"Magische Gärten", "Taman Ujung - Indonesien." Der botanische Garten von Bogor auf der Insel Java ist der älteste botanische Garten Indonesiens. Er wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von den Holländern angelegt, die damals über den Archipel herrschten. Dieser Garten, der sich über mehr als 80 Hektar erstreckt, liegt im Zentrum der Stadt Bogor. Der botanische Garten ist weltweit einzigartig, da er mitten in der Stadt Bogor gelegen ist und täglich von Millionen Fahrzeugen umkreist wird. Hinzu kommen viele Industrie- und Gewerbeunternehmen, die zusätzlich die Luft verschmutzen. Aber sobald Besucher den Park von Bogor betreten, erleben sie einen einmalig schönen Wald. Der botanische Garten ist auch ein öffentlicher Park, durch den die Hauptstadtbewohner spazieren und so der drückenden Hitze Jakartas entfliehen. Zu den Schätzen des Gartens gehört der tropische Feuchtwald. Der Tropenwald spiegelt die tatsächliche Situation in einem Tropenwald Indonesiens oder anderswo wider. Die Gärtner fällen keine Bäume und greifen kaum in die Natur ein, sondern lassen die Bäume auf natürliche Weise wachsen. Der botanische Garten liegt in einem Tal des Flusses Ciliwung. Von allen Seiten ist er von der Stadt Bogor umgeben und beherbergt im Norden den Präsidentenpalast, dessen bestelltes Grünland für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist. Der tropische Wald bedeckt fast seine gesamte Fläche. Der Garten ist in Parzellen und Forschungszentren unterteilt, die zahlreiche botanische Sammlungen beherbergen dazu gehören der Heilpflanzengarten, drei Baumschulen und das Orchideenhaus.
"Magische Gärten", "Peterhof - Russland." In Russland, am Finnischen Meerbusen, liegt die Parkanlage von Peterhof. Ihre Gold- und Marmorstatuen sowie ihre spektakulären Kaskaden und Pflanzenskulpturen sind aufgrund eines ehrgeizigen Traums entstanden: Ehrgeizig, weil in diesen Breitengraden ein Park angelegt werden sollte, der sich mit Europas schönsten Gärten messen sollte; ein Traum, weil Zar Peter der Große, der im 18. Jahrhundert Alleinherrscher über Russland war, darin das ideale Symbol für seine Macht sah. Im Jahr 1714 ließ Peter der Große seine Sommerresidenz auf einem riesigen Anwesen mit Blick aufs Meer bauen unweit der von ihm vor kurzem gegründeten Hauptstadt Sankt Petersburg. Als gebildeter und ehrgeiziger Monarch wollte der Zar Russland in den Rang anderer europäischer Großmächte erheben. Sein Schloss und seine Parkanlage sollten durch ihre Pracht beeindrucken. Während Ludwig XIV. Versailles, dessen Schlosspark den Zar faszinierte, unter den Schutz Apollons stellte, widmet
"Magische Gärten", "Quinta da Regaleira - Portugal." Der Garten Quinta da Regaleira wurde im 16. Jahrhundert in der 25 Kilometer von Lissabon entfernten Kleinstadt Sintra angelegt. Er war für die Akklimatisierung exotischer Pflanzen gedacht. Solche Gewächse brachten die als große Seefahrer bekannten Portugiesen gern von ihren Asien- und Amerikareisen mit. Im 19. Jahrhundert drückte der Großgrundbesitzer António Augusto Carvalho Monteiro dem Ort seinen Stempel auf. Der als exzentrisch geltende Millionär übersäte seinen vier Hektar großen Garten mit Freimaurer- und Alchimistensymbolen, mit Geheimnissen und Rätseln, die der Besucher lösen sollte. Diese ganz besondere, beunruhigend fremdartige Atmosphäre macht den Garten, der heute der Öffentlichkeit zugänglich ist, zu einem der überraschendsten Orte in der Umgebung der portugiesischen Hauptstadt.
