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TV-Kritik/Review: About a Boy
(20.03.2014)

Von den diversen Nick-Hornby-Verfilmungen ist "About a Boy" die erfolgreichste. Die Umsetzung des gleichnamigen Romans von 1998, Hornbys dritter, rangiert noch vor "High Fidelity" und den beiden "Fever Pitch"-Filmen, von denen die US-Version sogar als gescheitert gilt. Auch die jüngste Hornby-Umsetzung, "A Long Way Down", kann wenig überzeugen. Wenn nun also
Jason Katims ist vor allem bekannt als Autor, Produzent und Regisseur von
Katims jedenfalls hievte die Hornby-Erzählung nun als Single-Camera-Comedyserie ins NBC-Programm, verlegte den Schauplatz von London nach San Francisco (das hier ganz anders rüberkommt als in HBOs 
Katims' Konzept sieht nämlich anders aus: Er scheint den Roman als Blaupause zu nehmen, um Folge für Folge aufs Neue von der unwahrscheinlichen Freundschaft zwischen Lebemann und Nerd-Knabe zu erzählen. Geht das dramaturgisch auf? US-Kritiker haben bemängelt, dass Will zu Beginn jeder Folge wieder jener rücksichtslose Hallodri ist, der dann erst eine Erfahrung machen muss, in der er Verantwortung übernimmt, bis dann in der nächsten Epsidoe wieder alles auf null gestellt wird. Vordergründig stimmt das: So soll Will in Folge zwei auf Marcus aufpassen, doch er nimmt ihn mit auf die mondäne Poolparty des Rappers Lil Jon und möchte jeden Eindruck vermeiden, er habe etwas mit dem bleichen Knirps zu tun - bis er ihm am Ende doch dabei hilft, die Angst vorm Fünfmeterturm zu verlieren. Und in Folge drei verhält sich Will besonders kindisch. Er lehnt sogar das Angebot Andys ab, Pate seines dritten Kindes zu werden - am Ende aber erweist er sich als einfühlsamer Babysitter.
Dramaturgisch grüßt also das Murmeltier, doch bei genauerer Betrachtung ist es dann eben doch nicht so, das in jeder Folge alles beim Alten beginnt: Die Freundschaft von Marcus und Will festigt sich, und auch das Verhältnis zu Fiona ändert sich - als die moralische Mutter mit Wills Hilfe bei einem Vorstellungsgespräch flunkernd ans Ziel gelangt. Man darf sogar sagen, dass die episodenweise Variation des Plot-Schemas "lasterhafter Typ lernt allmählich, Verantwortung zu übernehmen" glaubhafter ist als das einmalige Durchexerzieren dieser Erzählung im Roman oder Kinofilm, denn: Ist es nicht so im Leben? Kleine Schritte, Rückfälle, weitermachen und wieder abgleiten in alte Muster? Womöglich aber blieb Katims ohnehin nichts anderes übrig, um Hornbys Plot an die Konventionen einer Comedyserie anzupassen.
Die Änderungen, die er sonst noch vornimmt, sind jedenfalls enttäuschender, denn sie machen die Figuren flacher als nötig. Will zum Beispiel ist jetzt selbst der Komponist des Songs "Runaway Sleigh", von dessen Tantiemen er lebt. Die Romanfigur lebte noch von der Komposition des Vaters, konnte sich also noch nicht einmal auf eine einzige geglückte Lebensleistung berufen. Der Serien-Will wirkt so "tüchtiger" als noch die Grant-Figur. Auch Fiona wirkt glatter: Im Roman war sie depressiv, unternahm Selbstmordversuche. Verständlich zwar, dass das für eine Comedyserie zum bloßen Heulkrampf heruntergedimmt wurde - dem prekären Verhältnis von Will, Fiona und Marcus nimmt das trotzdem die Spitze. Abzuwarten bleibt noch, ob die anderen Figuren des Romans ihren Weg in die Serienerzählung finden werden - das Grunge-Girl Ellie als Bezugsperson für Marcus und die alleinerziehende Rachel, die Will in den Hafen der Beziehungszweisamkeit lotst -, oder ob es Katims bei seinem zentralen Figurentrio belässt, weil ihm das reicht für seine Variationen aufs Freundschaftsthema.
Die ersten Folgen halten jedenfalls gut bei Laune: Der Dialogwitz stimmt, die Darsteller harmonieren gut, und die Ausbeute an Gags ist hoch - nicht nur, wenn das geplagte Ehepaar Andy und Laurie eine unverhoffte, ungestörte Zweisamkeit nicht zum Sex nutzt, sondern zum
Dieser Text basiert auf der Sichtung der ersten drei Episoden von "About a Boy".
Gian-Philip Andreas
© Alle Bilder: NBC
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