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TV-Kritik/Review: "Lodge 49": Von der Suche nach Gemeinschaft und der Sehnsucht nach Heimat

(26.08.2018)

AMCs Dramedy
Dieser Sean Dudley (Wyatt Russell), von allen nur Dud genannt, hat eine furchtbare Pechsträhne hinter sich: Bei einer Tour durch Nicaragua wurde er von einer Schlange in den Fuß gebissen, was ihn bis heute zum Invaliden macht, kurz nach seiner Rückkehr starb überraschend sein Vater (dessen Leichnam allerdings nie gefunden wurde) und danach stellte sich heraus, dass dieser seinen beiden Kindern nichts als Schulden hinterlassen hatte. Dud und seine Schwester Liz (Sonya Cassidy) verloren also auch noch Haus und Geschäft. Dud, ohnehin schon ein phlegmatischer Typ, ist seitdem endgültig zum Gammler geworden, der illegal in seinem ehemaligen Apartment schläft und seine Tage zu einem großen Teil in einem Donut-Café totschlägt. Liz meistert ihr Leben nach außen hin besser, ohne wesentlich glücklicher zu wirken. Zumindest hat sie ein festes Dach überm Kopf und einen Job als Kellnerin in der örtlichen Filiale eines Irish-Pub-Franchises. Auch der ist natürlich eher Sackgasse als Karrierechance.
Die Hoffnung für Dud, aus der Abwärtsspirale auszubrechen und sein Leben wieder auf die Reihe zu bekommen, tritt in unerwarteter Form auf: Am Strand findet er einen Ring mit einem Luchssymbol. Kurz darauf lässt ihn eine Autopanne genau vor einem Haus liegenbleiben, an dessen Fassade das gleiche Symbol prangt. Wie sich herausstellt, ist das Gebäude das Vereinshaus einer Bruderschaft, einer - allerdings nicht so ganz geheimen - Geheimgesellschaft. Dud begreift die Folge von Zufällen als Wink des Schicksals und setzt alles daran, in die Loge 49 aufgenommen zu werden.
Nicht ganz so faszinierend stellen sich die Auftaktepisoden der Serie für den Zuschauer dar. Eine Gruppe von Antihelden in einem trostlosen Umfeld, die aus ihrem deprimierenden Alltag ausbrechen wollen - das ist nun nichts Neues in der Serienlandschaft. Zumindest sind Dud und Liz zugänglicher als die Neureichen aus
Im Kern ist "Lodge 49" auch eine Serie über Heimat, über die Orte, die man nicht hinter sich lassen kann, obwohl man das Gefühl hat, in ihnen festzustecken. So zieht es Dud immer wieder zurück zu seinem längst von Fremden bewohnten Elternhaus, trotz gerichtlicher Verfügung, sich fernzuhalten. Die Erinnerungen an glücklichere Zeiten wird man halt ebenso schwer los wie die Geister der Vergangenheit. Der Blick vom Hausdach auf die davor liegende, absolut durchschnittliche Vorortstraße zeigt Dud seine ganze Welt. Ob es ihm gelingen wird, diese Welt, wenn schon nicht geografisch, dann zumindest gedanklich zu erweitern, wird trotz des durchaus vorhandenen Charmes der Serie wohl nur eine Minderheit von Zuschauern interessieren.
Dieser Text basiert auf Sichtung der ersten zwei Episoden der Serie "Lodge 49".
Marcus Kirzynowski
© Alle Bilder: Jackson Lee Davis/AMC
Die Serie "Lodge 49" wird ab dem 27. August 2018 beim Streamingdienst Prime Video veröffentlicht - an jenem Tag werden die ersten sieben Episoden der Auftaktstaffel freigeschaltet, am 31. August folgen die verbleibenden drei.
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