Die Handlung orientiert sich an der Versuchsanordnung des Stanford-Prison-Experiments: Eine Gruppe von 20 - in Stanford 24 - Männern wird zufällig in "Gefangene" und "Wärter" eingeteilt. Zwei Wochen lang sollen die Teilnehmer in einem Scheingefängnis ausharren, das in einem umgebauten Flur im Keller einer Universität eingerichtet ist. Die Gefangenen müssen grundlegende Rechte und Freiheiten aufgeben. Sie werden desinfiziert, erhalten nummerierte Kittel und werden zu dritt in enge Zellen gepfercht. Als sie sich gegen Erniedrigungen und Schikanen wehren, reagieren die Wärter bereits in der ersten Nacht mit brutaler Härte. Während das reale Experiment in Stanford wegen zunehmender Aggressionen der Wärter und wachsender Abstumpfung der Gefangenen nach kurzer Zeit abgebrochen wurde, steigern Drehbuch und Film die Situation weiter. Sie zeigen, wie Macht, Gehorsam und Gewalt die Versuchspersonen bis an ihre Grenzen und darüber hinaus treiben. Oliver Hirschbiegels Kinodebüt ist ein verstörender Psychothriller über Rollenverhalten, Autorität und soziale Isolation, basierend auf Mario Giordanos Roman "Black Box" und dem Stanford-Prison-Experiment von 1971. Anfangs scheint die Studie kontrolliert, doch bald eskalieren Macht, Angst und Demütigung. Das reale Experiment gilt als einer der berühmtesten Versuche der Psychologie. Jedoch standen Versuch und Ergebnisse zunehmend in der Kritik und stehen es nach wie vor aufgrund mangelnder Wissenschaftlichkeit.
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