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Streaming-Wars: Disney-Sender schließen Netflix von Werbung aus

Der Ton in den USA um Dominanz im Wettbewerb der Streamingsender wird härter und härter. Erst in knapp einem Monat geht der Disney-Konzern mit seinem Dienst Disney+ selbst an den Start, doch schon im Vorfeld fährt das Unternehmen die Ellenbogen gegen den Konkurrenten Netflix aus. Man akzeptiert in den USA für die Unterhaltungssender - allen voran ABC, FX und Freeform - keine Werbespots mehr für Netflix-Serien. Allerdings wird das ebenfalls zu Disney gehörende ESPN - der wichtigste Sportsender der USA - wohl weiter Spots (und Werbegelder) annehmen.
In der modernen Medienlandschaft, wo Technikunternehmen und Contentlieferanten die Schwerter kreuzen, ist es nicht das erste Mal, dass ein Unternehmen aggressiv mit einem Konkurrenten umgeht. Besitzer zahlreicher TV-Sticks, auf denen die Apps von Konkurrenzanbietern nicht verfügbar waren, können ein Lied davon singen. Ebenso wie Amazon-Kunden, die zeitweise Sticks anderer Unternehmen dort nicht kaufen konnten.
Einst war Disney für Netflix eine wichtige Stufe dabei, das US-Publikum zu erreichen: Der Streamingdienst hatte die "Pay-TV-Rechte" an den erfolgreichen Disney-Filmen eingekauft und konnte so seinen Abonnenten ein ansprechendes Programm bieten. Mehr noch, Netflix beauftragte bei der Disney-Schwester ein ganzes Marvel-Serien-Paket.
Das Klima änderte sich, als Disney seinen eigenen Dienst ankündigte und damit auch, dass man die Lizenzierung seiner Rechte an Netflix auslaufen lassen würde. Später kam es auch bei den Marvel-Serien zu Meinungsverschiedenheiten über die Staffellängen, infolgedessen alle Formate dieses Subfranchises eingestellt wurden.
Mit der Tatsache, dass immer mehr US-Zuschauer ihre Fernsehunterhaltung abseits des linearen Fernsehens - on Demand und damit häufig werbefrei - suchen, wird die TV-Werbung für die Streamingdienste immer wichtiger: Denn Wachstum kann in der Regel nur von den dortigen Zuschauern kommen. Und Disney will da wohl "seine" Fernsehzuschauer für seinen Dienst gewinnen.
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von Bernd Krannich














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