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Serienfinale der Erfolgscomedy nach zwölf Staffeln in den USA gelaufen
"The Big Bang Theory" geht von der Bühne
Bild: CBS
TV-Kritik/Review: So endet "The Big Bang Theory"/Bild: CBS

In den Vereinigten Staaten ist in der Nacht zum Freitag die Serie "The Big Bang Theory" nach zwölf Staffeln und 279 Episoden zu Ende gegangen. Damit ist die Comedy um "zwei Physiker, eine Kellnerin und ihren Freundeskreis" zum Abschluss gekommen. Der Wunsch von Sheldon-Darseller Jim Parsons, nach zwölf Jahren seine Rolle aufzugeben, führte vor knapp einem Jahr dazu, dass die letzte Staffel auf das Serienfinale hinarbeitete (TV Wunschliste berichtete).

Anders als etwa "Game of Thrones" hat sich der Hype um das Ende der Serie auch eher in Grenzen gehalten, obwohl die Sitcom auch weiterhin ein großer Quotenerfolg in den USA ist.

Es folgt ein Recap der letzten Doppelfolge, die in den USA am 16. Mai 2019 ausgestrahlt wurde.

Achtung! Der Artikel enthält nachfolgend Hinweise zur Handlung der ZWÖLFTEN Staffel von "THE BIG BANG THEORY". Lesen auf eigene Gefahr!

Die Freunde warten auf den erlösenden Anruf... CBS/Warner Bros. TV

Für den eiligen Leser
Für eine Serie, die den Namen "The Big Bang Theory" trägt, war das Finale überraschend ruhig. Im Zentrum stand der Abschluss der staffellangen Hoffnung von Sheldon und Amy (Mayim Bialik), für ihre Entdeckung der Super-Asymmetrie einen Nobelpreis zu erlangen: Die beiden wurden für die Ehrung ausgewählt. Auf dem Weg zur Verleihung im schwedischen Stockholm stieß Sheldon seine Freunde jedoch vor den Kopf, da er auf wichtige Neuigkeiten von ihnen sehr egozentrisch reagiert und somit auch nur den geringsten Respekt vor ihnen vermissen ließ: Auf der Reise wird bekannt, das Penny (Kaley Cuoco) ungeplant schwanger geworden ist und sich jetzt mit Leonard (Johnny Galecki) auf den Nachwuchs freut, während Howard (Simon Helberg) und Bernadette (Melissa Rauch) sich um ihre Kinder sorgen, die in der Obhut von Stuart (Kevin Sussman) verblieben sind.

CBS/Warner Bros. TV

So kommt es zum Zerwürfnis, bei dem Leonard, Penny, Howard und Bernadette fast wieder vor der Preisverleihung abreisen. Dann nehmen sie doch zusammen mit Raj (Kunal Nayyar) an der Zeremonie teil. Dort wird Sheldon die Bedeutung seiner Freunde für sich klar und er verwirft seine geplante, ausschweifende Rede für eine Danksagung an alle, die ihn unterstützt haben - neben den Figuren aus "Young Sheldon" auch seine guten Freunde und seine Frau.

In einem kurzen Nachspann bekommen die Zuschauer die Freunde zu sehen, wie sie mal wieder in der Wohnung von Leonard und Penny bestelltes Essen verzehren, nicht genug Sitzmöbel für alle haben und Sheldon und Amy ihre Nobel-Medaillen tragen: Im Leben der Gruppe wird es so schnell keine großen Veränderungen geben!


Auf dem Weg zum Finale
Die zwölfte Staffel umfasste mehrere größere Handlungsbögen. Einerseits eine Diskussion zwischen Leonard und Penny über die Frage nach gemeinsamen Kindern - Penny möchte keine, Leonard schon. Daneben ließ sich Raj darauf ein, dass sein Vater eine Ehe für ihn arrangiert. So lernt er Anu (Rati Gupta) kennen, eine Hotelfachfrau, die in einer ähnlichen Situation wie Raj steckt: Sie ist in der ersten Generation Amerikanerin, die indische Kultur ist ihr noch sehr präsent, allmählich drängt die Zeit zur Familiengründung, und in der indischen Kultur wurden arrangierte Ehen schließlich über Jahrhunderte durchgeführt. Als Anu in der drittletzten Episode ein Jobangebot (mit großer Beförderung, aber Umzug nach London) erhält, zerbricht die Beziehung: Raj ist letztendlich nicht bereit, für eine potentielle Zukunft die aktuellen Freundschaften aufzugeben - zumal Howard eine große Freundschaftsgeste vollbringt.

Ebenfalls in der drittletzten Episode besucht Leonards Mutter Beverly (Christine Baranski) ihren Sohn. Dieser muss nach einem Hoffnungsschimmer mütterlicher Liebe feststellen, dass seine Mutter dazu einfach nicht fähig ist, auch wenn sie sein Leben mittlerweile respektiert. Bittersüß ist die Aussöhnung, bei der Leonard akzeptiert, dass er von der Mutter nie das bekommen wird, was er möchte.