"Magische Gärten", "Taman Ujung - Indonesien." Der botanische Garten von Bogor auf der Insel Java ist der älteste botanische Garten Indonesiens. Er wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von den Holländern angelegt, die damals über den Archipel herrschten. Dieser Garten, der sich über mehr als 80 Hektar erstreckt, liegt im Zentrum der Stadt Bogor. Der botanische Garten ist weltweit einzigartig, da er mitten in der Stadt Bogor gelegen ist und täglich von Millionen Fahrzeugen umkreist wird. Hinzu kommen viele Industrie- und Gewerbeunternehmen, die zusätzlich die Luft verschmutzen. Aber sobald Besucher den Park von Bogor betreten, erleben sie einen einmalig schönen Wald. Der botanische Garten ist auch ein öffentlicher Park, durch den die Hauptstadtbewohner spazieren und so der drückenden Hitze Jakartas entfliehen. Zu den Schätzen des Gartens gehört der tropische Feuchtwald. Der Tropenwald spiegelt die tatsächliche Situation in einem Tropenwald Indonesiens oder anderswo wider. Die Gärtner fällen keine Bäume und greifen kaum in die Natur ein, sondern lassen die Bäume auf natürliche Weise wachsen. Der botanische Garten liegt in einem Tal des Flusses Ciliwung. Von allen Seiten ist er von der Stadt Bogor umgeben und beherbergt im Norden den Präsidentenpalast, dessen bestelltes Grünland für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist. Der tropische Wald bedeckt fast seine gesamte Fläche. Der Garten ist in Parzellen und Forschungszentren unterteilt, die zahlreiche botanische Sammlungen beherbergen dazu gehören der Heilpflanzengarten, drei Baumschulen und das Orchideenhaus.
"Magische Gärten", "Valsanzibio." Inmitten der Hügel südlich von Padua, 50 Kilometer von Venedig entfernt, erstreckt sich über acht Hektar das Anwesen von Valsanzibio. Der Garten ist das Werk der venezianischen Kaufmannsfamilie Barbarigo aus dem 17. Jahrhundert. Er soll einst als Zeichen des Dankes an Gott angelegt worden sein, weil die Familie von der im Jahr 1631 wütenden Pest verschont geblieben war. Der Entwurf des Gartens von Valsanzibio wird Luigi Bernini zugeschrieben. Luigi war der Bruder des bedeutenden Barockbildhauers und -architekten Gian Lorenzo Bernini. Dieser wunderbare, in ein geschütztes Tal eingebettete Ort lädt zu einem spirituellen Spaziergang ein: Im Garten der Villa Barbarigo folgt man unterschiedlichen Perspektiven und Symbolen. So steht das berühmte Buchsbaum-Labyrinth für den unsicheren Weg jedes menschlichen Lebens.Regie: Emmanuel Descombes
"Magische Gärten", "Courances." In dem südlich von Paris gelegenen Park von Courances, dessen Name "Fließgewässer" bedeutet, ist das Wasser allgegenwärtig, zum Beispiel in den zahlreichen Wassergräben, Kanälen und Springbrunnen. Darüber hinaus strukturiert das Wasser die gesamte Landschaft. Die Kombination aus Nutz- und gestalteten Elementen macht den Park lebendig. Vom 16. Jhdt bis heute wird an dem Park von der ansässigen Familie jeweils gestaltet.
"Magische Gärten", "Peterhof." Schloss Peterhof am Finnischen Meerbusen wird auch das "russische Versailles" genannt. Zar Peter der Große ließ sich hier im 18. Jahrhundert eine Residenz errichten, die den Rang Russlands als neue europäische Großmacht widerspiegeln sollte. Der Zar hatte 1717 den Palast und die Gärten des Sonnenkönigs besucht und wollte sie an Prunk noch übertreffen. Er beauftragte den französischen Architekten Jean-Baptiste Alexandre Le Blond, einen Schüler Le Nôtres, und schuf dieses ehrgeizige Projekt eins zauberhaften Barockgartens mit spektakulären Wasserspielen und Kaskaden, das dem rauen Klima des russischen Nordens angepasst werden musste.
