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Serien unserer Kindheit: "Forsthaus Falkenau"

von Daniel Teuteberg (01.11.2018)
Zig Hochzeiten und einige Todesfälle - Großfamilie, Schicksal und Naturschutz im Wald
Serien unserer Kindheit (10): "Forsthaus Falkenau"
Bild: ZDF/ndF mbH
Serien unserer Kindheit: "Forsthaus Falkenau"/Bild: ZDF/ndF mbH

Unsere beliebte Reihe "Serien unserer Kindheit" geht weiter: In dieser Woche stellt wieder ein TV Wunschliste-Redakteur eine Lieblingsserie vor, die er als Kind verschlungen hat. Diesmal teilt Daniel Teuteberg seine Erinnerungen an die langjährige ZDF-Familienserie "Forsthaus Falkenau":

Es ist gar nicht so leicht, sich für die eine Serie der eigenen Kindheit zu entscheiden... "Als die Tiere den Wald verließen" habe ich sehr gerne gesehen oder "Alfred J. Kwak", "Prinz Eisenherz" und natürlich den "Disney Club". Im Vergleich zu meinen Kollegen habe ich mich aber relativ jung vom Kinderfernsehen abgewandt und verbinde mehr Erinnerungen mit den Familienserien der 1990er Jahre, genauer gesagt mit den ZDF-Familienserien - der 19.25 Uhr-Sendeplatz war meine Zeit. Dienstags "Unser Lehrer Doktor Specht", donnerstags "Freunde fürs Leben" oder später "Alle meine Töchter", freitags "Der Landarzt" oder "Forsthaus Falkenau". Irgendwann muss sich für einige Zeit sogar die "SOKO 5113" darunter gemischt haben. Auch viele nie oder selten wiederholte, kurzlebige Serien wie "Hagedorns Tochter" oder die "Donauprinzessin" gehören dazu - wahrscheinlich habe ich zusammen mit meiner Mutter so ziemlich alles geschaut, was um diese Zeit geboten wurde. Besonders ärgerlich war übrigens der häufige Kampf um Verschiebung der Bettgehzeit, wenn es mal wieder ein "ZDFspezial" gegeben hatte oder, wie bei den "Drombuschs", ungewöhnlich lange Folgen liefen.

Jeden Freitag erwartete ich gespannt die neue Ausgabe der Hörzu, um nachzulesen, wie es weitergehen würde. Auch das Lesenüben als Hausaufgabe in den ersten Schuljahren nutzte ich mit Vorliebe für diese TV-Zeitschrift, was mich allerdings immer wieder Überzeugungsarbeit bei meiner Mutter kostete und meistens wohl auch nur als zusätzliche Übung durchging. Noch heute weiß ich jedenfalls, welche Farben damals in der Hörzu den einzelnen Wochentagen zugeordnet waren: rot (Sa), orange (So), gelb (Mo), grün (Di), blau (Mi), rosa (Do) und lila (Fr). Doch zurück zu meiner Auswahl: So wie meine Kollegen es mir spiegeln, muss ich häufig vom "Forsthaus Falkenau" erzählen oder im Berufsalltag auf diese Serie als Beispiel zurückgreifen. Insofern ist "das Forsthaus", gestartet 1989, wohl doch die Serie meiner Kindheit - und weit darüber hinaus, wie ich euch jetzt beschreiben will:

Die ersten Jahre: Das Forsthaus meiner Kindheit

Im August 2012 besuchte der Autor das Forsthaus der Staffeln 1-17 in Dietramszell. (Bild: Daniel Teuteberg)

Der verwitwete Holzeinkäufer Martin Rombach (Christian Wolff) nimmt eine Stelle als Förster im bayerischen Wald an und erfüllt sich damit einen langgehegten Traum. Während seine jüngste Tochter Rica (8) (Nicole Schmid) sich auf die "Rehlein" freut, sind Markus (16) (Michael Wolf) und Andrea (17) (Katharina Köhntopp) alles andere als begeistert, dass sie von Augsburg in die Provinz nach Küblach ziehen sollen. (Der Gegensatz Stadt- vs. Landleben wird im Verlauf der Serie immer wieder thematisiert durch Charaktere, die aus der Großstadt nach Küblach ziehen und sich dann doch ganz wohlfühlen oder zwischen beidem hin- und herwechseln oder aber wieder in die Stadt zurückkehren.) Dann sind da noch die beiden grundverschiedenen Omas Inge (Gisela Uhlen) und Herta (Bruni Löbel) - die eine betreibt erfolgreich eine Parfümerie, die andere kümmert sich aufopferungsvoll um Schwiegersohn und Enkel und zieht schließlich auch mit nach Küblach (wo sie viel später einen Antiquitätenhandel eröffnen wird).
Die Beziehung von Martin (Christian Wolff) und Jutta (Michaela May) ist am Ende. (Bild: ZDF/ndF mbH)

