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Streik abgewendet: Schauspieler und Produzenten einigen sich auf Tarifvertrag

Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr befanden sich die in der AMPTP organisierten Produzenten von amerikanischen Filmen und Serien mit einer Kreativen-Gewerkschaft in so schwierigen Verhandlungen, dass ein Streik drohte. Erneut konnte nun wohl in letzter Sekunde ein Arbeitskampf abgewendet werden. Am 30. Juni war der bisherige Traifvertrag zwischen AMPTP und der Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA abgelaufen. Dreimal handelten die Verhandlungsteams beider Seiten eine 24-stündige Verlängerung aus. Zuletzt traf man sich am Montag und verhandelte dann bis in die Morgenstunden des Dienstag, als die AMPTP laut THR ankündigte, dass ihr um 4.30 Uhr morgens gemachtes Angebot ihr letzter Kompromissvorschlag sei. Die Vertreter der Schauspielergewerkschaft akzeptierten. Allerdings muss nun auch noch die Gewerkschaftsführung zustimmen und den Vertrag dann ihren Mitgliedern in einer Urabstimmung zur Zustimmung vorlegen, was aber beides als Formalie gilt.
Der Tarifvertrag hat die übliche Laufzeit von drei Jahren. Laut THR wird sein Volumen auf 256 Millionen US-Dollar geschätzt, wohingegen der vorherige Vertrag wohl 200 Millionen US-Dollar an Schauspielergehältern gebracht habe.
Nach den Verhandlungen zwischen der Alliance of Motion Picture and Television Producers mit der Regisseur-Gewerkschaft DGA und der Autoren-Gewerkschaft DGA bringen die aktuellen Verhandlungen mit der SAG-AFTRA den dritten neuen, mehrjährigen Tarifvertrag in Hollywood.
Unter anderem erreichte SAG-AFTRA (Mindest-)Gehaltssteigerungen von 2,5 Prozent im ersten Jahr des neuen Vertrages und je 3 Prozent in den beiden weiteren Jahren der Laufzeit. Die "fehlenden" 0,5 Prozent aus dem ersten Jahr fließen dabei zusätzlich in den Pensionsfund der Gewerkschaft, auch in den beiden weiteren Jahren ist es noch möglich, dass die Gewerkschaft einen Teil der Gehaltsteigerung für die Pensionen umleitet.
Die Schauspieler konnten zudem in einigen Bereichen Verbesserungen erreichen. Wie schon bei den Autoren wurde eine verbesserte Vergütung für "Wiederaufführungen" im Video-on-Demand-Bereich ausgehandelt. Dazu gab es unspezifizierte Verbesserungen bei den Reisekosten sowie bei den Fragen, wie lange ein Darsteller sich unter einem Vertrag etwa mit einer Serie zur Verfügung stellen muss und ob (gerade Hauptdarsteller) andere Jobs annehmen dürfen.
Gerade Letzteres ist in der geänderten Landschaft der Fernsehindustrie wichtig: Früher war man als Serienhauptdarsteller meist für 22 Folgen pro Jahr beschäftigt, da war das Interesse an der Möglichkeit, weitere Rollen annehmen zu können allein schon aus Zeitgründen begrenzt. Doch heutzutage, bei Staffeln mit 13 bis nur acht Episoden, bleibt viel Zeit auch für mehrteilige Gastauftritte in anderen Serien.
Die SAG-AFTRA hat in diesem Jahr noch die Neuwahl des Vorstandes vor sich, die am 25. Juli beginnen und per Briefwahl bis 24. August andauern wird. Die aktuelle Präsidentin, Gabrielle Carteris (
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von Bernd Krannich














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