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Die Kunst zu gewinnen - Moneyball

(Moneyball) USA, 2011

2011 Columbia TriStar Marketing Group, Inc. All rights reserved. Lizenzbild frei
  • Platz 337069 Fans  58%42% jüngerälter
  • Wertung3 76193.00Stimmen: 3eigene Wertung: -

Filminfos

02.02.2012
Deutsche Erstausstrahlung: 24.11.2012 (Sky Cinema)
Das mögen Sportfans: Nobody-Mannschaft bringt eine Saison lang die Liga-Routine durcheinander. Die reichen Clubs und ihre sorgfältig austarierten Equipen mit Stars auf allen Positionen werden von «armen» Teufeln herausgefordert, die weiter nichts als ihre Spielfreude in die Waagschale werfen können. Für einen Augenblick glaubt man tatsächlich: Jeder kann es schaffen, bevor dann die Routine wieder einsetzt, der Markt spielt, die reichen Clubs das Überraschungsteam am Ende der Saison ausweiden und die Wunderkinder vom Profisportzirkus absorbiert werden.
Auch das Genre des Sportfilmes lebt von solch dramatischen Läufen. Realisiert von gebrochenen Gestalten, die sich nach einer Phase der Lethargie wieder aufrappeln und dann, oft im Verbund mit jungen Aussenseitern, gegen jede Chance zum Sieg emporschwingen. So gesehen bietet «Die Kunst zu gewinnen - Moneyball» von Bennett Miller wenig Neues. In diesem nach einer wahren Begebenheit erzählten Film spielt Brad Pitt Billy Beane, den Manager des hoffnungslos unterfinanzierten Baseball-Teams der Oakland Athletics. In jungen Jahren war Beane als Spieler ein hoffnungsvolles Talent und zerbrach an den Erwartungen. Jetzt, heimgesucht von seinem frühen Misserfolg, einer zerbrochenen Ehe und einer entfremdeten Tochter, sucht er nach Erlösung, indem er als General Manager sein Team auf die Erfolgsschiene bringt.
Die Chancen, diesen Traum mit den Oakland A's zu verwirklichen, stehen aber schlecht - so schlecht etwa wie die Chancen, nach diesen Vorgaben einen spannenden Film zu drehen. einen Film, der zudem den an Baseball notorisch desinteressierten Rest der Welt begeistert. Ähnlich wie Beane aber schafft auch Regisseur Bennett Miller mit «Moneyball» die Überraschung. Und dies, obwohl er die in anderen Sportfilmen jeweils zentrale grosse Motivationsrede auslässt, die sonst gern ins Bild gesetzten Aufbautrainings meidet und für die überkochende Stimmung während Schicksalsspielen nicht viel übrig zu haben scheint.
Stattdessen dominieren hitzige Rededuelle in anonymen Büroräumen und Sitzungszimmern. Zu bereden haben die involvierten Herren dann tatsächlich einiges. Denn Beane zettelt zusammen der heimlichen Hauptfigur des Filmes, dem Analytiker Peter Brand , gerade eine Revolution an. Nachdem die Oakland A's 2001 einmal mehr in den Play-Offs scheitern und zu wenig Geld zur Verfügung steht, um am Saisonende die besten Spiel halten zu können, ist für Beane die Zeit für radikales Umdenken gekommen.
Der käsige Yale-Abgänger Brand, der von Baseball wenig Ahnung hat, weist ihm den Weg. Der Nerd hat ein Analyseprogramm von Baseballspielern weiterentwickelt, anhand dessen Beane nun ein neues Kader für die Saison 2002 zusammenstellt. Nach diesen Massgaben heuert Beane aussortierte oder gar teilinvalide Profis an. Nicht nur die übergangenen Scouts toben, auch Trainer Art Howe macht Stunk, und auch dem Sportsfreund stehen die Haare zu Berge. Kann es denn sein, dass blosse Statistik und nicht auch individuelles Bauchgefühl über Aufstellungen entscheidet? Fördert nicht genau diese Entwicklung die Planbarkeit von Ergebnissen und die Übergabe des Spiels in die Hände von Technokraten und Eventmanagern?
Bennett Miller nimmt hierzu keine Stellung. Stattdessen verlagert er den Fokus auf ein anderes Feld. Auch hier kämpfen Aussenseiter gegen mächtige Traditionalisten und setzen dabei alles auf eine Karte, mit der sehr reellen Gefahr, alles zu verlieren. Bloss jonglieren diese Player statt mit Bällen mit Zahlen, und es macht Spass, Jonah Hill - diesen nach wie vor unterschätzten Schauspieler - dabei zu beobachten, wie er sich als Peter Brand mit Fortlauf der Saison hinter dem Computer richtiggehend in einen Spielrausch steigert.
Regisseur Bennett Miller mag das sattsam bekannte «wer wagt, gewinnt» zum x-ten Mal durchkauen. Doch der Perspektivenwechsel, das Duell auf ungewohntem Terrain und mit unerwarteten Protagonisten machen «Moneyball» zum Volltreffer.
(SRF)
Am Set des Dramas "Herz aus Eisen" gab es ordentlich Zoff: Brad Pitt geriet Berichten zufolge mit seinem Co-Star Shia LaBeouf ("Nymphomaniac") aneinander. Letzterer vertiefte sich wohl so sehr in seine Rolle als amerikanischer Soldat im Schützengraben, dass er wochenlang auf das Duschen verzichtete und sich zudem angeblich selbst einen Zahn zog. Auch Regisseur David Ayer ("End of Watch") soll von den Allüren seines ambitionierten Stars sehr genervt gewesen sein. Der Film, der kurz vor dem Kriegsende 1945 eine amerikanische Panzerbesatzung auf ihrer Mission an der Front begleitet, startet am 27. November in den deutschen Kinos.
(ProSieben)

Die Kunst zu gewinnen - Moneyball Streams

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