"Magische Gärten", "Powerscourt - Irland." Die südlich von Dublin gelegenen Powerscourt Gardens blicken auf eine 300-jährige Geschichte zurück. Sie wurden im 18. Jahrhundert von der Familie Wingfield beim englischen Landschaftsarchitekten Daniel Robertson in Auftrag gegeben. Auch heute noch sind die Iren stolz auf das traditionsreiche private Anwesen mit seinem jahrhundertealten Baumbestand, seinen kunstvollen Skulpturen und seiner überaus gelungenen Einbindung in die atemberaubende Landschaftsszenerie. Zu den Besonderheiten des Gartens gehören sanft abfallende Terrassen. Im 19. Jahrhundert besuchte der 6. Viscount, der sich sehr für Gärten interessierte, Parkanlagen in Italien, im französischen Versailles oder in Deutschland, um sich Inspirationen für Powerscourt zu holen. Er wollte etwas Bemerkenswertes schaffen, mit dem er die anderen Großgrundbesitzer in der Umgebung beeindrucken konnte. Auf seinen Reisen zu verschiedenen Palästen und Gärten sammelte er Statuen und andere Kunstwerke, um seine Vision von einem idealen Garten zu verwirklichen. Bis ins 19. Jahrhundert gab es im Stil der italienischen Gärten nur wenige Bäume im Park. Doch der 7. Viscount von Powerscourt wollte einen Wald und ließ in einem Arboretum außergewöhnliche Baumarten anpflanzen. Der Garten ist um eine monumentale Achse angelegt, die das Schloss über abgestufte Terrassen mit dem Tritonsbecken verbindet. Im Zentrum der großen Rasenflächen befinden sich Blumenparterre. Nordöstlich des italienischen Gartens bietet der japanische Garten intimere Spazierwege. Im Südwesten bildet das Delfinbecken den Abschluss der großen Staudenbepflanzung im ehemaligen Küchengarten. Im Tal verbindet ein Fluss einen Wasserfall mit der Waldpromenade, die durch eine Allee aus Mammutbäumen und einen Wald mit Riesennadelbäumen führt.
"Magische Gärten", "Die Agdal-Gärten von Marrakesch - Marokko." Vogelgezwitscher, viele Farben, Klänge, Gerüche und Bäume, die sich in Wasserbecken spiegeln: Im Süden der Stadt Marrakesch zwischen dem schneebedeckten Atlasgebirge und der Djebilet-Wüste erstrecken sich die riesigen Agdal-Gärten über eine Fläche von rund 500 Hektar. Umgeben von alten Befestigungsmauern kann man einen paradiesischen Park und eine wahre technische Meisterleistung bestaunen: Im 12. Jahrhundert ließ die Almohaden-Dynastie Wasser aus dem Gebirge in Kanäle leiten und speichern, um so den Ort mit dem lebenswichtigen Rohstoff zu versorgen. So entstanden die Obsthaine der Agdal-Gärten, deren Orangen-, Oliven-, Granatapfel- und Aprikosenbäume den Bedarf der wachsenden Stadt deckten. Um den Garten vor Wüstenwinden, aber auch vor verfeindeten Stämmen zu schützen, umgaben sie ihn mit einer hohen Mauer. Fortan wurde der Park "Agdal" genannt, was in der Berbersprache "umzäunte Wiese" bedeutet. Der Erfindungsreichtum der Almohaden sicherte den Agdal-Gärten jahrhundertelang ihr Überleben. Heute führt der Wassermangel zur Abnahme der Erträge, und der Garten ernährt Marrakeschs Bevölkerung nicht mehr. Jedoch wird die Hälfte seiner Produktion nach wie vor in Marokko verbraucht, die andere ist für den Export bestimmt. Die Agdal-Gärten bleiben ein frühes Vorbild der Gartenbaukunst.
"Magische Gärten", "Villa d?Este -Italien." Der in Tivoli in der Nähe der italienischen Hauptstadt Rom gelegene Garten der Villa d?Este diente als Vorbild für alle Renaissancegärten. Anlegen ließ ihn im 16. Jahrhundert Kardinal Ippolito d?Este. Der Sprössling einer reichen Familie aus Ferrara wollte damit seine Macht und Bildung demonstrieren. Der Garten wurde auf einem Hügel angelegt, auf dem die Villa thront. Die im Jahr 1550 begonnenen Arbeiten zogen sich über mehr als 20 Jahre hin. Im Laufe der Jahrhunderte verwilderte der Garten und fiel allmählich dem Vergessen anheim. Das änderte sich im 18. Jahrhundert, als Künstler den Garten wiederentdeckten: Sie begeisterten sich gerade für sein vernachlässigtes Aussehen und seine üppige Vegetation, die ihm einen romantischen Charakter verliehen. Der französische Maler Jean-Honoré Fragonard ließ sich 1760 von dem Garten inspirieren, und Franz Liszt komponierte dort 1877 seine "Wasserspiele in der Villa d?Este". 1920 erwarb der italienische Staat den Garten und ließ ihn aufwendig restaurieren.