Der Anfang ist für alle holprig, denn auch Martin wird als neuer Förster nicht mit offenen Armen empfangen. Erst mit der Zeit kommt die Familie am neuen Zuhause an. Martin erarbeitet sich den Respekt seiner Waldarbeiter und seines grantelnden Vorgängers Vinzenz Bieler (Walter Buschhoff), der bald mit Oma Herta zusammenkommt und handzahm wird. Zwischen der Baronesse Silva von Bernried (Jutta Speidel) und Martin knistert es, doch am Ende kommt Rica dazwischen und verkuppelt ihn mit ihrer Lehrerin Jutta Marquart (Michaela May). Neben der Familie Rombach werden im Verlauf der Serie noch weitere Figuren zu tragenden Säulen: da sind mehrere enge Freunde der Familie, die Waldarbeiter, Martins Vorgesetzter Forstdirektor Leonhard (Homer-Simpson-Stimme Norbert Gastell), der Sägewerksbesitzer und spätere Bürgermeister Walzinger (Georg Marischka), die Waldbauern, die Martin oft das Leben schwer machen und schließlich der Gasthof Zum Ochsen als Zentrum des Gemeindelebens, geführt vom Kagerwirt (Helmut Alimonta) und später von dessen Kindern (Joseph Hannesschläger und Margaretha Baumgartner).
Neues Glück: Angelika (Anja Kruse) und Martin (Christian Wolff) (Bild: ZDF/ndF mbH)

Ursprünglich war die Serie nur auf eine Staffel angelegt, doch auf Grund des großen Erfolges ging es weiter. (Bis zu sieben Millionen Zuschauer schalteten ein, 1992 gab es die "Goldene Kamera" als beliebteste Serie.) Und mit der zweiten Staffel beginnt dann die Phase, an die ich mich wirklich noch aus meiner Kindheit erinnern kann (fünf oder sechs muss ich da gewesen sein), und die sehr durch die schöne Anja Kruse als neue Hauptdarstellerin geprägt ist. Sie kommt als Tierärztin Angelika Grassmann nach Küblach, als die Beziehung von Martin und Jutta schon kriselt und diese schließlich nach Kenia auswandert. Nachdem ihr Haus abgebrannt ist, findet Angelika vorübergehend eine Bleibe bei den Rombachs, sodass Martin und sie einander näherkommen. Als dann der Waldarbeiter Xaver Bellinghaus (Udo Thomer) durch einen Wespenstich stirbt (Allergie), nimmt Martin dessen verwaisten Sohn Peter (Nikolai Bury) zu sich und wohl deshalb dauert es nur zwei Folgen, bis Angelika und er vor den Traualtar treten.
Das ging schnell: Hochzeit nach nur zwei Folgen (Bild: ZDF/ndF mbH)

Das Leben der Großfamilie bleibt turbulent und zwischendurch kommt Oma Inge zu Besuch (später aus Lanzarote, wo sie mit ihrem zweiten Ehemann Justus Feininger (Gunther Philipp) lebt) und bringt alles noch mehr durcheinander. Angelika wird das alles irgendwann zu viel und sie verschwindet für einige Zeit nach München, bevor sich doch wieder alles einrenkt und sogar noch der gemeinsame Sohn Florian (Thomas Schütz & Stefan Brandenburger/Sascha & Dennis Hornig) auf die Welt kommt. Herta und Vinzenz ziehen aufs Schloss Bernried (alias Schloss Hofhegnenberg) - was ich immer eine spannende Kulisse fand mit den langen Fluren und der efeubewachsenen Einfahrt - und bekommen als Hochzeitsgeschenk von Silva lebenslanges Wohnrecht dort.

Am Ende wird fast immer alles gut und ihr werdet euch zu Recht fragen, was daran so spannend sein soll. Und ich weiß es auch nicht. Es ist ein Gefühl. Sobald die Titelmusik losging, bin ich in diese Welt eingetaucht, war dort zu Hause, Teil dieser Familie und nicht bloß Zuschauer. Und heute ist es noch immer ein bisschen so, als wäre ich wieder Kind, wenn ich den Vorspann nur sehe. Vermutlich ist dies das Konzept einer Familienserie - jeder findet sich irgendwie wieder und die Geschichten werden zumindest teilweise auch kindgerecht erzählt. Peter und Rica boten altersmäßig wahrscheinlich am meisten Identifikationspotential für mich, während zum Beispiel mein jüngerer Bruder und meine kleine Cousine den Jagdhund Aika toll fanden ("Aika gucken").

