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Erstes Serienprojekt um Westeros, das als Sequel nach "GoT" spielen würde
Kit Harington als Jon Snow in der US-Serie "Game of Thrones"
HBO
"Game of Thrones": HBO entwickelt überraschend Sequel um Jon Schnee/HBO

Bei Warner stehen nach dem jüngst erfolgten Zusammenschluss mit Discovery anscheinend alle bisherigen Vorgehensweisen auf dem Prüfstand. Nun wurde bekannt, dass HBO im Anfangsstadium der Entwicklung einer Fortsetzung der Geschichte um Westeros mit einem  "Game of Thrones"-Sequel um Jon Schnee/Jon Snow ist. Das berichtet The Hollywood Reporter. Demnach hat man sich auch einer Zusage von Jon-Schnee-Darsteller Kit Harington versichert, der die Kultrolle im Fall einer Serienbestellung wieder aufnehmen würde.

Vertreter von Sender und Darsteller haben diese Meldung bisher nach übereinstimmenden Pressemeldungen nicht kommentiert. Das entspricht den üblichen Gepflogenheiten, frühestens im Rahmen einer offiziellen Bestellung eines Serienpiloten oder einer direct-to-series-Bestellung Projekte offiziell zu machen.

Erstes Sequel zu "Game of Thrones"

Bisher hatte Warner als Halter der Filmrechte sieben Projekte rund um "Game of Thrones" in "aktiver Entwicklung" - also Ausarbeitung von Serienideen durch Autoren, darunter das bereits als Serie bestellte  "House of the Dragon", das etwa 200 Jahre vor der Handlung von "Game of Thrones" spielt und ab August ausgestrahlt wird (TV Wunschliste berichtete). Alle diese Projekte beschäftigten sich als Prequels mit der Vorgeschichte der Welt um Westeros - und das wurde von Anfang an auch als bewusste Entscheidung hingestellt.

Jon Schnee

Das jetzt in Entwicklung geschickte Spin-Off um Jon Schnee ist die erste konkrete Serienidee einer Fortsetzung der Handlung in Westeros nach "Game of Thrnes", also eines Sequels. Der von Kit Harrington gespielte Jon Schnee wuchs als "Bastard"/Ziehsohn im Haushalt von Eddard "Ned" Stark auf und erwies sich in den letzten Staffeln von "Game of Thrones" als Neffe von Ned Stark, genauer gesagt als Sohn von dessen bei der Geburt verstorbenen Schwester Lyanna und des Prinzen Rhaegar Targaryen mit dem Geburtsnamen Aegon Targaryen. Nach den Geschehnissen der achten Staffel zog er sich, trotz Thronanspruch, in den eisigen Norden von Westeros zurück.

Kaum jemand widerspricht der Aussage, dass die späteren Staffeln von "Game of Thrones" darunter litten, dass die Handlung die Romanvorlagen von George R. R. Martin in der Saga "Das Lied von Eis und Feuer" (englisch "A Song of Ice and Fire") überholt hatten. So ist es - milde ausgedrückt - interessant, das man nun mit einer Serie noch weiter in die Zukunft blicken will. Andererseits wurde auch vielfach angemerkt, dass es in Martins Büchern eben auch um eine mythologische Ebene geht, die über den Kampf um den Königsthron hinausgeht, und in der auch die Götterwelt von Westeros eine wichtige Rolle spielt - und eben Eis und Feuer. Und auf dieser Ebene erwarten Leser von Martins Büchern von "Jon Schnee" noch einiges, ist er doch der gemeinsame Spross einer Dynastie des Feuers (der drachenblütigen Targaryen) und einer Dynastie des Eises (den mit den Geheimnissen des Nordens verbundenen Starks).

Warner unter dem Dach von Discovery

Daneben kann man diese Neuigkeit auch als Paradigmenwechsel und im Zusammenhang des Zusammenschlusses von HBO-Mutterfirma Warner mit Discovery zu Warner Bros. Discovery sehen. Im Zuge des Zusammenschlusses hat der frühere Discovery-Chef David Zaslav die Kontrolle über den neuen Gesamtkonzern übernommen. Seitdem werden zahlreiche bisherige Entscheidungen bei Warner, HBO und HBO Max kritisch hinterfragt, vor allem im Hinblick auf die Kosten und die Ansage, dass Warner Bros. Discovery drei Milliarden US-Dollar einsparen will.

Dazu gehörte etwa, dass der junge Streaming-Dienst CNN+ direkt wieder eingestampft wurde, noch bevor sich zeigen konnte, ob das Geschäftsmodell funktionieren würde. Zudem wurde die Entwicklung neuer fiktionaler Serien bei Warners Kabelsendern TNT und TBS eingestellt (TV Wunschliste berichtete). Jüngst wurde bekannt, dass das sehr ambitionierte und daher teure Serienprojekt "Demimonde" bei HBO noch kurz vor Drehbeginn eingestellt wurde (TV Wunschliste berichtete), das mit einem Budget von 200 Millionen US-Dollar ein Prestigeprojekt war, bei dem Erfolgsproduzent J.J. Abrams erstmalig wieder das Drehbuch beigesteuert hatte. Auch ein HBO-Max-Kinofilm um die "Wonder Twins" aus dem Sortiment von DC wurde kurzfristig vor Drehbeginn abgeblasen, da es nicht in Zaslavs Pläne für den Umgang mit DC-Content passte (der Film war nach neuen Maßgaben zu teuer für eine alleinige Veröffentlichung beim Streamingdienst, aber auch nicht zugkräftig genug für eine Kinoveröffentlichung).

Grundsätzlich hat Zaslav bei der "Zusammenführung" der vorherigen Managementteams von Warner Bros. und Discovery die Köpfe von bisherigen Warner-Mitarbeitern rollen lassen und weitgehend auf seine alte Discovery-Crew gesetzt. Einzige Ausnahme ist das Team von HBO und HBO Max um den erfolgreichen Manager Casey Bloys, der dort seit 2016 die Zügel in der Hand hält.

Die "Game of Thrones"-Ableger

Der Vollständigkeit halber: THR benennt in seinem Artikel die sechs anderen aktuell im "Drehbuch-Stadium" befindlichen "GoT"-Ableger wie folgt: die drei Real-Serien "10,000 Ships" (ehemals "Nymeria"; Showrunnerin Amanda Segel); "9 Voyages" (ehemals "The Sea Snake"; Showrunner Bruno Heller) und "Dunk and Egg" (mit Showrunner Steve Conrad) sowie drei Animationsserien, darunter "The Golden Empire" (angesiedelt im Essos-Reich Yi Ti, das an das alte China angelehnt ist). Dazu gesellt sich wie gesagt "House of the Dragon".


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Leserkommentare

  • Giftzwerg schrieb am 19.06.2022, 17.46 Uhr:
    Cool. Das freut mich.
    Ach Feinde sind immer mit einigem guten Willen aufzutreiben.
  • Nocma schrieb am 18.06.2022, 13.42 Uhr:
    Mag ja ganz gut werden aber was will man da erzählen ? was soll es noch für Feinde geben ? Die Wildlinge sind Vereint und sein Bruder ist König
  • Rainer_Stache schrieb am 18.06.2022, 23.12 Uhr:
    Lass Dich eben überraschen. Was mir in dem Artikel mächtig fehlt, ist die Aussage, ob GRRM beteiligt ist.