"Magische Gärten", "Valsanzibio." Inmitten der Hügel südlich von Padua, 50 Kilometer von Venedig entfernt, erstreckt sich über acht Hektar das Anwesen von Valsanzibio. Der Garten ist das Werk der venezianischen Kaufmannsfamilie Barbarigo aus dem 17. Jahrhundert. Er soll einst als Zeichen des Dankes an Gott angelegt worden sein, weil die Familie von der im Jahr 1631 wütenden Pest verschont geblieben war. Der Entwurf des Gartens von Valsanzibio wird Luigi Bernini zugeschrieben. Luigi war der Bruder des bedeutenden Barockbildhauers und -architekten Gian Lorenzo Bernini. Dieser wunderbare, in ein geschütztes Tal eingebettete Ort lädt zu einem spirituellen Spaziergang ein: Im Garten der Villa Barbarigo folgt man unterschiedlichen Perspektiven und Symbolen. So steht das berühmte Buchsbaum-Labyrinth für den unsicheren Weg jedes menschlichen Lebens.Regie: Emmanuel Descombes
"Magische Gärten", "Daitoku-Ji - Japan." Japanische Zen-Gärten zeichnen sich durch ihre Schlichtheit, Ruhe und Symbolkraft aus. Sie verzichten oftmals vollkommen auf Bäume, Blumen und Pflanzen, teils gibt es nur Moos; Reinigungsbecken, Felsen und Flächen mit weißen Kieseln sind präzise angeordnet. Mit einem Rechen in den Kies hineingezogene Wellenlinien stehen für Wasser. Felsenformationen und Steine sind Symbol für Gebirge und Hügel. Moos steht für das Alter ein in Japan überaus ehrvoller Zustand. Im Japanischen heißt diese Spezialform des Japangartens Kare-an-sui, was übersetzt so viel bedeutet wie "trockene" oder auch "unechte Landschaft". Die Trockengärten des Daitoku-ji-Klosters in der japanischen Stadt Kyoto respektieren diese abstrakte Zen-Philosophie: Monochromie, Steine und einfache Pflanzen. Die Anlage rund um einen Haupt- und 23 Nebentempel ist von einer Ringmauer eingefasst; drei Tore ermöglichen den Zutritt. Durch den Garten führt ein Pfad der rituellen Reinigung. Die letzte Station, die Teezeremonie, trägt zur inneren Vervollkommnung bei.