Die jungen Rombachs: Peter (Nikolai Bury), Rica (Nicole Schmid), Markus (Michael Wolf) und Andrea (Katharina Köhntopp) (Bild: ZDF/ndF mbH)

Es hätte ewig so weitergehen können, doch dann hatte Anja Kruse zum Ende von Staffel 4 keine Lust mehr auf ihre Rolle und ich musste kurz vor meinem siebten Geburtstag die Erfahrung machen, dass der Tod einer Serienfigur einen ziemlich beschäftigen kann. Schausteller Brettschneider (Rudolf Waldemar Brem) darf vorübergehend nahe des Waldes Station machen, hält allerdings eine Raubkatze versteckt. Als Angelikas Pferd diese bei einem Ausritt wittert, kommt es zu einem tragischen Unfall, den sie nicht überlebt. Der Moment, in dem ich auf dem Rückweg vom Dorfladen die Hörzu mit dem Bild der Beerdigung aufgeschlagen habe und dann die Szenen dieses Unfalls, der Beerdigung, der über eine halbe Staffel hinweg eindrucksvoll dargestellten Trauer von Martin und die Hintergrundmusik von Bernhard Zeller haben sich nachhaltig in meinem Gedächtnis verewigt. Ebenso wie mein Ärger über den wetterbedingt gestörten Satellitenempfang während einer Wiederholung dieser Folge, so dass ich die entscheidenden Szenen verpasste.

Silva (Jutta Speidel) musste Angelikas (Anja Kruse) Unfall mitansehen. (Bild: ZDF/ndF mbH)
Familie und Freunde folgen Angelikas Sarg vom Forsthaus... (Bild: ZDF/ndF mbH)
... zu ihrer letzten Ruhestätte. (Bild: ZDF/ndF mbH)

Konkurrenz durch Daily Soaps und Rückkehr in ein verändertes Forsthaus
Neues Glück: Susanna (Nora von Collande) und Martin (Christian Wolff) (Bild: ZDF/ndF mbH)

Wie in der Realität geht auch das Serienleben weiter. Martin findet in der Apothekerin Susanna Mangold (Nora von Collande) aus Berlin eine neue Partnerin, die ich irgendwann trotz meiner Trauer um Anja Kruse liebgewann - und die Kinder werden älter, die Probleme größer. Bis zur achten Staffel 1997 bin ich der Serie tatsächlich treu geblieben, aber mit elf Jahren entdeckte ich die Daily Soaps für mich und gab mich dieser Leidenschaft in vollem Umfang hin - soll heißen: ab 17.30 Uhr saß ich für "Unter uns", "Verbotene Liebe", "Marienhof" und nach kurzer Abendbrotspause für "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" vor dem Fernseher. Erst nach über zwei Jahren Pause kehrte das "Forsthaus" 1999 mit neuen Folgen zurück und erreichte mich zunächst nicht mehr. Schon ein neuer Vorspann mit überarbeiteter Titelmelodie schreckte mich ab. Und auch inhaltlich gefielen mir die Soaps besser, weil mich die "Waldthemen", die es neben den Familiengeschichten natürlich auch gab, einfach oft nicht interessierten. In den Soaps dagegen ging es hauptsächlich um diese familiären Verwicklungen und Schicksale, die ich schon beim Forsthaus mochte, und natürlich wurden sie dort permanent auf die Spitze getrieben.
Doppelhochzeit in Staffel 10: Martin und Susanna tun es Markus und Lisa gleich. Beide Ehen scheitern. (Bild: ZDF/ndF mbH)

Erst 2002, nachdem es wieder zwei Jahre lang keine neuen Folgen gegeben hatte, gab ich der Serie eine neue Chance - das parallel ausgestrahlte GZSZ hatte mir da bereits nicht mehr gefallen. Doch was war aus meiner Kindheitsserie geworden!? Gerade erst hatte Martin seine panische Angst davor überwunden, dass wie seinen beiden ersten Ehefrauen auch Susanna nach einer Heirat etwas zustoßen könnte - da schlägt das Schicksal doch wieder zu. Schon in der ersten Folge der elften Staffel kommt die älteste Förstertochter Andrea ums Leben, als sie bei einem Waldbrand ihre vermisste Tochter Katharina (Melanie Trenkler, Joshua Moral-Falke & Ramona Hein/Cheyenne & Valentina Pahde) retten will. Der Ausstieg war wohl unfreiwillig, "um die Spannungen in der Familiengeschichte aufrechtzuerhalten", wie es auf der Website des Fanclubs heißt. Und es war ein Abschied in Abwesenheit, Katharina Köhntopp war ganze 20 Sekunden in der Folge zu sehen. Für die kurzen Szenen mit der Rolle verwendete man einfach Sequenzen aus der vorherigen Staffel und ein Double (Simone Brahmann). Nachdem man eine Figur über zehn Staffeln hinweg begleitet hat, hinterlässt so eine Inszenierung einen ganz faden Beigeschmack. Und Sekunden nach ihrem Tod erklingt auch noch die übliche fröhliche Musik des Abspanns. Ernsthaft!? Zum ersten Mal in meinem Leben wäre mir kein Abspann lieber gewesen als der richtige (der von den Sendern damals schon nur noch in Ausnahmefällen gezeigt wurde).
Andrea mit Katharina, Martin und Florian. Im Hintergrund der Wald, in dem sie wenige Folgen später den Tod finden wird. (Bild: ZDF/ndF mbH)

