteil von 33 Prozent an den US-Kinoeinnahmen, weltweit nahm man die Rekordsumme von 11,12 Milliarden US-Dollar ein.
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