Das Film- und Fernsehserien-Infoportal

Log-In für "Meine Wunschliste"

Passwort vergessen

  • Bitte trage Deine E-Mail-Adresse ein, damit wir Dir ein neues Passwort zuschicken können:
  • Log-In | Neu registrieren

Registrierung zur E-Mail-Benachrichtigung

  • Anmeldung zur kostenlosen TV-Termin-Benachrichtigung für

  • E-Mail-Adresse
  • Für eine vollständige und rechtzeitige Benachrichtigung übernehmen wir keine Garantie.
  • Fragen & Antworten
264 Mitarbeiter verlieren ihren Job
Bild: Servus TV
Servus TV: Umfrage zur Gründung eines Betriebsrats empörte Chef/Bild: Servus TV

Gestern wurde bekannt, dass der österreichische Privatsender Servus TV demnächst seinen Sendebetrieb einstellen wird. Als Grund wurde offiziell genannt, dass der Sender "wirtschaftlich untragbar geworden" sei, weil man es nach sieben Jahren nicht geschafft habe, gute Quoten einzufahren und wahrgenommen zu werden (wunschliste.de berichtete). Inzwischen sickerte allerdings durch, dass bei der Entscheidung auch etwas anderes eine erhebliche Rolle gespielt hat.

Gegenüber den Salzburger Nachrichten erläuterte Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz, dass ihn die Diskussion über die Gründung eines Betriebsrats empört habe. Mitarbeiter dess Senders wollten demnach online über eine solche Gründung abstimmen. Dies widerstrebte den Ansichten Mateschitz'. "Unabhängigkeit, Eigenständigkeit und Unbeeinflussbarkeit insbesondere durch politische Parteien, egal welcher Richtung, war von Anfang an ein tragender Pfeiler von Servus TV. Die Betriebsratsgründung hätte diese Werte insbesondere durch die Art und Weise ihres Zustandekommens - anonym, unterstützt von Gewerkschaft und Arbeiterkammer - nachhaltig beschädigt", urteilt der Red-Bull-Gründer. Die Vorgehensweise bei der Entscheidung sei gerade hinsichtlich der aktuellen Situation des Senders nicht dienlich gewesen. Mateschitz machte daraufhin kurzen Prozess: Allen 264 Mitarbeitern des Fernsehsenders sei bereits gekündigt worden.

Dies ist besonders bedauerlich, da es senderintern ohnehin keine mehrheitliche Zustimmung für die Gründung eines Betriebsrats gegeben habe. "Die anonyme Umfrage über die mögliche Gründung eines Betriebsrates unterstützen wir - und das ist die überwältigende Mehrheit aller Mitarbeiter von ServusTV - ausdrücklich nicht", heißt es in einem offenen Brief, der von 205 Mitarbeitern unterschrieben wurde. "Sieben Jahre lang hatten wir die Gelegenheit an einer Vision von einem anderen Fernsehen mit zu bauen, das es so nirgendwo gibt und damit einzigartig ist. Ein Programm mit Anspruch, positiver Grundhaltung und politischer Unabhängigkeit. Weit weg von Trash und bad-news. Daran haben wir stets mit großem Einsatz, Leidenschaft und von einem langfristigen Erfolg überzeugt, gearbeitet."

Nach der gestrigen Schocknachricht sollen sich zahlreiche Mitarbeiter mit Tränen in den Augen vor dem Sendergebäude in die Arme gefallen sein. Viele Redakteure, Moderatoren und Nachrichtensprecher stünden nun vor dem Nichts und hoffen, anderweitig im Red Bull Media House unterzukommen. Von dem Aus von Servus TV sind allerdings nicht nur die unmittelbaren Mitarbeiter des Senders betroffen, sondern auch jene der Produktionsfirmen, wie beispielsweise "Terra Mater", die seit Jahren aufwendige Dokumentationen im Auftrag des Senders hergestellt hat.

Ein genauer Termin für die Einstellung des Sendebetriebs ist noch nicht bekannt, es wird allerdings Ende Juni kolportiert.


Beitrag melden

  •  

Leserkommentare