Der Küchenjunge Leon zieht aus, um den Neffen des Bischofs aus dem Gewahrsam des Barbaren Kattwald zu befreien. Wie es ihm eingeschärft wurde, sagt er stets die Wahrheit – jedoch so, dass keiner ihm glaubt. Bei der Uraufführung im Jahr 1838 am Wiener Burgtheater fiel Grillparzers Stück bei Kritikern und Publikum durch. Daraufhin zog sich Grillparzer vom Theaterleben zurück. Heute kennt jedes Schulkind das Lustspiel, in dem Grillparzer die philosophische Frage, ob man einer höheren Wahrheit zuliebe lügen darf und ob sittliche Normen unter allen Umständen gültig sind, auf vergnügliche Weise behandelt. Der österreichische Theaterregisseur Martin Kusej streicht in für ihn typischer Manier das Pessimistische in Grillparzers Lustspiel heraus: "Mein Pessimismus ist Grillparzers Pessimismus – uns erreicht keine Zuversicht mehr," sagt Kusej. Dementsprechend ist in seiner Bearbeitung auch der versöhnliche Schluss des Stücks modifiziert.
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