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Wegen Krieg: Netflix stoppt Betrieb in Russland

Netflix zieht Konsequenzen aus dem Angriffskrieg Putins gegen die Ukraine: Der Streaminggigant, der erst vor etwas über einem Jahr auch in Russland gestartet ist, zieht sich aus diesem Markt zurück. Angesichts der Umstände vor Ort haben wir beschlossen, unseren Dienst in Russland einzustellen
, so ein Netflix-Sprecher gegenüber dem US-Branchenblatt Variety.
Eine Neukundenregistierung ist schon jetzt nicht mehr möglich. Bestandskunden können Netflix noch so lange konsumieren, bis die nächste monatliche Zahlung fällig wird. Der Rückzug betrifft jedoch nicht nur das Streamingangebot an sich, sondern erstreckt sich auch auf die Produktionsseite. Sämtliche aktuellen und zukünftigen Produktionen, die in Russland geplant waren, wurden gecancelt. Mit
Bereits zuvor gab es Differenzen zwischen Netflix und den Vorschriften des Landes. Nach einem neuen Gesetz wurden Streaming-Plattformen dazu verpflichtet, ab März kostenlos 20 russische Kanäle anzubieten, von denen einige als staatliche Propagandasender gelten. Netflix weigerte sich, dies zu tun. Sonderlich schmerzhaft dürfte der Rückzug aus Russland für den Dienst nicht sein. Mit knapp einer Million Abonnenten von weltweit 222 Millionen Netflix-Kunden machte Russland nur einen äußerst kleinen Anteil aus.
Netflix schließt sich zahlreichen anderen Unternehmen aus dem Unterhaltungsbereich an, die den russischen Markt in Folge der völkerrechtswidrigen Kriegsinvasion in der Ukraine boykottieren. Die Hollywood-Filmstudios Disney, Warner Bros., Sony, Paramount Pictures und Universal haben bereits mitgeteilt, ihre Filmstarts in Russland auszusetzen. Unternehmen wie Microsoft, Apple und Dell haben angekündigt, Verkäufe in Russland einzustellen und auch Ikea hat bereits Filialen geschlossen.
Der Musikstreamingdienst Spotify hat sein Büro in Russland ebenfalls geschlossen. Das soziale Netzwek TikTok hat hingegen die Video-Uploadfunktion und Livestreams in Russland eingestellt, aufgrund des in der vergangenen Woche von Wladimir Putin unterzeichneten "Fake News-Gesetzes". Unter einer drakonischen Haftstrafe von bis zu 15 Jahren stehen fortan das Verbreiten vermeintlicher "Falschinformationen" über die russische Armee, das Diskreditieren russischer Streitkräfte sowie Aufrufe zu Sanktionen gegen Russland. Das Parlament stimmte in Moskau einer entsprechenden Gesetzesänderung zu. Russischen Medien ist es zudem verboten, Begriffe wie "Angriff", "Invasion" und "Kriegserklärung" zu verwenden. In Moskau wird der Krieg als militärische "Sonderoperation" bezeichnet. Radikal blockiert Russland derzeit auch den Zugang zur Deutschen Welle (DW) sowie anderen westlichen Nachrichtenseiten und Informationsquellen. Zudem wurde der Zugang zu Facebook gesperrt.
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Leserkommentare
User 798614 schrieb am 08.03.2022, 09.12 Uhr:
Ich weiss nicht was die beiden vorangegangenen Kommentaren kritisieren. Den zitierten Satz finde ich nicht und sprachlich ist an dem Artikel nichts auszusetzen.User 798614 schrieb am 08.03.2022, 09.16 Uhr:
*KommentatorenJohn Steed schrieb am 07.03.2022, 16.51 Uhr:
Hollywood-Studios veröffentlichen keine Filme, in Russland mehr.
Oder:
Hollywood-Studios veröffentlichen keine Filme mehr in Russland.
Zwei verschiedene Bedeutungen.Vritra schrieb am 07.03.2022, 23.39 Uhr:
Der ganze Artikel ist sprachlich nicht der ganz große Wurf. Wahrscheinlich war so kurz nach dem Mittag der Blutzuckerspiegel noch im Keller. :-)
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