"Magische Gärten", "Murin-An - Japan." Im Herzen von Kyoto befindet sich der Garten Murin-an. Er wurde im späten 19. Jahrhundert von Aritomo Yamagata angelegt, einem bedeutenden japanischen Staatsmann, der auch als talentierter Gärtner in die Geschichte einging. Für seinen Park in Kyoto erwarb er von den Mönchen des Nanzenji-Tempels ein circa 3.000 Quadratmeter großes Grundstück. Bei der Gestaltung wurden Elemente der umliegenden bergigen Landschaft optisch in den Garten miteinbezogen ein Konzept, das in Japan "Shakkei" ("geliehene Landschaft") heißt. Ferner spielen Steine in Murin-an eine wichtige Rolle: Sie begrenzen die Wege, führen über das Flüsschen und schaffen kleine Strände. Besonders bekannt ist der Garten für die vielen verschiedenen Moose, die dort zu finden sind. Es gibt dort circa 80 verschiedene Moosarten. Bei der Pflege und beim Anbau der Moose arbeiten die Gärtner eng mit einer Universität zusammen. Die Gestaltung mit Moosen folgt dem ästhetischen Konzept des Wabi-Sabi,
"Magische Gärten: Fre˙r - Südbelgien", Eine Reihe schwindelerregend hoher Felsen in den belgischen Ardennen, der sich durch das Tal schlängelnde Fluss Maas und ein großer Wald rings umher sind die Merkmale des Naturstandortes, in dessen Mitte sich das Schloss Fre˙r mit seiner zeitlosen Gartenanlage befindet. Seit Jacques de Beaufort das Schloss im Jahr 1410 erwarb, befindet es sich im Besitz ein und derselben Familie. Frankreichs Sonnenkönig Ludwig XIV. wohnte während der Belagerung von Dinant in diesem Schloss. Auch die Erzherzogin Maria Christina von Österreich und ihr Mann Albert Kasimir von Sachsen-Teschen waren dort zu Gast. Während der Französischen Revolution wäre das Anwesen beinahe zerstört worden. Im Ersten Weltkrieg wurde es von den Deutschen besetzt. Das Billardzimmer diente als Operationssaal. Von der Zerstörung verschont blieb das Anwesen nur dank seiner außergewöhnlichen Orangenbäume. Diesen uralten Bäumen in der Orangerie, die zum Teil mehr als 300 Jahre alt sind, lasse
"Magische Gärten", "Der Garten von Ninfa." Schriftsteller und Künstler wie Virginia Woolf, T. S. Eliot, aber auch Alberto Moravia kamen nach Ninfa, um sich von dem romantischen Garten südlich von Rom inspirieren zu lassen. Es ist, als würde man in ein Gemälde eintauchen, das mit Farbtupfen die Ruinen einer mittelalterlichen Stadt umspielt. Im 14. Jahrhundert wurde die Stadt zerstört, jedoch errichteten ab dem 16. Jahrhundert verschiedene Mitglieder der Familie Caetani, die im Gebiet der Pontinischen Ebene lebten, einen Garten mit verschiedenen botanischen Gegebenheiten, Quellen und Brunnen. In einer gelungenen Mischung aus ursprünglicher Natur und Zierbepflanzung schufen Frauen dreier Generationen hier einen einzigartigen Ort, der bis heute zu den schönsten Gärten weltweit zählt.
"Magische Gärten", "Levens Hall - Nordengland." Im nordenglischen Cumberland liegt Levens Hall, ein privater Landsitz, der seit 800 Jahren im Besitz derselben Familie ist. Sein Garten wird im 17. Jahrhundert vom französischen Landschaftsgärtner Guillaume Beaumont angelegt, der sein Handwerk in Versailles bei André Le Nôtre erlernt hat. Beaumont gibt dem Garten eine geometrische Struktur und Blickachsen beides war in England seinerzeit sehr angesagt. Seitdem hat Levens Hall alle Moden überdauert und sich seinen ursprünglichen Charakter bewahrt. Bis heute zeugt er von der Schönheit formaler englischer Gärten. Die Besonderheit an Levens Hall sind seine Formschnittgehölze. Diese von Generationen von Gärtnern beschnittenen Buchsbäume und Eiben haben eigentümlich geformte Pflanzenskulpturen entstehen lassen. Kein Baum gleicht dem anderen. Der Garten war wahrscheinlich zu Beginn streng formal angelegt, mit geometrischen, akkuraten Pflanzungen. Doch über die Jahrhunderte haben sich diese Pflan
"Magische Gärten", "Die Agdal-Gärten von Marrakesch - Marokko." Vogelgezwitscher, viele Farben, Klänge, Gerüche und Bäume, die sich in Wasserbecken spiegeln: Im Süden der Stadt Marrakesch zwischen dem schneebedeckten Atlasgebirge und der Djebilet-Wüste erstrecken sich die riesigen Agdal-Gärten über eine Fläche von rund 500 Hektar. Umgeben von alten Befestigungsmauern kann man einen paradiesischen Park und eine wahre technische Meisterleistung bestaunen: Im 12. Jahrhundert ließ die Almohaden-Dynastie Wasser aus dem Gebirge in Kanäle leiten und speichern, um so den Ort mit dem lebenswichtigen Rohstoff zu versorgen. So entstanden die Obsthaine der Agdal-Gärten, deren Orangen-, Oliven-, Granatapfel- und Aprikosenbäume den Bedarf der wachsenden Stadt deckten. Um den Garten vor Wüstenwinden, aber auch vor verfeindeten Stämmen zu schützen, umgaben sie ihn mit einer hohen Mauer. Fortan wurde der Park "Agdal" genannt, was in der Berbersprache "umzäunte Wiese" bedeutet. Der Erfindungsreichtum der Almohaden sicherte den Agdal-Gärten jahrhundertelang ihr Überleben. Heute führt der Wassermangel zur Abnahme der Erträge, und der Garten ernährt Marrakeschs Bevölkerung nicht mehr. Jedoch wird die Hälfte seiner Produktion nach wie vor in Marokko verbraucht, die andere ist für den Export bestimmt. Die Agdal-Gärten bleiben ein frühes Vorbild der Gartenbaukunst.
