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TV-Kritik/Review: Funktionieren "The Conners" ohne Roseanne?

von Glenn Riedmeier (17.10.2018)
Kritik zur ersten Folge des Spin-Offs
"The Conners": Der Cast des "Roseanne"-Spin-Offs
Bild: ABC
TV-Kritik/Review: Funktionieren "The Conners" ohne Roseanne?/Bild: ABC

Die Story rund um das Comeback und das nachfolgende Zwangsende von "Roseanne" wegen eines rassistischen Tweets der Hauptdarstellerin Roseanne Barr sind beispielos. Die erste Folge der im März gezeigten neuen Staffel wurde von mehr als 25 Millionen US-Zuschauern gesehen. Die Sitcom war somit der erfolgreichste Serien-Neustart der vergangenen Season. Die Reichweite der weiteren neuen Folgen fiel naturgemäß kontinuierlich, doch "Roseanne" blieb mit konstant zweistelligen Werten weiterhin ein Riesen-Hit. Nur 72 Stunden nach Ausstrahlung der ersten Folge gab ABC grünes Licht für eine weitere Staffel, doch daraus wurde letztendlich nichts. Infolge des verhängnisvollen Tweets von Roseanne Barr hatte das US-Network ABC unmittelbar reagiert und die sofortige Einstellung der Erfolgs-Sitcom bekannt gegeben. Keine 24 Stunden hat es gedauert, bis weitere Partner abgesprungen sind und sich Castmitglieder von Barrs Äußerung distanziert haben. Zudem warfen Sender und Streamingdienste Wiederholungen der Serie "Roseanne" aus dem Programm.

Zunächst war unklar, ob und wie es weitergehen könnte, doch es dauerte nicht mal einen Monat, bis ABC grünes Licht für eine Fortsetzung der Serie ohne die Titelgeberin Roseanne Barr gab. Der langjährige Sitcom-Star hat nach einer Vereinbarung mit Werner nun keinerlei Anspruch mehr auf eine Gewinnbeteiligung oder auf eine andere Form der Mitwirkung an der neuen Serie. Das Spin-Off "The Conners" erzählt die Geschichte der Familie aus der fiktiven US-Kleinstadt Lanford weiter - ohne ihr weibliches Oberhaupt. Von Roseanne Barr abgesehen sind sämtliche Castmitglieder wieder an Bord. Nachdem ABC im Vorfeld ein großes Geheimnis daraus machte, wie Roseanne aus der Serie geschrieben wird, konnten sich die US-Zuschauer am 16. Oktober 2018 in der ersten Folge des Spin-Offs selbst ein Bild davon machen.

Roseannes Mutter Beverly (Estelle Parsons), Tochter Darlene (Sara Gilbert) und Schwester Jackie (Laurie Metcalf) (Bild: ABC)

Der Schriftzug des "The Conners"-Logos ist identisch zum früheren "Roseanne"-Schriftzug und die Serie spielt weiterhin in der altbekannten Kulisse - insofern fühlt man sich als langjähriger Zuschauer direkt wieder zu Hause. "Oma Roses Beerdigung ist jetzt drei Wochen her", erfahren wir in den ersten Sekunden der ersten Folge von Darlenes Sohn Mark (Ames McNamara). Familie Conner, inklusive Roseannes Mutter Beverly (Estelle Parsons) und Roseannes bester Freundin Crystal (Natalie West), sitzt am Esszimmertisch und verspeist die Aufläufe, die sie als Kondolenzgeschenke erhalten hat. Dass "The Conners" trotz des Todesfalls der früheren Hauptfigur weiterhin eine Sitcom ist, wird unmittelbar in den ersten Minuten klar. Beverly sagt: "Keine Mutter sollte ihr eigenes Kind beerdigen müssen", woraufhin Roseannes Schwester Jackie (Laurie Metcalf) erwidert: "Mom, du bist 92 Jahre alt! Du wirst jeden von uns überleben - und dann selbst von einem Roboter beerdigt werden!" Und auf Tochter Darlenes (Sara Gilbert) Frage: "Dürfen wir derart fies lachen?" antwortet ihre Schwester Becky (Alicia Goranson) wenig später: "Ja, unangemessen zu lachen ist schließlich das, was uns Mom beigebracht hat!"

DJ (Michael Fishman) mit seiner Frau Geena (Maya Lynne Robinson) (Bild: ABC)

