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Die 5 besten und die 5 verrücktesten Performances von Nicolas Cage

Verrückteste Performances:

Platz 5:  "Bad Lieutenant - Cop ohne Gewissen" (2009)

Werner Herzogs surrealer Polizeifilm, laut Regisseur kein echtes Remake von Abel Ferraras  Kultstreifen gleichen Namens, ist die perfekte Spielwiese für den enthemmten Cage. Als drogensüchtiger Ermittler, der in einem Mordfall ermittelt und durch die Südstaatenmetropole New Orleans stolpert, gibt der Schauspieler dem Affen ordentlich Zucker. Ständig irre dreinblickend und die Gesichtsmuskeln bis zum Anschlag dehnend, macht er durch seine immer schiefer werdende Körperhaltung auch das Rückenleiden der Hauptfigur regelrecht physisch spürbar. Unvergesslich ist nicht zuletzt eine Szene, in der Cages zugedröhnter Cop, sich fahrig rasierend, hinter einer Tür zum Vorschein kommt und zwei Frauen brutal in die Mangel nimmt. Unter Garantie wurde hier fleißig improvisiert, was zu den großen Talenten des instinktiven Mimen zählt.

Platz 4:  "Mandy" (2018)

Geht es in Panos Cosmatos' ästhetisch aufregendem Horrorthriller anfangs noch recht beschaulich zu, legt der von Nicolas Cage gespielte Forstarbeiter Red Miller nach der Ermordung seiner Freundin Mandy (Andrea Riseborough) durch eine irre Hippie-Sekte ungefähr zur Hälfte alle Fesseln ab. Die Verwandlung in einen mythisch angehauchten Racheengel, der mit einer selbstgeschmiedeten Axt und einem Bogen Jagd auf die Täter macht, kostet der Hauptdarsteller mit jeder Faser seines Körpers aus. Schon der Augenblick, in dem Red in einem orangefarbenen Badezimmer Hochprozentiges zu sich nimmt und seine Trauer in die Welt hinausschreit, ist echtes Overacting-Gold.

Platz 3:  "Deadfall" (1993)

Dieses ein wenig in Vergessenheit geratene Krimidrama gilt gemeinhin als künstlerischer Flop - mit einer Ausnahme: Nicolas Cage in der Rolle des durchgedrehten Gangsters Eddie. Mit einer absurd aussehenden Perücke und einem schrägen Akzent ausgestattet, versprüht der unberechenbare, seine Dialogzeilen betont sonderbar vortragende Darsteller bei jedem seiner Auftritte eine wahnwitzige Energie. Warum er dermaßen übertreiben durfte? Wahrscheinlich, weil sein Bruder Christopher Coppola auf dem Regiestuhl saß. Abermals zum Besten geben konnte Cage den bizarren Eddie in der Direct-to-Video-Produktion  "Arsenal" aus dem Jahr 2017.

Platz 2:  "Vampire's Kiss" (1988)

Ein Literaturagent wird von einer verführerischen Frau gebissen und ist der Meinung, sich in einen Vampir zu verwandeln. Wenn das kein Stoff für beste Nicolas-Cage-Extravaganzen ist!? In der von Robert Bierman inszenierten schwarzen Komödie testet der unerschrockene Mime die Grenzen seiner Profession aus. Seiner Figur verleiht er herrlich überzogene Manierismen, die ebenso verwirren wie der in der Originalfassung hörbare pseudo-englische Akzent. Noch dazu ließ er Schauspieltechniken aus dem von ihm sehr geschätzten deutschen Stummfilmexpressionismus in seine Interpretation einfließen. Was "Vampire's Kiss" außerdem berühmt-berüchtigt macht: Beim Dreh bestand Cage darauf, lebende Kakerlaken zu verspeisen - ein Method-Acting-Move, den er heute bereut.

Platz 1:  "Wicker Man - Ritual des Bösen" (2006)

Erwartbar, aber einfach unvermeidlich! Cages Performance in Neil LaButes übel verrissenem Remake von Robin Hardys bizarrem Horrorklassiker  "The Wicker Man" (1973) steht exemplarisch für die von ihm so gerne zelebrierten wilden Gefühlsausbrüche. Die Geschichte um einen Polizisten, der auf einer abgelegenen Insel ein vermisstes Mädchen sucht und dort in die Fänge einer sektenartigen Gemeinschaft gerät, bietet dem Hauptdarsteller zahlreiche Gelegenheiten, mimisch und akustisch in die Vollen zu gehen. Bekanntheit erlangte vor allem der "Not the Bees!"-Moment, den selbst viele Menschen kennen, die den Film nie in Gänze gesehen haben. Der Grund: In den 2000er-Jahren entwickelte sich um Nicolas Cage ein regelrechter Meme-Kult, bei dem seine verrücktesten Schauspielentgleisungen online seziert und möglichst lustig aufbereitet wurden. Gleichwohl gilt auch für "Wicker Man - Ritual des Bösen": Die Hingabe an seine Rolle kann man dem gleichzeitig als Produzent involvierten Hollywood-Akteur keineswegs absprechen.



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Über den Autor

  • Christopher Diekhaus
Christopher Diekhaus, Jahrgang 1985, erlebte seine TV-Sozialisation in den 1990er-Jahren. Seine echte Liebe für den Flimmerkasten entbrannte allerdings erst gegen Ende der Schulzeit. Nach seinem Studium landete er zunächst in einer Film- und Fernsehproduktionsfirma. Seit 2013 schreibt Christopher als Freiberufler Film- und Serienkritiken. Das Portal fernsehserien.de unterstützt er seit Ende 2019. Im Meer der Veröffentlichungen die Perlen zu entdecken – diese Aussicht spornt ihn immer wieder an. Insgeheim hofft er, irgendwann eines seiner in der Schublade liegenden Drehbücher zu verkaufen. Bis er den Oscar in Händen hält, sichtet und rezensiert er aber weiter fleißig die neuesten Serien.
Lieblingsserien: Devs, Lass es, Larry!, Severance

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