"Magische Gärten", "La Roche Guyon - Frankreich." Das Schloss von La Roche-Guyon wurde teilweise in die weiße Kreidesteilküste hineingebaut, die sich an einer Seine-Windung erhebt. Das Bauwerk überragt einen außergewöhnlichen Obst- und Gemüsegarten, dessen Anfänge im 18. Jahrhundert liegen. Die Anlage geht auf den Herzog Alexandre de la Rochefoucauld zurück. Der Garten diente dem Vergnügen, der Produktion von Nahrungsmitteln sowie landwirtschaftlichen Experimenten, die den Geist der Aufklärung widerspiegelten. Innovation in Hinblick auf die Auswahl der Pflanzungen und Gartenbautechniken wird in diesem streng geometrisch gegliederten Garten auch heute noch großgeschrieben. Die gesamte Architektur des Gartens beruht auf großen Buchsbaumhecken. Diese fast 60.000 Quadratmeter angepflanzten Buchses müssen mehr als zehn Monate im Jahr beschnitten werden.
"Magische Gärten", "Mount Stewart - Irland." In Nordirland, südlich von Newtownards, liegt am Ufer des Strangford Lough der herrschaftliche Sitz der Familie Stewart. Das prächtige Anwesen besticht durch ein traumhaftes neoklassizistisches Herrenhaus und grandiose Gärten. Lady Edith Londonderry eine englische Lady, die im Ersten Weltkrieg viel geleistet hatte schuf dort 1921 einen Ort des Friedens, weit weg von London und ihren gesellschaftlichen Pflichten. Sie empfing hier regelmäßig bedeutende Persönlichkeiten wie Winston Churchill oder James Ramsay MacDonald. Die Anlage spiegelt die exzentrische Persönlichkeit der freiheitsliebenden Lady wider: Der avantgardistisch angelegte Garten ist reich an üppigen Pflanzen und fantasievollen Tierskulpturen. Sie sind humorvolle Anspielungen auf die Menschen aus Lady Londonderrys Umfeld. Vom Shamrock Garden über den Sunken Garden und Woodland Garden bis hin zum Garten mit urwüchsigen Baumfarnen ihre Fantasie schien keine Grenzen zu kennen. Die prä
"Magische Gärten", "Mount Stewart." In Nordirland liegt der herrschaftliche Sitz der Familie Stewart. Das prächtige Anwesen besticht durch ein traumhaftes neoklassizistisches Herrenhaus und grandiose Gärten. Lady Edith Londonderry eine englische Lady, die im Ersten Weltkrieg viel geleistet hatte schuf dort ohne die Hilfe von professionellen Landschaftsarchitekten 1921 einen Ort des Friedens, weit weg von London und ihren gesellschaftlichen Pflichten. Sie empfing hier regelmäßig bedeutende Persönlichkeiten wie Winston Churchill oder James Ramsay MacDonald. Ihre Gäste sollten in der phantasievollen Anlage die Schrecken des Krieges vergessen können.