Neu im Cast ist Maya Lynne Robinson, die DJs (Michael Fishman) Ehefrau Geena verkörpert und anlässlich des Todesfalls für fünf Tage ihr Kriegseinsatzgebiet in Afghanistan verlassen durfte und bei Familie Conner aufschlägt. Über ihre Tochter Mary (Jayden Rey) wird geklärt, woran Roseanne angeblich gestorben ist: "Wenn du dich nicht gesund ernährst, stirbst du wie Oma Rose an einer Herzattacke", sagt sie zu Mark, nachdem der sich über Obst und Gemüse beschwert. Wenig später ruft jedoch der Gerichtsmediziner bei Jackie an und teilt ihr mit, dass der Autopsiebericht ergab, dass Roseanne in Wirklichkeit an einer Überdosis opioider Schmerzmittel gestorben ist - die gar nicht für sie gedacht waren. Nachdem in Roseannes Nachtschränkchen ein Pillenvorrat gefunden wird, der laut Aufdruck einer gewissen Marcy Bellinger verschrieben wurde, wird allmählich klar, dass Roseanne viel abhängiger war als zunächst gedacht. Später stellt sich heraus, dass sich Roseanne Tabletten von zahlreichen anderen Leuten organisiert hat - und mit Nachbarn Medikamentenreste getauscht hat, da viele sich die Zuzahlungen zu notwendigen Präparaten nicht leisten konnten. Die Überdosis an Schmerzmedikamenten führte letztendlich zu Roseannes Tod.

Die weiteren Szenen befassen sich mit den Problemen, mit denen sich die übrigen Familienmitlieder nach dem Tod von Roseanne konfrontiert sehen - wie etwa nicht gezahlte Rechnungen. Becky möchte sich weitgehend aus der Verantwortung ziehen und ihr eigenes Leben mit Dates weiterführen. Sie findet, dass Darlene als Mutter zweier eigener Kinder eher dafür geeignet ist, das Familienleben zu meistern und sieht sich selbst nach den Erfahrungen mit dem Tod ihres Mannes Mark nicht in der Lage, diese Tortur noch einmal durchzumachen.

Becky (Alicia Goranson, l.) und ihre Schwester Darlene (Sara Gilbert, r.) (Bild: ABC)

Jackie ist seit dem Tod ihrer Schwester bei den Conners eingezogen und hat deren Pflichten übernommen. In einem Anflug von Putzwahn (und als Ablenkung von der Trauer) will sie die Küche auf Vordermann bringen. "Ich weiß nicht, wohin ich gehöre. Ich will dieses Haus nicht mehr verlassen", sagt sie zu Darlene unter Tränen. Witwer Dan (John Goodman) schläft seit dem Tod seiner Frau nicht mehr im Ehebett, sondern auf der Wohnzimmercouch und tröstet sich mit Alkohol in der nahegelegenen Bar. Darüber hinaus fühlt er sich überfordert, als ihn Darlenes Sohn Mark um Rat bittet, weil der sich zu anderen Jungen hingezogen fühlt. Am ehesten findet Darlene Zugang zu ihrem Vater und spricht mit ihm über Roseanne, während er in der Garage sein altes Motorrad auf Vordermann bringt.

Die erste Folge von "The Conners" hat keinen Vorspann, doch in der vorletzten Szene gibt es eine Referenz an die klassischen "Roseanne"-Intros. Familie Conner sitzt versammelt rund um den Esszimmertisch, während die Kamera rotiert und ein leicht abgewandeltes Musikstück im Saxophon-Sound erklingt - die Szene vermittelt: "Life must go on." In der abschließenden Szene ist dann schließlich Dan zu sehen, wie er sich nach einigem Zögern wieder in das Ehebett legt.

Dan (John Goodman) mit seiner Tochter Darlene (Sara Gilbert) (Bild: ABC)

Allgemein bleibt nach der ersten Folge festzuhalten, dass "The Conners" tatsächlich auch ohne das frühere Familienoberhaupt funktioniert. War die erste Folge des "Roseanne"-Revivals im Frühjahr gespickt mit aktuellen politischen Anspielungen, geht es im "The Conners"-Pilot nun wieder um das, was die Serie vor allem ausgezeichnet hat: Sie war nie eine reine Feelgood-Comedy, sondern befasste sich stets mit den Problemen einer Familie der unteren Mittelschicht, deren Geschichten nahegehen. Zwar vermisst man Roseannes lautstarke Punchlines und Wortgefechte, doch die übrigen Castmitglieder, deren vielfältige Charaktereigenschaften und -entwicklungen in den vielen "Roseanne"-Staffeln kontinuierlich herausgearbeitet und gefestigt wurden, tragen die Serie. "Roseanne" war schließlich auch früher keine One-Woman-Show, sondern eine starke Ensemble-Leistung. Mit der Bewältigung des Todes ihres Familienoberhaupts steht die Familie nun vor ihrer bisher größten Herausforderung - doch die neue Situation bietet für die übrigen Darsteller (allen voran Goodman, Metcalf, Gilbert und Goranson) auch die Möglichkeit, ihre Stärken noch mehr auszuspielen, was früher teilweise von der Omnipräsenz Roseanne Barrs überstrahlt wurde. Man darf also gespannt sein, ob und wie die Conners in den vorerst neun weiteren Folgen ihr Leben wieder in geordnete Bahnen zu lenken versuchen.

Ob und wo "The Conners" in Deutschland zu sehen sein wird, steht weiterhin in den Sternen. Der Vorgänger "Roseanne" sollte eigentlich im Disney Channel gezeigt werden, doch nach dem verhängnisvollen Tweet von Roseanne Barr verzichtete der Sender auf die Ausstrahlung.

Dieser Text basiert auf Sichtung der ersten Episode von "The Conners".

