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ProSiebenSat.1-Vorstand auf der Abschussliste

ProSiebenSat.1 geht es schlecht. Erst Ende der vergangenen Woche hatte der Vorstandschef des Medienkonzerns, Guillaume de Posch, seine Aktionäre mit der Nachricht verängstigt, dass man im ersten Quartal dieses Jahres einen Gewinneinbruch von 25,1 Prozent hinnehmen müsse, der auch in den nächsten Monaten nicht so schnell ausgebügelt werden würde. Daraufhin rasselte der Aktienkurs des Unternehmens um mehr als ein Viertel in den Börsenkeller, und Verkaufsvorstand Peter Christmann übernahm die Verantwortung für den Umsatz- und Ergebnisrückgang, kündigte nach 13 Jahren im Unternehmen seinen Rücktritt an und wird die Firma Ende Juni verlassen.
Doch laut einem Vorabbericht des "Spiegel" soll jetzt auch Vorstandschef de Posch selbst seinen Hut nehmen. Der belgische TV-Manager werde in der kommenden Woche bekannt geben, dass er die direkte Verantwortung für die deutschen Sender des Konzerns an den neu geschaffenen Posten des "Deutschland-Chefs" abgeben werde. Und dieser soll zukünftig Andreas Bartl sein, der bisherige Geschäftsführer von ProSieben. Unter ihm erhofft sich die Konzernspitze offenbar wieder eine deutliche Steigerung des Gewinns.
Allerdings sehen die Pläne zur Kostenreduktion um 70 Millionen Euro für dieses Jahr vor, vor allem im Programmbereich sowie bei Vertriebs- und Verwaltungskosten den Rotstift anzusetzen.
ProSiebenSat.1 gehört seit Dezember 2006 den beiden Finanzinvestoren Permira und Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR). Im Zuge der Verbesserung der Ertragsziele sollen dort im letzten Jahr Manager der Unternehmensberatung McKinsey sogar Programmentscheidungen getroffen haben.
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Leserkommentare
TxBlack schrieb via tvforen.de am 08.05.2008, 21.24 Uhr:
Als erstes gehören die Wirtschaftsvernichter um McKinsey auf die Straße gesetzt. Dann ein Management, das was von der Materie "Fernsehen" versteht, sich mit dem Programm deutlich vom "RTL-Einheitsbrei" absetzt und auch endlich mit diesem leidigen "Abkupfern" von Sendeformaten aufhört.Eines darf man jedoch auch nicht ausser Acht lassen: Die durch die bisherigen "Mätzchen" weitere Schwächung von ProSieben/SAT1 als Gegengewicht zur allgegenwärtigen RTL-Group. Dies würde nur den jetzt schon blühenden Größenwahn von Bertelsmann / RTL & Co. in unkontrollierbare Höhen treiben. Und das will wohl (hoffentlich) keiner....comentator schrieb via tvforen.de am 05.05.2008, 17.29 Uhr:
Kein Wunder daß es PRO7Sat1 schelcht geht....denen gehts sogar noch viel zu gut!!!!!!Trance-Master schrieb via tvforen.de am 04.05.2008, 20.32 Uhr:
Wenn die AG pleite ist, ist es doch klar, dass der Vorstand eine Tages bluten muss und das Zeitliche segnen muss. Denen muss es echt was einfallen, damit es wieder besser wird.Eva-Anna schrieb via tvforen.de am 04.05.2008, 23.49 Uhr:
Gute Idee...Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen und nachsehen, welche von diesen 80er/90er-Klassikern noch zu retten sind und diese dann - natürlich mit erstklassigen Autoren, fähigen Producern und soweit wie möglich auch Originalbesetzung - weiterführen.Neue Serien würde ich nicht weiter auf den Markt schmeißen.Und vielleicht würde ich auch mal sehen, wieder ein paar originellere Shows - wenn es denn unbedingt welche sein müssen - zu produzieren.
Zum Beispiel solche Sachen wie 4 gegen Willie - kennt die noch jemand?LG,
Eva-Annaxy schrieb via tvforen.de am 04.05.2008, 20.57 Uhr:
Trance-Master schrieb:Denen muss es echt was einfallen, damit es wieder besser wird.
Kann man die Eigenproduktionen nicht komplett einstellen und das Programm soweit zurückfahren, dass wieder die alten Serien dort laufen, die Sat.1 und ProSieben in den 80ern und Anfang der 90er gezeigt haben? Meinetwegen könnte Sat.1 sogar die alten Glücksrad-Folgen wiederholen. Dann würde ich auch wieder einschalten. ;-)keeperoftraaken schrieb via tvforen.de am 04.05.2008, 19.01 Uhr:
wunschliste.de schrieb:Im Zuge der Verbesserung der Ertragsziele sollen dort
im letzten Jahr Manager der Unternehmensberatung McKinsey
sogar Programmentscheidungen getroffen haben.
und wieder hat die unfähigste "Unternehmensberatung" des Universums eine funktionierende Firma mit Ihrem weltfremden Gesabbel nachhaltig in den Abgrund geritten.Die können nur eins, Leute entlassen. Das führt kurzfristig zu Scheingewinnen.
Nach einiger Zeit wundert sich dann die jeweilige Firma, das die Kunden wegbrechen. Da ist dann aber McKinsey meist nicht mehr zugegen.Um zu Pro 7 zurückzukommen, gerade im letzten Jahr wurden derart viele handwerkliche Fehler in Marketing, Markenpflege und Programmplanung gemacht, daß die Probleme beim Werbezeitenverkauf schon lange absehbar sind.Welche seriöse Firma möchte schon im Zusammenhang mit dieser extremen LowCost NoQuality Firma genannt werden ?Bei diesen Schmuddelsendern wirbt man nicht. Das schadet dem eigenen Markenimage.-Tim- schrieb via tvforen.de am 04.05.2008, 19.18 Uhr:
Wenn bei diesem "Schmuddelsender" aber die TopModels laufen oder Fußball gezeigt wird, also durchaus Quote gemacht wird, dann reisst sich die seriöse Firma darum Webung zeigen zu dürfen.mae schrieb via tvforen.de am 04.05.2008, 15.44 Uhr:
nun ja, man erntet, was man sät.Darkness schrieb via tvforen.de am 04.05.2008, 15.25 Uhr:
bei den Programm kein wunder,und dann noch sparen...
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