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TV-Kritik/Review: The Knick
(22.09.2014)

Dr. J. M. Christiansen (Matt Frewer,
So spektakulär beginnt
Nach dem unglamourösen Abgang von Dr. Christiansen kommt Dr. John Thackery (Clive Owen) als neuer Chefchirurg ans "Knick". Er ist ein ehemaliger Schüler Christiansens und somit ebenfalls ein Mann der neuen Zeit und eines streng wissenschaftlichen Ansatzes. Er ist aber auch ein Mann der Extreme: in der Klinik ein zupackender, überzeugender Arzt, für den Zögern ein Fremdwort zu sein scheint, nach Dienstschluss ein nervliches Wrack, das sich ohne seine tägliche Dosis Kokain in ein klägliches Etwas verwandelt. Die Figur soll damit offensichtlich in eine Reihe mit den großen Antihelden der modernen Serienwelt gestellt werden, all den Don Drapers und

Konfliktpotential gibt es aber auch sonst reichlich unter der Belegschaft des Hospitals: Der Geschäftsführer Herman Barrow (Jeremy Bobb) zweigt Gelder ab, um einen Kredit an die Mafia zurückzuzahlen, und Thackery stellt die Kompetenz einer jungen Krankenschwester (Eve Hewson) in Frage - die ihm kurz darauf aber dann doch eine Drogen-Injektion verabreichen darf, damit er überhaupt wieder arbeitsfähig wird.
Die Autoren um Jack Amiel und Michael Begler (sie haben bis auf zwei alle zehn Folgen der ersten Staffel geschrieben) haben sich ohne Zweifel einiges für ihre Serie vorgenommen: spektakuläre Operationen, ambivalente Figuren, ein Vergleich zwischen der vormodernen Vergangenheit und unserer vermeintlich so aufgeklärten Gegenwart, wobei sich dann in vielerlei Hinsicht doch nicht so viel geändert hat. Das alles wirkt in den ersten beiden Folgen aber noch etwas kraftlos-bemüht, zu sehr nach dem Lehrbuch für modernes Serienschreiben. Auch ein prägnanter Regiestil ist nicht zu erkennen, obwohl oder vielleicht gerade weil Soderbergh nach seinem Rückzug aus dem Kinogeschäft alle Episoden selbst inszeniert hat. Aber er galt ja auch schon bei seinen Spielfilmen wie "Out of Sight", "Traffic" oder "Ocean's Eleven" als Chamäleon, das von einem Stil zum anderen wechselte.
Während in allen anderen Bereichen zumindest das Potential besteht, dass sich "The Knick" doch noch zu einer packenden und tiefgründigen Dramaserie entwickeln könnte, fällt ein Schwachpunkt besonders ins Gewicht: die OP-Szenen. Diese sind zwar wesentlich blutiger als etwa im auch nicht gerade anämischen "ER", aber wirken auch deutlich unrealistischer als in dieser oder anderen modernen US-Krankenhausserien. So sind die aufgeschnittenen Leiber immer sofort als Gumminachbildungen zu erkennen, was der Glaubwürdigkeit doch erheblich schadet.
Wer darüber hinweg sehen kann, bekommt zumindest eine leidlich unterhaltsame Medizinerserie der etwas anderen Art geboten, so etwas wie
Dieser Text basiert auf Sichtung der ersten zwei Episoden der Serie.
Marcus Kirzynowski
© Alle Bilder: Cinemax
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