Meine Wertung: 4.0/5

Glenn Riedmeier
© Alle Bilder: ABC

Trailer


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Leserkommentare

  • Baphomet schrieb am 20.10.2018, 14.22 Uhr:
    BaphometDie erste Folge hat dieselbe Atmosphäre wie die letzte Roseanne-Staffel versprüht - es fehlte lediglich ein Charakter unter vielen (zumindest) gleichbedeutenden, wobei - wie Dustin bereist schrieb - im Revival schon Darlene mehr im Fokus stand als Roseanne.
  • Thinkerbelle schrieb via tvforen.de am 19.10.2018, 13.26 Uhr:
    ThinkerbelleAlso die ersten Ausschnitte aus der Serie gefallen mir bisher sehr gut:







    Dass John Goodman ziemlich abgenommen hat und sich stark verändert hat fiel mir da auch auf.
  • Dustin schrieb via tvforen.de am 19.10.2018, 00.30 Uhr:
    DustinDarkDancer schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Völliger Schwachsinn. Roseanne war der Dreh und
    > Angelpunkt fer Serie. Ohne Roseanne wird die Serie
    > nicht funktionieren.

    Bereits im Revival letztes Jahr war der Dreh und Angelpunkt Darlene, nicht Roseanne und die erste Folge von The Conners war gut, Roseanne fehlte kein bisschen.
  • Snake Plissken schrieb via tvforen.de am 18.10.2018, 20.53 Uhr:
    Snake PlisskenMadita7 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Mal leicht off-topic: Auf den paar Bildern, die
    > ich gesehen habe, ist mir aufgefallen, wie alt und
    > eingefallen John Goodman aussieht, richtig
    > erschreckend. Vor einem Jahr hat er in Skull
    > Island noch einen deutlich besseren Eindruck
    > hinterlassen.

    Das ist mir schon vor einer Weile aufgefallen.
    Aber er hat ja vor einigen Jahren seine Alkoholabhängigkeit öffentlich gemacht und ist seitdem auf Entzug, außerdem hat er reichlich an Gewicht abgenommen.
    Ich habe sein jetziges Aussehen darauf zurückgeführt und hoffe, das es nichts schlimmeres ist.

    Snake
  • andreas_n schrieb via tvforen.de am 18.10.2018, 20.51 Uhr:
    andreas_nMadita7 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Mal leicht off-topic: Auf den paar Bildern, die
    > ich gesehen habe, ist mir aufgefallen, wie alt und
    > eingefallen John Goodman aussieht, richtig
    > erschreckend. Vor einem Jahr hat er in Skull
    > Island noch einen deutlich besseren Eindruck
    > hinterlassen.

    Was ein Bart alles bewirken kann. ;)
  • Madita7 schrieb via tvforen.de am 18.10.2018, 20.39 Uhr:
    Madita7Mal leicht off-topic: Auf den paar Bildern, die ich gesehen habe, ist mir aufgefallen, wie alt und eingefallen John Goodman aussieht, richtig erschreckend. Vor einem Jahr hat er in Skull Island noch einen deutlich besseren Eindruck hinterlassen.
  • DarkDancer schrieb via tvforen.de am 18.10.2018, 20.05 Uhr:
    DarkDancerVölliger Schwachsinn. Roseanne war der Dreh und Angelpunkt fer Serie. Ohne Roseanne wird die Serie nicht funktionieren.
  • Puri schrieb via tvforen.de am 17.10.2018, 23.23 Uhr:
    PuriDas wird sich für die Staffel mehr schlecht als recht halten, wäre es nicht eine Senderentscheidung gewesen wär wohl nach der einen Staffel Schluß.
    Aber so gibts wohl noch eine zusätzliche Gnadenstaffel.
 

Über den Autor

  • Glenn Riedmeier
Glenn Riedmeier ist Jahrgang '85 und gehört zu der Generation, die in ihrer Kindheit am Wochenende früh aufgestanden ist, um stundenlang die Cartoonblöcke der Privatsender zu gucken. "Bim Bam Bino", "Vampy" und der "Li-La-Launebär" waren ständige Begleiter zwischen den "Schlümpfen", "Familie Feuerstein" und "Bugs Bunny". Die Leidenschaft für animierte Serien ist bis heute erhalten geblieben, zusätzlich begeistert er sich für Gameshows wie z.B. "Ruck Zuck" oder "Kaum zu glauben!". Auch für Realityshows wie den Klassiker "Big Brother" hat er eine Ader, doch am meisten schlägt sein Herz für Comedyformate wie "Die Harald Schmidt Show" und "PussyTerror TV", hält diesbezüglich aber auch die Augen in Österreich, Großbritannien und den Vereinigten Staaten offen. Im Serienbereich begeistern ihn Sitcomklassiker wie "Eine schrecklich nette Familie" und "Roseanne", aber auch schräge Mysteryserien wie "Twin Peaks" und "Orphan Black". Seit Anfang 2013 ist er bei TV Wunschliste vorrangig für den nationalen Bereich zuständig und schreibt News und TV-Kritiken, führt Interviews und veröffentlicht Specials.