Doch um es vorweg zu nehmen: Ich wollte wissen, wie es weitergeht und bin bis zur allerletzten Folge drangeblieben. Aber auch als ich später nochmal alle Folgen auf DVD geschaut habe, fühlte sich diese elfte Staffel wie ein inhaltlicher Bruch an. Die familiären Themen wurden stärker in den Hintergrund gerückt zugunsten von Gastrollen mit Episodengeschichten mit Naturbezug, die mir oft nicht sehr gefallen haben, und das wohlige Gefühl von früher wollte sich nur noch selten einstellen. Während der Förster anfangs auch mal fluchen durfte, war er später allzu oft der überkorrekte Oberlehrer für die häufig erschreckend einfältigen Waldbauern. Und irgendwie auch für den Zuschauer, dem er - quasi vertreten durch die Kinder Florian und Katharina - auf einfache Weise den Wald erklärte. Dennoch wird es ehrlicherweise immer wichtiger, sich bewusst zu machen, was der Mensch der Umwelt antut und dieser Serie muss man wirklich zugutehalten, dass sie ihren Beitrag zu Natur- und Umweltschutz geleistet hat.

Die letzten Staffeln: Mehr Gewohnheit als Vergnügen

Neues Glück: Martin (Christian Wolff) und Sophie (Anja Schüte) (Bild: ZDF/ndF mbH)
In Staffel 14 verlässt Susanna ihre Familie und geht zurück nach Berlin, um beruflich Karriere zu machen - ein erneuter Todesfall wäre den Autoren dann wohl doch zu viel des Schlechten gewesen. Dennoch hat mich dieses unrühmliche Ende der längsten Beziehung des Försters sehr enttäuscht. Nachfolgerin Sophie von Haunstein, mal wieder eine Tierärztin, wird schon in Staffel 13 eingeführt und obwohl ich Anja Schüte, vermutlich wegen der "Wicherts von nebenan", irgendwie mochte, empfand ich ihre Rolle als schrecklich farblos und lieb und langweilig im Vergleich zu Angelika und Susanna. Der Förster musste wohl immer eine Frau an seiner Seite haben. (Das traditionelle Familienbild sollte erst mit der Patchworkfamilie des zweiten Försters aufgebrochen werden, dazu gleich mehr. In früheren Staffeln dürfte aber auch schon Andreas Affäre mit Ballonfahrer Falko Wachsmuth (Matthias Kostya), aus der ihre Tochter entstanden ist, so manchen Zuschauer geschockt haben. Ich dagegen fand es schrecklich, dass ihre Schwester Rica und Falko später ein Paar werden. In Staffel 19 kommt übrigens mit Tom Keller (Rhon Diels) sogar ein schwuler Waldarbeiter aus Kanada zu Besuch, wobei die Darstellung des Themas leider nicht sehr gelungen ist.)

Vinzenz (Walter Buschhoff), Oma Herta (Bruni Löbel) und Oma Inge (Gisela Uhlen) in Staffel 3 (Bild: ZDF/ndF mbH)

Mit der Zeit schlich sich das komische Gefühl ein, dass die Serie trotz - oder in meinem Fall wohl gerade wegen - der beschriebenen inhaltlichen Neuausrichtung so nicht mehr lange weitergehen konnte. Irgendetwas hatte nicht mehr gestimmt. Rica und Peter waren immer seltener zu sehen und ehrlicherweise muss man auch zugeben, dass man den längst erwachsen gewordenen Kinderdarstellern, so sehr man sie auch ins Herz geschlossen hatte, inzwischen sehr angemerkt hat, dass sie eben keine Schauspieler waren. Auch die Großelterngeneration war weniger oft zu sehen als früher. Dass die Darsteller nicht mehr so fit waren wie einst ist normal, aber eben auch offensichtlich. Bruni Löbel und Gisela Uhlen starben kurz vor bzw. nach Ausstrahlung ihrer letzten Staffel, Walter Buschhoff im Dezember 2010. Und Christian Wolff selbst wollte nach einem Herzinfarkt kürzer treten. So erbt Martin am Ende von Staffel 17 ein Naturreservat in Südafrika und fängt dort zusammen mit Sophie, seinem Sohn Florian und Enkelin Katharina ein neues Leben an. Markus Rombach bleibt mit seiner zweiten Frau Anna (Julia Grimpe) und Sohn David (Janik Pagel/Vincent Mauz) als Nebenfigur Teil der Serie, aber alle weiteren Haupt- und einige Nebenfiguren scheiden nun ebenfalls aus der Serie aus - und das größtenteils ohne Erklärung über ihren Verbleib, was wohl das Schlimmste ist, das man Serienfans nach 17 Jahren antun kann und mich damals wahnsinnig enttäuscht hat.
Nach Martins Abschied bleibt nur Markus mit Anna und David in Küblach. (Bild: ZDF/ndF mbH)

