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20-Uhr-"Tagesschau" bald 30 Minuten lang?

von Glenn Riedmeier in News national
(14.05.2025, 19.29 Uhr)
Halbstündige Testausgaben wurden bereits produziert
NDR
20-Uhr-"Tagesschau" bald 30 Minuten lang?/NDR

Hinter den Kulissen von ARD Aktuell spielt sich derzeit Spannendes ab: Wie zuerst Medieninsider und Digitalfernsehen berichteten, gibt es interne Überlegungen, die Hauptausgabe der  "Tagesschau" um 20 Uhr von 15 auf 30 Minuten zu verlängern. Zu Testzwecken wurden bereits in dieser Woche halbstündige Ausgaben produziert. Was zunächst wie ein interessantes Gedankenexperiment klingt, hätte im Fall der Realisierung massive Auswirkungen auf den gesamten TV-Markt.

Wie DWDL berichtet, geht die Idee der "Tagesschau"-Verlängerung auf ARD-Programmdirektorin Christine Strobl zurück. Diese richtete dem Medienmagazin jedoch nur aus: "Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir uns zu programmstrategischen Überlegungen sowie redaktionellen Planungen und internen Abstimmungsprozessen grundsätzlich nicht öffentlich äußern.

Sollten die Pläne tatsächlich in die Tat umgesetzt werden und die "Tagesschau" künftig von 20 bis 20.30 Uhr senden, stellt das die restlichen Sender vor große Probleme. Denn die Hauptnachrichtensendung der ARD fährt auch heutzutage nicht nur hohe Einschaltquoten ein, sondern ist an sehr vielen Tagen sogar die meistgesehene Sendung des Tages. Schon seit vielen Jahrzehnten gibt es deshalb den flächendeckenden Schulterschluss, dass die Primetime nicht nur im Ersten, sondern auch in den anderen relevanten Free-TV-Sendern in Deutschland (sowie auch in Österreich und der Schweiz) um 20.15 Uhr beginnt - wenn die "Tagesschau" vorbei ist.

Sollten die Nachrichten künftig standardmäßig bis 20.30 Uhr dauern, stünden die anderen Sender - sowohl die öffentlich-rechtliche Konkurrenz im ZDF wie auch das Privatfernsehen - vor der Frage, wie sie darauf reagieren und ob sie ihr Primetime-Programm fortan ebenfalls erst um 20.30 Uhr beginnen sollen - um mögliche Quotenverluste zu verhindern, weil Zuschauer, die nach der "Tagesschau" den Sender wechseln, ansonsten die ersten 15 Minuten stets verpassen würden.

Auch ARD-intern kommt die Idee dem Vernehmen nach längst nicht überall gut an. So spricht ein führender ARD-Kopf, der anonym bleiben möchte, laut DWDL von einer kurzsichtigen Machtdemonstration, die ohne Not zu einer Unzeit des medienpolitischen Diskurses komme. Christine Strobl selbst betrachtet ihre Pläne dagegen laut Aussagen Dritter als gezielte Stärkung der Informationskompetenz.

Es bleibt jedoch abzuwarten, ob tatsächlich geplant ist, die 20-Uhr-"Tagesschau" täglich auf 30 Minuten zu verlängern - oder nur an einem bestimmten Wochentag oder zu besonderen Anlässen. Denkbar wäre beispielsweise, dass eine verlängerte "Tagesschau" die bisherigen  "Brennpunkte" ersetzt, sofern es eine besondere Nachrichtenlage gibt. Dies wiederum könnte ebenfalls zu internen Konflikten führen, da die jeweiligen "Brennpunkte" von unterschiedlichen ARD-Anstalten verantwortet werden, während allein der NDR für die "Tagesschau" verantwortlich zeichnet.

Von ARD-Seite hat sich bislang einzig WDR-Programmdirektor Jörg Schönenborn zu diesen Überlegungen geäußert: Es ist eine Idee, die unsere Nachrichtenprogramme für den Alltag stärker öffnet. Es gibt Pflichtthemen, wenn in der Ukraine was passiert, wenn in Berlin im Bundestag etwas passiert. Aber zur Wirklichkeit des Alltags gehört ja auch, was ich in der Pflege erlebe, was ich in der Bahn erlebe, erläuterte er am Mittwochnachmittag im Deutschlandfunk. Wir werden uns das anschauen. Der Vorteil ist, dass ich mehr Informationen bekomme, dass ich mich als Durchschnittszuschauer stärker wiederfinden kann. Der Nachteil ist, dass ich mehr Zeit investieren muss. Und diese Abwägung müssen wir treffen.



