Der 30-jährige Einzelgänger Paul hat seine Arztlaufbahn abgebrochen und ist Weinhändler geworden. Laura, 28, charmant und von unwiderstehlicher Offenheit, studiert klassischen Gesang. Um sich auf ihr Studium zu konzentrieren, zieht sie aus ihrer umtriebigen WG in eine Pension, die gegenüber Pauls Weinhandlung liegt. Die beiden extrem unterschiedlichen Menschen lernen sich kennen. Ihre Gegensätzlichkeit zieht sich an, und sie beschließen, zusammenzuziehen. Bald zeigt sich, wie schwierig das Zusammenleben ist. Manchmal ahnen sie, dass der andere die Erwartungen gar nicht einlösen kann, aber sie haben sich schon zu weit in ihre Projektionen hineingesteigert, um sich das noch eingestehen zu können. "Mocca für den Tiger" ist nur scheinbar eine heiter-melancholische Liebesgeschichte. Hinter den Alltäglichkeiten ahnt man Rabenschwarzes, hinter der harmlosen Marotte die Obsession, hinter verbindlicher Freundlichkeit die seelische Armut. Ein Film über Freiheit und wie viel davon zuträglich ist.
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