Forsthaus 2.0, Forsthaus 3.0, ... das ZDF zieht den Stecker

Die neue Generation: Daniel, Lisa, Sonja, Lukas, Stefan, Jenny (Bild: ZDF/Elke Werner)

Als Nachfolger kommt der Ranger Stefan Leitner aus Kanada zurück in seine Heimat Küblach - in ein neues Forsthaus unter demselben Namen - und wird gespielt von Hardy Krüger jr., der zugegebenermaßen die bessere Figur mitbrachte und auch mal duschen durfte. Er ist verwitwet (Déjà-vu 1), hat zwar nur die Tochter Jenny (Teresa Klamert), geht aber relativ schnell eine Beziehung mit der Ärztin Sonja Schwanthaler (Tina Bordihn) ein, die die beiden Kinder Daniel (Lion Sokar) und Lisa (Paulina Schwab) mitbringt und ihm dann auch noch mit Lukas (Atréju Lachatte/Tom Steinke & Marius Hertzog/Luis Grünler) ein drittes als Kuckuckskind unterschiebt, bevor auch sie als Ehefrau Nr. 2 bei einem Unfall ums Leben kommt (Déjà-vu 2). Schließlich wird die - wir ahnten es bereits - Tierärztin Marie Stadler (Gisa Zach) seine Lebensgefährtin, die er zwischenzeitlich mit ihrer Schwester Daniela Königstein (Maxi Warwel) betrügt. Wolfgang Leitner (Martin Lüttge) ist Stefans Vater und heiratet später seine wiedergefundene Jugendliebe Marianne Rainders (Veronika Fitz). Deren Bruder Josef Neureuther (Günther Schramm) wird sein bester Freund und das Duo löst Vinzenz und Pater Ignatius (Toni Berger) als komisches Element der Serie ab, treibt aber sich gegenseitig wie auch den Zuschauer mitunter an den Rand der Verzweiflung mit skurrilen Erfindungen und ähnlichem Blödsinn.
Die "neuen Alten": Wolfgang (Martin Lüttge), Marianne (Veronika Fitz), Josef (Günther Schramm) (Bild: ZDF/Elke Werner)

Nach weiteren vier Staffeln wird die Forstdienststelle Küblach geschlossen und der Schauplatz nach Störzing am Ammersee verlegt. Damit verschwinden - mit Ausnahme von Hans Stadlbauer als Wald- und Gemeindearbeiter Franz Breitkreuz - auch alle weiteren Nebenfiguren aus der Serie, inklusive Markus Rombach, dessen letzte Geschichte traurigerweise die Trennung von seiner Frau Anna bleiben sollte. Abgesehen davon hat dieser erneute Umbruch der Serie wegen interessanter neuer Nebenfiguren durchaus ganz gut getan, sie hat einfach wieder mehr Spaß gemacht. Auch wenn es so ziemlich keinen Sinn macht, dass der Förster einfach entscheidet, wie er sein neues Forsthaus bzw. Revier nennen will. Und auch die Erklärung, dass der bei Küblach gelegene Reiterhof von Daniela durch eine neue Umgehungsstraße auch von Störzing aus sehr gut zu erreichen ist, der Weg von Küblach nach Störzing selbst aber so weit ist, dass die ganze Familie auf jeden Fall umziehen muss, ist ziemlich hanebüchen.
Warum entscheiden, wenn man beide Schwestern haben kann? Stefan (Hardy Krüger jr.) zwischen Marie (Gisa Zach) und Daniela (Maxi Warwel) (Bild: ZDF/Elke Werner)

Weitere drei Staffeln später wurde die Serie 2013 überraschend eingestellt - was dem Team erst und ausgerechnet bei der Staffelabschlussfeier mitgeteilt wurde - und Hardy Krüger jr. erklärte verärgert, dass sie nicht wirklich abgeschlossen und man mangels Zeit inhaltlich nicht dort angekommen sei, wo man hin wollte. Ein würdigeres Finale hätte ich dem "Forsthaus Falkenau" nach 24 Staffeln mit 321 Folgen ebenfalls sehr gewünscht. Auch wenn mir die Serie zwischenzeitlich kaum noch gefallen hat und am Ende sogar nichts mehr mit dem Forsthaus zu tun hatte, das es eigentlich mal war, bleibt sie etwas Besonderes für mich. Ich bin mit ihr aufgewachsen und sie hat mich begleitet, bis ich 27 war. Aber wenn ich heute daran denke, denke ich vor allem an die ersten Staffeln aus meiner Kindheit - und daran, dass am Ende fast immer alles gut wurde.