Sheldon und Amy haben ihre Theorie der Super-Symmetrie widerlegt gefunden. Aus der Asche bildeten sie die Theorie der Super-Asymmetrie, die den Nobelpreis bringen könnte. Allerdings taucht dann ein ebenfalls zweiköpfiges Team auf, das die Gültigkeit der Theorie mit einem Experiment nachweisen konnte. Da aber das Nobel-Komitee immer maximal drei Personen pro Entdeckung würdigt, kommt es zum Wettstreit mit Dr. Kevin Campbell (Kal Penn) und Dr. Greg Pemberton (Sean Astin). Der verschärft sich, als offenbar wird, dass die beiden nicht die geringste Ahnung haben, den Nachweis nur zufällig und ungeplant bei einem anderen Experiment geführt hatten und zudem arrogante Aufschneider sind. Letztendlich zerstreiten sich die Konkurrenten und diskreditieren sich gegenseitig, so dass nur Amy und Sheldon als Kandidaten verbleiben.


Das Finale
Wie schon erwähnt ist das zweiteilige Finale sehr unaufgeregt gehalten. Es beginnt mit dem nächtlichen Warten auf den erlösenden Anruf, ob Amy und Sheldon den Nobelpreis erhalten. Als der Anruf kommt, ist die Freude zunächst groß.

In Sheldon löst die plötzliche Berühmtheit - mit "Paparazzi", die vor der Wohnungstür auf ein erstes Statement der neuen Preisträger warten, und weiteren Interviewanfragen - enormen Stress aus. Amy ist unglücklich über das Foto, das die Meldung über ihre Auszeichnung begleitet. Raj unternimmt mit ihr ein Makeover, aus dem sie mit einer modischeren Brille, einer aufwändigeren Frisur, stilsicherer Kleidung und viel Selbstvertrauen hervorgeht: Eine weitere Veränderung, die Sheldon an den Rand eines kleinen Zusammenbruchs bringt. Es ist Penny, die mit Sheldon ein Gespräch über die einzige Konstante im Universum führt: "Veränderung".

Beispiel für einen zurückgekehrten Gaststar: Bert passt auf Rajs Hund Cinnamon auf, während Raj nach Stockholm fliegt. CBS/Warner Bros. TV

In der Folge tauchen auch mehrere alte Bekannte auf - allerdings eher in der Form von Cameos. Hier wird nicht angelegt, wie es mit den Figuren nach dem Serienfinale weitergehen wird. So geben sich Kripke (John Ross Bowie), Geologe Bert (Brian Posehn) und Uni-Präsident Siebert (Joshua Malina) die Ehre. Zahlreiche weitere Figuren werden erwähnt, da sie Amy und Sheldon ihre Glückwünsche texten. Als kleiner Bonus wird in der Folge auch der Fahrstuhl im Haus repariert.

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Leserkommentare

  • User 565225 schrieb am 19.05.2019, 08.22 Uhr:
    User 565225Ich habe die ganze Staffel schon geschaut und lirbe das Ende...sogar ein paar Tränen sind geflossen ;-)
    Aber der Spoiler Hinweis oben im Text untertreibt: das sind keine „Hinweise“ zur Handlung - das ist ein ziemlich umfassender recap der kompletten Staffel.
  • SabrinaP_1994 schrieb am 18.05.2019, 11.25 Uhr:
    SabrinaP_1994Der Schauspieler, der Amy und Sheldon die Medaillen umhängt, hat tatsächlich eine gewisse Ähnlichkeit mit dem schwedischen König. :)
  • mynameistv schrieb am 17.05.2019, 16.44 Uhr:
    mynameistvIch hätte das Ende eher so gestaltet: Sheldon wird endgültig Wahnsinnig (man stellte fest, dass die psychologischen Tests aus der Kindheit absichtlich nicht korrekt ausgewertet wurden, da niemand Sheldon behandeln wollte) und zum Superschurken, auch wenn er sich einbildet, er wäre eher ein Superheld und eine Bereicherung und löscht zum Wohle der Menschheit die Menschheit aus. Die Freunde (auch Sheldon. Er konnte ja nix dafür, dass er wahnsinnig wurde) treffen sich im Jenseits wieder, diskutieren natürlich darüber was passierte und in welchen Filmen so etwas schon mal vorkam, sehen eine Tür über der in Leuchtbuchstaben "Exit" steht, öffnen diese, ein buntes Leuchten strahlt heraus, so bunt, wie im Vorspann von Marvel, auch das Thema erklingt dazu, staunen...alle sagen gleichzeitig: "Excelsior!" und gehen durch. Die Tür fällt zu...Abspann!