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Netflix-Abonnentenzahl schießt durch Corona-Krise nach oben

Einen satten Zuwachs an Abonnenten kann Netflix für das erste Quartal 2020 verbuchen. Der Streaming-Riese rechnete laut eigenen Prognosen mit einem Wachstum von 7,5 Millionen neuen Kunden. Tatsächlich konnte Netflix aber absolut beachtliche 15,8 Millionen neue Abonnenten in den ersten drei Monaten des Jahres hinzugewinnen. Das Motto "Wir bleiben zu Hause" ist für den Online-Anbieter im Angesicht der Corona-Krise zu einem äußerst profitablen Slogan geworden.
Hinzu kommt, dass zeitgleich sämtliche Produktionen von neuem Serien-Content stillstehen. Die Ausgaben bei Netflix sind also zeitgleich mit dem Zugewinn an Abonnenten drastisch gesunken. Noch ist man laut eigenen Angaben nicht an dem Punkt angekommen, wo frischer Content für die User demnächst ausgehen könnte.
Insgesamt verzeichnete Netflix weltweit 183 Millionen Kunden, was einem Zugewinn um 22,8 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahrs verspricht. Besonders stark war das Wachstum 2020 bislang in Europa, dem Nahen Osten und in Afrika, wo rund sieben Millionen Abonnenten hinzugewonnen werden konnten. Aber auch in den USA und in Kanada scheint der Markt noch nicht gesättigt zu sein, 2,3 Millionen neue Abos sprechen zumindest dagegen.
Zeitgleich hat die Netflix-Aktie in diesem Jahr bislang um rund 30 Prozent an Wert hinzugewonnen. Dies steht in starkem Kontrast zu anderen Aktien aus dem Entertainment-Bereich, da die gesamte Branche mit Umsatzeinbrüchen aufgrund der Corona-Krise zu kämpfen hat. Als Beispiel: Inzwischen übertrifft der Wert der Netflix-Aktie den der Walt Disney Company oder des Medien-Imperiums Comcast.
Dennoch lag der Umsatz im ersten Quartal für Netflix mit 5,77 Milliarden US-Dollar in etwa im Bereich der Schätzung. Der Netto-Gewinn liegt bei 709 Millionen US-Dollar, leicht unter den zuvor gesetzten Erwartungen, aber fast doppelt so viel wie zum gleichen Zeitpunkt 2019. Trotz dieses Ergebnisses zeigte sich Netflix in seinem Bericht an die Aktionäre nicht übermütig. Die Konkurrenz schläft nicht - im Streaming-Bereich schon gar nicht.
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von Ralf Döbele















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