... als wäre nie etwas gewesen: das alte Forsthaus (Bild: Daniel Teuteberg)

Die Staffeln werden zur Zeit sukzessive von Studio Hamburg Enterprises auf DVD herausgebracht, wobei man leider versäumt hat, die Fehler der Erstveröffentlichung von Universum Film auszubessern. Das heißt, die Nummerierung der Folgen weicht von der offiziellen Zählung ab, fünf Episoden aus der ersten Staffel sind weiterhin nur gekürzt verfügbar (während im Heimatkanal die ungekürzten Fassungen laufen), von den eigenständigen Folgen 28 und 29 wurde der Zusammenschnitt verwendet (der nur als Auftakt zur Erstausstrahlung der dritten Staffel gedacht war) und die drei Specials zu Weihnachten bzw. Silvester wurden leider wieder nicht berücksichtigt.

Zu "Serien unserer Kindheit (1): Parker Lewis - Der Coole von der Schule"
Zu "Serien unserer Kindheit (2): Ocean Girl"
Zu "Serien unserer Kindheit (3): DuckTales"
Zu "Serien unserer Kindheit (4): Batman"
Zu "Serien unserer Kindheit (5): Falcon Crest"
Zu "Serien unserer Kindheit (6): Pokémon"
Zu "Serien unserer Kindheit (7): The Tribe"
Zu "Serien unserer Kindheit (8): Rückkehr nach Eden"
Zu "Serien unserer Kindheit (9): Die dreibeinigen Herrscher

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Leserkommentare

  • jeanyfan schrieb via tvforen.de am 13.11.2018, 12.08 Uhr:
    jeanyfanRoy Kabel schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > - "Waldarbeiter" Volker Prechtel war am Anfang
    > immer dabei. Leider hat man ihm keinen Abschied
    > bereitet, er war einfach nicht mehr zu sehen.

    Er ist 1997 verstorben, während er wohl die Rolle noch gespielt hat. Deshalb hat man ihn wohl einfach nicht mehr erwähnt, weil man keinen richtigen Abschied drehen konnte. Aber ich gebe dir Recht, man hätte das schöner lösen können.
    Er hatte übrigens ne Rolle als Mönch in dem Kinofilm "Der Name der Rose", wissen viele nicht.
  • Roy Kabel schrieb via tvforen.de am 13.11.2018, 07.52 Uhr:
    Roy KabelDanke für den ausführlichen Beitrag :-)
    Ich habe in den letzten Jahren wieder einige Folgen gesehen, weil die Serie im "Heimatkanal" rauf und runter lief.

    Was mir so aufgefallen ist:
    - Der Förster ist ja manchmal ein ganz schöner Oberlehrer und zeigt sich arrogant
    - Das mit Susanna fand ich auch seltsam. Alle lieben sich die ganze Zeit über und dann *puff* macht sie einen Abflug.
    - Die Schauspieler mochten sich wohl.. Susanna und der Förster haben sich permanent geküsst, etwas viel würde ich sagen.
    - aus dem kleinen Mädchen Katharina wurden zwei heisse Frauen namens Cheyenne und Valentina ;-)
    - den altklugen Sohn Florian mochte ich nicht besonders.
    - "Waldarbeiter" Volker Prechtel war am Anfang immer dabei. Leider hat man ihm keinen Abschied bereitet, er war einfach nicht mehr zu sehen.
    - Die Szenen in Südafrika mochte ich nicht, das war kein "Falkenau" mehr.
  • Wilkie schrieb via tvforen.de am 02.11.2018, 12.39 Uhr:
    Wilkieseventy schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Auch wenn ich längst nicht mehr Kind war als die
    > Serie lief, fand ich das damals schon total
    > altbacken und eher für die Generation 60+
    > konzipiert.

