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TV-Kritik/Review: American Odyssey
(18.05.2015)

Es ist kein guter Tag für Sergeant Odelle Ballard (Anna Friel). Die Offizierin ist als Teil einer Task Force in Mali stationiert. Zunächst stößt sie bei der Aushebelung einer Gruppe von Terroristen auf eine Computerdatei, die beweist, dass ein US-Konzern einen Millionenbetrag an die islamistische Terrororganisation überwiesen hat. Sie schafft es gerade noch, das belastende Material auf einen Flash-Stick zu übertragen, bevor eine Einheit des privaten Militärdienstleisters OSELA hereinstürmt und den Laptop beschlagnahmt. Doch nachts fällt Ballards Einheit urplötzlich einem Luftangriff zum Opfer. Das einzige weibliche Mitglied überlebt nur, weil sie sich gerade zum Austreten von ihren Kameraden entfernt hatte. Von dort beobachtet sie, wie die gleichen Männer an der Stelle des Angriffs auftauchen, die kurz vorher das Material der Terroristen sichergestellt hatten. Es gelingt ihr gerade noch, einen Notruf abzusetzen, bevor ihre Flucht vor den angeblichen Verbündeten beginnt - und damit ihre Odyssee durch die malische Wüste. Am Ende der Auftaktfolge ist sie bereits - als Mann getarnt - in die Hände einer Gruppe von Tuareg gefallen, die sie der Terrorgruppe Ansar Dine ausliefern wollen.
Das ist jedoch nur einer von mindestens drei Handlungssträngen, die NBCs Frühjahrsserie
Im derzeitigen Programm der großen US-Fernsehnetworks wirkt "American Odyssey" wie ein Fremdkörper. Statt eskapistischer Crime-Procedurals oder Superheldenverfilmungen wagt sich NBC hier ausnahmsweise einmal an eine Dramaserie mit ebenso aktuellen wie brisanten politischen Themen. Von internationalem islamistischen Terrorismus über staatliche Überwachungspraktiken bis zu Globalisierungskritik und den Auswirkungen der Finanzkrise auf Griechenland ist fast alles dabei. Positiv ist auch, dass die USA hier nicht wie in den allermeisten Serien aus diesem Land als gerechte Weltpolizei dargestellt wird, sondern an ihrem Militär, privaten Sicherheitsunternehmen und der Welt des Big Business kaum ein gutes Haar gelassen wird. Lediglich einige wenige "Aufrechte" stehen alleine gegen die Übermacht dessen, was Linke früher gerne den militärisch-industriellen Komplex nannten.
Gegen die Odyssee Ballards durch Mali fallen die anderen Handlungsstränge deutlich ab. Am wenigsten überzeugt die Unternehmensgeschichte um den recht farblos bleibenden Peter Facinelli. Diese erschöpft sich in Elementen, die man schon (zu) oft in Spionagefilmen oder -serien gesehen hat, wie etwa dem klischeehaften Überfahren eines wichtigen Informanten gleich zu Beginn der Serie. Etwas spannender ist da schon die Substory um den Globalisierungsgegner und seinen neuen Hackerfreund, auch wenn letzterer allzu stereotyp gezeichnet wird: Natürlich lebt Bob noch bei seiner Mutter, wirkt paranoid und sozial inkompetent und verlässt sein Zimmer nur, wenn absolut nötig. Und dann ist da noch die zu Hause zurückgebliebene Familie der US-Soldatin: Während sich ihr Ehemann Ron (Jim True-Frost, der glücklose Polizist und spätere Mathelehrer "Prez" aus
Alles in allem ist die Serie jedoch durchaus ein kleiner Lichtblick im Programmeinerlei von NBC & Co. Ihren Platz im Mainstreamfernsehen kann und will sie zwar nie verleugnen, trotzdem hat sie wahrscheinlich mehr Bezug zu der Welt, in der wir gegenwärtig leben, als der Rest der derzeitigen Network-Serien zusammen. Klar wirkt das Zusammenspiel der vielen mehr oder minder zusammenhängenden Handlungsstränge oft holprig, manche vermeintlich überraschende Wendung vorhersehbar oder konstruiert. Dem Unterhaltungswert leistet das aber keinen Abbruch. Relevante Grundthemen, eine tolle Hauptdarstellerin und packende Bilder machen "American Odyssey" zu einer kurzweiligen Serie, bei der man zudem sein Gehirn vorher nicht ausschalten muss - was im derzeitigen US-Networkfernsehen schon eine Seltenheit darstellt.
Dieser Text basiert auf Sichtung der ersten sechs Episoden der Serie.
© Alle Bilder: Universal TV
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