"Magische Gärten", "La Roche Guyon - Frankreich." Das Schloss von La Roche-Guyon wurde teilweise in die weiße Kreidesteilküste hineingebaut, die sich an einer Seine-Windung erhebt. Das Bauwerk überragt einen außergewöhnlichen Obst- und Gemüsegarten, dessen Anfänge im 18. Jahrhundert liegen. Die Anlage geht auf den Herzog Alexandre de la Rochefoucauld zurück. Der Garten diente dem Vergnügen, der Produktion von Nahrungsmitteln sowie landwirtschaftlichen Experimenten, die den Geist der Aufklärung widerspiegelten. Innovation in Hinblick auf die Auswahl der Pflanzungen und Gartenbautechniken wird in diesem streng geometrisch gegliederten Garten auch heute noch großgeschrieben. Die gesamte Architektur des Gartens beruht auf großen Buchsbaumhecken. Diese fast 60.000 Quadratmeter angepflanzten Buchses müssen mehr als zehn Monate im Jahr beschnitten werden.
"Magische Gärten", "Bagh-e Fin." Die Stadt Kaschan liegt inmitten einer Wüstenlandschaft. Der Bagh-e Fin im Süden der Stadt ist eine Oase: wie eine Fata Morgana aus Wasser und Grünflächen. Schah Abbas I. ordnete 1587 den Bau von Bagh-e Fin rund um seine Residenz an. Er wünschte sich eine Anlage nach dem Vorbild der im Koran beschriebenen Gärten: eine Allegorie des Paradieses. Die zwei Hektar große Fläche des Gartens ist von Außenmauern umgeben. Im Bagh-e Fin ist überall Wasser. Es ist für alle da, sehr einladend und nicht nur zur Zier. Die Besucher dürfen die Füße darin baden, damit spielen, seine Frische genießen und seiner Musik lauschen. Auch die schattigen Alleen des Fin-Gartens, die von Wasserläufen gesäumt werden, sind ein Hort der Kühle und locken viele Besucher an.
"Magische Gärten", "Botanischer Garten von Padua." Der Botanische Garten von Padua ist der älteste botanische Garten der Welt. Der in Nordostitalien gelegene Garten wurde 1545 zur Zeit der Republik Venedig angelegt. Seine Entstehung verdankt er der sich herausbildenden Botanik. Fortan sollte der Garten treuer Begleiter und Spiegelbild dieser Wissenschaftsdisziplin sein. Mit seinen Pflanzen aus der ganzen Welt und seinen jahrhundertealten Bäumen aus Asien ermöglicht der Botanische Garten von Padua eine Reise in andere Länder und Zeiten. Die Bestände seiner Bibliothek reichen vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Auf dem Gelände des Gartens wurde kürzlich ein Gewächshaus der biologischen Vielfalt erbaut. Der Ort lädt seine Besucher dazu ein, über die zukünftigen Beziehungen zwischen Mensch und Natur nachzudenken.
"Magische Gärten", "Mateuspalast - Portugal." Im Norden Portugals, unweit des Douro-Tals, liegt mitten in den Weinbergen die Casa de Mateus: der Mateuspalast. Hier vereinen sich landwirtschaftliche Flächen mit Schaugärten. So steht ein Barockpalais aus dem 18. Jahrhundert neben einem alten Waschhaus und einem Kornspeicher. Der Eingangsbereich zum Anwesen ist sehr theatralisch gestaltet: Beim Hereinkommen durchqueren Besucher zuerst ein Stück Wald, das die Sicht versperrt. Dann stehen sie plötzlich vor einem Wasserbecken, das mit dem Gebäude korrespondiert. Als Gonçalo Ribeiro Telles dieses Wasserbecken und den Eingangsbereich entwarf, rückte er den Palast in den Mittelpunkt. Durch die Alleen und den dichten Pflanzenbewuchs lenkte er die Aufmerksamkeit auf das Gebäude. Und durch die Spiegelung des Schlosses erzeugte er einen fast schon theatralischen Effekt, der die Besucher immer wieder fasziniert. Die Architektur, die Außenflächen und die Gärten wirken sehr stimmig, obwohl sie zu verschiedenen Zeiten entstanden sind. Der Palast ist ein herrschaftliches Gebäude in der bürgerlichen Architektur des 18. Jahrhunderts, während der Garten in einen neobarocken Stil angelegt wurde, der erst viel später in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aufkam. Der Anschein, alles sei vor 300 Jahren entstanden, trügt also. Alte Elemente blieben jedoch über die Zeit und die Umgestaltung des Gartens erhalten. Anhand dieser den Epochen eigenen Elemente können heute die verschiedenen Epochen leicht unterschieden werden. Das macht den Garten des Mateuspalastes so wertvoll.