    Das sehe ich genauso, im Vergleich zu Vorgängerserien wie "Diese Drombuschs"
    oder "Ich heirate eine Familie" war dies wirklich ein Rückschritt was Tempo und Charme angeht. In Bezug auf Spannung konnte die Serie nicht mal mit dem guten, alten "Förster Horn" mithalten.
  • Argus schrieb via tvforen.de am 02.11.2018, 10.23 Uhr:
    ArgusSeinfeld-Fan schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Eine Folge fand ich als Kind megaspannend und zwar
    > die, in der Martin und Vinzenz dem Waldarbeiter
    > Lederer helfen, seinen Verwandten aus der
    > Tschechoslowakei die Flucht in die Bundesrepublik
    > zu ermöglichen. Das fand bei Dunkelheit statt und
    > war für mich damals eine sehr ungewöhnliche
    > Forsthaus-Szene.

    Das ist jene Folge, die auch mir am besten in Erinnerung geblieben ist. Als Kind war ich ganz überrascht, dass Bayern überhaupt an Tschechien grenzt.
  • jeanyfan schrieb via tvforen.de am 02.11.2018, 03.40 Uhr:
    jeanyfanIch find es auch schade, dass es solche Serien heutzutage kaum noch gibt. Die ARD hatte mit Serien wie "Aus heiterem Himmel" ja ähnliche Serien im Programm, auch wenn diese vielleicht etwas "hipper" war als das Forsthaus.
    Eine Serie, die etwas in diese Richtung "Familienserien der 90er" ging, war ja "Herzensbrecher", was vor ein paar Jahren im ZDF lief. Da fand ich dann allerdings das ganze schon etwas zu "überproblematisiert", weil es kaum "normale" Episoden gab, sondern in jeder irgendwelche spektakulären Probleme auftauchen mussten, die auf Dauer dann fast etwas viel wurden.
    Und leider wurde die Serie ja dann urplötzlich beendet und die finale Staffel nicht mehr gedreht.
    Ich frag mich manchmal nur, ob solche Serien heutzutage echt keinen Erfolg mehr hätten und nur noch Krimis oder ähnliches funktionieren.
  • tomgilles schrieb via tvforen.de am 02.11.2018, 00.15 Uhr:
    tomgillesseventy schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Auch wenn ich längst nicht mehr Kind war als die
    > Serie lief, fand ich das damals schon total
    > altbacken und eher für die Generation 60+
    > konzipiert.

    Forsthaus Falkenau ist eine jener Serien, die man als Kind mag und dann erst später, meist weit jenseits der 30 wieder sympathisch findet. Als pubertierender Rebell und junger Mensch in der Eroberungsphase findet man biedere, gemütliche Serien meist abturnend und uncool, zumal der Kontrast zum spießig erscheinenden elterlichen Lebensidyll fehlt. Keine Action, keine schnellen Schnitte, keine irren und abgefahrenen Handlungsstränge mit geilen "Special Effects" und vor allem zu viele reifere Herrschaften mit langweiligen Alltagssorgen und -freuden - das passt nicht zum jugendlichen Lebensideal.

    Jenseits der Sturm-und-Drang-Jahre weiß man aber besonders diese Serientugenden zu schätzen. Verlässliche Charaktere, gefestigte Strukturen und ein vertrautes Umfeld, hohe Schauwerte und eine glaubwürdige, alltagsnahe Herangehensweise an die Problemstellungen des Lebens in Verbindung mit durchaus kurzweiligen Episodenhandlungen waren die typischen Merkmale der öffentlich-rechtlichen Familienserien, die sich Mitte der 80er-Jahre auszubreiten begannen und lange Zeit sogar von den großen Privatsendern mit immensem Erfolg kopiert wurden. Und dass die Serienakteure Alleinstehenden, Kinderlosen sowie älteren Zuschauern als Ersatzfamilien dienten wurde in soziologischen Studienreihen klar nachgewiesen.

    Ob ihr es glaubt oder nicht: Vorabendserien wie diese bestritten bis in die 90er-Jahre dank ihrer Werbeunterbrechungen etwa die Hälfte der Senderetats, so hoch war ihr kommerzieller Stellenwert! Eine neue Zielgruppenlogik, ebenso hyperdynamische wie jugendaffine Programmanager, Sparzwänge und ein genereller Qualitätsverfall bei den Drehbüchern bereiteten dem Boom ein allmähliches Ende.
  • Seinfeld-Fan schrieb via tvforen.de am 01.11.2018, 23.20 Uhr:
    Seinfeld-FanIch habe Forsthaus Falkenau auch in meiner Kindheit gesehen und sehr gemocht, ebenso wie Der Landarzt, mit dem die Serie sich den 19.25-Uhr-Sendeplatz geteilt hat.

    Eine Folge fand ich als Kind megaspannend und zwar die, in der Martin und Vinzenz dem Waldarbeiter Lederer helfen, seinen Verwandten aus der Tschechoslowakei die Flucht in die Bundesrepublik zu ermöglichen. Das fand bei Dunkelheit statt und war für mich damals eine sehr ungewöhnliche Forsthaus-Szene.

