Erfolgreicher Spätwestern von Martin Ritt aus dem Jahr 1967 nach einem Roman von Elmore Leonard. Paul Newman spielt in diesem Film den Weißen John Russell, der von Apachen aufgezogen wurde. Er erbt von seinem Vater eine Pension in der Kleinstadt Sweetmary und während er mit einer Postkutsche im östlichen Arizona unterwegs ist, wird die Fahrgemeinschaft plötzlich von Banditen überfallen ... Der Weiße John Russell ist von Apachen großgezogen worden. Er hat sich ihre Lebensweisen angeeignet, hat Rassismus am eigenen Leib erfahren und möchte nicht mehr unter Weißen leben. Auch als er erfährt, dass sein leiblicher Vater gestorben ist und er nun eine kleine Pension in der Kleinstadt Sweetmary erbt, möchte er diese lieber gegen eine Pferdeherde eintauschen. Um den Handel perfekt zu machen, will Russell in die nächst größere Stadt fahren und trifft in der Postkutsche auf eine interessante Reisegemeinschaft. Außer Russell fahren Jessie, die nun arbeitslose Pächterin der Pension, Audra, Sheriff Braden, Billy Lee Blake und seine gelangweilte Frau Doris, Dr. Favor, seine Gemahlin und der unsympathische Cicero Grimes und Mendez, der Kutscher mit. Kurz drauf hören sie, dass sich verdächtige Reiter in der Gegend aufhalten. Sie nehmen eine andere Route und schlagen ihr Lager auf. Bald zeigen sich gravierende Probleme in der Fahrgemeinde. Grimes vergewaltigt fast Doris und Russell distanziert sich von den anderen. Als die Gruppe weiterreist, wird sie wenig später von Banditen überfallen, deren Komplize und zugleich Anführer Grimes ist. Auch Braden befindet sich unter den Ganoven. Sie rauben Geld und fliehen mit Audra als Geisel. Nun muss Russell das Gesetz selbst in die Hand nehmen ... Für Regisseur Martin Ritt war Rassismus gegen die indigene Bevölkerung in den USA eine Tragödie. Dieses Thema bildet auch den Hintergrund für "Man nannte ihn Hombre." Wie er sagt, musste er den Film mit dem weißen Film-Star Paul Newman besetzen, sonst hätte der Film nicht so viele Zuschauer erreicht. Ritt machte während seiner gesamten Karriere immer wieder Filme über gesellschaftliche Missstände, etwa Rassismus in "Die große weiße Hoffnung" oder die Stellung der Gewerkschaften in den USA in "Norma Rae - Eine Frau steht ihren Mann." "Die bestürzend realistische Studie über menschliche Verhaltensweisen in einer ausweglosen Situation macht diesen in Regie, Darstellung und Kameraleistung glänzend gestalteten Western zu einem Außenseiter der gängigen US-Tradition." (Evangelischer Film-Beobachter)...
(BR Fernsehen)
Länge: ca. 107 min.
Deutscher Kinostart: 14.04.1967
Original-Kinostart: 21.03.1967 (USA)
FSK 12
Cast & Crew
- Regie: Martin Ritt
- Drehbuch: Harriet Frank Jr., Irving Ravetch
- Produktion: Martin Ritt, Irving Ravetch, Harry Caplan, Hombre Productions
- Produktionsfirma: Twentieth Century-Fox Film Corporation
- Musik: David Rose
- Kamera: James Wong Howe, Robert Emmet Smith, Jack Martin Smith
- Schnitt: Frank Bracht
- Szenenbild: Walter M. Scott, Raphael Bretton
- Maske: Ben Nye, Lynn F. Reynolds
- Kostüme: Donfeld
- Regieassistenz: William McGarry, Christopher Seitz
- Distribution: 20th Century Fox Home Entertainment