"Magische Gärten", "Sacro Bosco - Italien." Der Sacro Bosco zu Deutsch "heiliger Wald" ist ein geheimnisvoller Garten nordöstlich von Rom. Geschaffen hat ihn eine Ausnahmepersönlichkeit der italienischen Renaissance: Vicino Orsini, Feudalherr von Bomarzo. Nach einer langen Laufbahn als Offizier und Söldner lässt er am Fuße seines Schlosses einen Waldpfad anlegen, in dem sich bis heute seine nonkonformistischen Ansichten widerspiegeln. Jedes Gestaltungselement des Gartens wird präzise inszeniert. Seine ersten Werke erschuf Vicino Orsini in den 1550er Jahren; bis zu seinem Tod 1585 verschönert er den Garten immer wieder. Auf einem labyrinthischen Pfad wandelt der Besucher vorbei an rund 30 überraschend geformten Skulpturen und Bauwerken. Es ist kein regelmäßiger Garten, sondern eher ein Waldweg, ein Pfad mit einem Anfang und einem Ende. Vicino Orsini nannte ihn "mein Wäldchen". Er sprach nie von seinem Garten, sondern von seinem Wäldchen. Die Bäume, die in diesem Wald wachsen Eichen, Lorbeer- und Kastanienbäume , sind von der Form her ziemlich knorrig. Der Besucher bekommt das Gefühl, in ein Märchen einzutauchen. Der Besucher folgt einem Weg, der mit Haltepunkten in Form von Statuen versehen ist. Sie geben dem Pfad einen emotionalen Gehalt. Vicino Orsini schöpfte dabei aus einer Fülle von Elementen aus seiner Fantasie, die sich aus Asien, aus der Neuen Welt, aus mittelalterlichen Stichen, aber auch aus etruskischen Tempeln speist. Im Wald verteilt befinden sich viele Inschriften, die alle elf Silben lang sind. Vicino Orsini wollte mit dieser Besonderheit verdeutlichen, dass die Welt zwar voller Wunder ist, aber der Skulpturenwald Sacro Bosco, sein Wäldchen, mit nichts zu vergleichen und in seiner Schönheit einzigartig ist.
"Magische Gärten", "Mount Stewart - Irland." In Nordirland, südlich von Newtownards, liegt am Ufer des Strangford Lough der herrschaftliche Sitz der Familie Stewart. Das prächtige Anwesen besticht durch ein traumhaftes neoklassizistisches Herrenhaus und grandiose Gärten. Lady Edith Londonderry eine englische Lady, die im Ersten Weltkrieg viel geleistet hatte schuf dort 1921 einen Ort des Friedens, weit weg von London und ihren gesellschaftlichen Pflichten. Sie empfing hier regelmäßig bedeutende Persönlichkeiten wie Winston Churchill oder James Ramsay MacDonald. Die Anlage spiegelt die exzentrische Persönlichkeit der freiheitsliebenden Lady wider: Der avantgardistisch angelegte Garten ist reich an üppigen Pflanzen und fantasievollen Tierskulpturen. Sie sind humorvolle Anspielungen auf die Menschen aus Lady Londonderrys Umfeld. Vom Shamrock Garden über den Sunken Garden und Woodland Garden bis hin zum Garten mit urwüchsigen Baumfarnen ihre Fantasie schien keine Grenzen zu kennen. Die prä
"Magische Gärten", "Mount Stewart." In Nordirland liegt der herrschaftliche Sitz der Familie Stewart. Das prächtige Anwesen besticht durch ein traumhaftes neoklassizistisches Herrenhaus und grandiose Gärten. Lady Edith Londonderry eine englische Lady, die im Ersten Weltkrieg viel geleistet hatte schuf dort ohne die Hilfe von professionellen Landschaftsarchitekten 1921 einen Ort des Friedens, weit weg von London und ihren gesellschaftlichen Pflichten. Sie empfing hier regelmäßig bedeutende Persönlichkeiten wie Winston Churchill oder James Ramsay MacDonald. Ihre Gäste sollten in der phantasievollen Anlage die Schrecken des Krieges vergessen können.