    Eine kurzzeitige Nebenfigur der Serie, die mir auch nachhaltig in Erinnerung geblieben ist, ist der von Siegfried W. Kernen gespielte Dr. Braun, ein Unsympath sondergleichen, der den kranken Forstdirektor Leonhard für einige Folgen vertrat und alles im Rombachschen Revier schlechtreden wollte. Der war sowas von fies, dass es fast schon wieder komisch war.
  • Zoppo_Trump schrieb via tvforen.de am 01.11.2018, 21.48 Uhr:
    Zoppo_TrumpSchöne Reihe, diese "Serien unserer Kindheit", lese ich sehr gern, auch ihrer Ausführlichkeit wegen. Und wenn man plausibel machen will, warum einem eine Serie gefällt, muss man halt auch mal ins inhaltliche Detail gehen; mir ist das lieber, als um den heißen Brei herumzureden. Wobei mich aber auch vor allem Erinnerungen an Serien interessieren, die ich selbst schon kenne. Entdeckungs-Tipps will ich mir hier eigentlich nicht holen.

    P.S.: In Sachen Frauenverschleiß ist dem Förster inzwischen übrigens mit Dr. Kleist eine ernsthafte Konkurrenz erwachsen! ;-)
  • seventy schrieb via tvforen.de am 01.11.2018, 20.48 Uhr:
    seventyAuch wenn ich längst nicht mehr Kind war als die Serie lief, fand ich das damals schon total altbacken und eher für die Generation 60+ konzipiert. "Serien unserer Kindheit" bedeutet also, daß hier Serien aufgezeigt werden die zufällig liefen als man Kind oder Jugendlicher war, an deren Namen man sich zwar noch vage erinnert?
  • jeanyfan schrieb via tvforen.de am 01.11.2018, 16.48 Uhr:
    jeanyfanAlso ich find es nen schönen Artikel und auch schön, weil mich die Serie auch geprägt hatte als Kind (Jahrgang 1987).
    Ging mir auch ähnlich wie dem Autor, dass irgendwann der Reiz von Anfang einfach nicht mehr so da war (aus verschiedenen Gründen). Und so eisern durchgehalten hab ich dann doch nicht, die Serie bis zum Ende zu schauen.
    Aber die 90er-Jahre-Folgen gefallen mir immer noch, wenn man mal wieder was davon sieht.
  • Argus schrieb via tvforen.de am 01.11.2018, 15.48 Uhr:
    ArgusIch würde es sympathischer finden, bei einem Artikel über eine Serie nicht gleich so viele wichtige Handlungsstränge zu verraten. Das sind natürlich alles keine Spoiler, aber all die Details schmälern doch irgendwie den Spass, eine Serie wieder zu entdecken. Forsthaus Falkenau ist für mich tatsächlich eine Serie, bei der ich mit einem DVD-Kauf liebäugle. Wobei die DVDs dann schon der TV-Fassung entsprechen sollten - danke für die entsprechende Warnung.
 

Über den Autor

  • Daniel Teuteberg
Daniel Teuteberg ist Jahrgang 1986 und hat sich schon in früher Kindheit sehr für das Medium Fernsehen begeistert. Und das, obwohl sein Elternhaus erst sehr spät mit Satellitenempfang ausgerüstet wurde und ihm die ganze Bandbreite seiner Möglichkeiten bis dahin vorenthalten blieb. Schon im Grundschulalter nahm er akribisch die Hörzu auseinander - wortwörtlich mit der Schere. Er ist vermutlich der Erfinder des Episodenführers, was jedoch nie offiziell festgehalten wurde. Seine handgeschriebenen Werke existieren aber noch heute. Bevorzugte Genres gibt es kaum. Nach dem Kinderfernsehen wandte er sich relativ jung den ZDF-Familienserien zu, bevor er die Daily Soaps für sich entdeckte. Nach einigen Jahren kühlte diese Leidenschaft teilweise ab, doch “Marienhof” und “Verbotene Liebe” hielt er bis zum Ende die Treue. Zur Zeit seines Studiums weist sein Serien-Lebenslauf Lücken auf, da er zeitweise ohne Fernsehempfang auskommen musste und nur selten Zeit für und Lust auf neue Serien hatte. Nachdem er im Studium mit Erziehungs- und Kommunikationswissenschaft noch zweigleisig gefahren ist, setzte sich schließlich doch die alte Leidenschaft für die Medien durch und so kümmert er sich seit 2013 als Redakteur bei TV Wunschliste hauptsächlich um die Pflege der Seriendatenbank und setzt damit fort, was er schon als Kind geliebt hat.