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Leserkommentare

  • MrMagoo schrieb via tvforen.de am 15.05.2025, 13.32 Uhr:
    TV Wunschliste schrieb:
    --------------------------------------------------
    Es bleibt jedoch abzuwarten, ob tatsächlich
    geplant ist, die 20-Uhr-"Tagesschau" täglich auf
    30 Minuten zu verlängern - oder nur an einem
    bestimmten Wochentag oder zu besonderen Anlässen.
    Denkbar wäre beispielsweise, dass eine
    verlängerte "Tagesschau" die bisherigen
    "Brennpunkte" ersetzt, sofern es eine besondere
    Nachrichtenlage gibt. Dies wiederum könnte
    ebenfalls zu internen Konflikten führen, [...]
    Das wäre doxh sowieso alles gehopst wie gesprungen.
    15 Minuten Tagesschau reichen völlig für den notwendigen Überblick über das Tagesgeschehen, zumal einen die Berichterstattung nicht selten zermürbt. Journalismus lief bei der ARD auch schon mal besser, objektiver. Für Sondersendungen hat sich der Brennpunkt ja bewährt, ansonsten gibt es noch ausführlichere Nachrichten dann später am Abend in den Tagesthemen. Wer dann noch weitergehende Informationen benötigt, wird online fündig (Mediathek, Nachrichtenportale, usw.). Eine Halbstundentagesschau ist überflüssig.
  • Torsten S schrieb am 15.05.2025, 08.48 Uhr:
    Hätten die den soviel politisches Material? Was ich damit meine ist, dass die Tagesschau schließlich nur politische Nachrichten bringt. Wenn man umfangreich über alles informiert werden möchte, was der Tag so gebracht hat, muss man auch RTL aktuell schauen. Die Tagesschau berichtet eigentlich immer nur über die politischen Ereignisse, nur selten mal über andere Geschehnisse und das nun 30 Minuten. Nee, lasst mal. Außerdem, wie kann man diese Testausgaben produziert haben, wenn es um das Tagesgeschehen geht?
    Naja, wer es sich anschaut und dann 15 Minuten von anderen Shows, Filmen und Serien verpasst ist selber Schuld.
  • Helmprobst schrieb via tvforen.de am 15.05.2025, 08.30 Uhr:
    Halte ich für Schwachsinn, es gibt ja genug Möglichkeiten sich ausführlicher zu informieren bei Bedarf. Eben anlassbezogen mittels "Brennpunkt" oder via Tagesschau24.
    Persönlich fände ich es ärgerlich, dass - sollte das zutreffen - die Samstagabendshow dann ja erst gegen Mitternacht enden würde... Auch sämtliche Sendungen in den Dritten würden sich ja an jedem Tag nach hinten verschieben.
    Andererseits muss man aber auch sagen, dass das Fernsehen der anderen Sender nicht mehr wie in den 90er Jahren ist. Bei den meisten 20:15-Formate der Privatsender (oft zusammenhanglose XXL-Formate) ist es schlicht egal, ob man die ersten 15 Minuten sieht oder nicht. Serien oder kurze Formate finden auf dem 20:15-Sendeplatz ja kaum mehr statt. Vor 25 Jahren hätte es durchaus ein Problem sein können, die ersten 15 Minuten von "Akte X" zu verpassen oder bei "Wer wird Millionär" waren 15 Minuten mal ein Drittel der gesamten Sendung. Inzwischen dauert die Show (wie andere auch) mehrere Stunden und bei Serien - sofern sie auf Spartensendern noch stattfinden - laufenen mehrere Episoden am Stück. Was sind da 15 Minuten?
    Insofern befürchte ich, würde die Verlängerung der Tagesschau quotenmässig nicht schaden.
  • Hitparadenfan schrieb via tvforen.de am 15.05.2025, 10.26 Uhr:
    Ich meine mich zu erinneren, das es damals mal Pläne gab die "Tagesschau" auf 18.45 Uhr vorzuverlegen, wahschein auf die Reation weil die Privaten mal ihren Hauptsendebeginn auf 20 Uhr vorverlegt hatten. Dann wäre man aber wieder der "heute"-Sendung in Konflikt geraten weil die ja gleich im Anschluss gestartet wäre und so hatte man doch alles beim alten belassen.
    Aber 30 Min. finde ich übertrieben und wie schon erwähnt es gibt z.b. tagessschau24 wo man sich ausführlich informieren kann.
  • User_929455 schrieb am 14.05.2025, 23.14 Uhr:
    Hat denn ARD mal eine ihrer vielen Infratest-Umfragen dazu gemacht ob die Menschen eine 30min Tagesschau haben wollen?
  • Norbert schrieb via tvforen.de am 14.05.2025, 22.00 Uhr:
    TV Wunschliste schrieb:
    Schon seit vielen
    Jahrzehnten gibt es deshalb den flächendeckenden
    Schulterschluss, dass die Primetime nicht nur im
    Ersten, sondern auch in den anderen relevanten
    Free-TV-Sendern in Deutschland (sowie auch in
    Österreich und der Schweiz) um 20.15 Uhr beginnt
    - wenn die "Tagesschau" vorbei ist.

    Woher kommen immer diese Falschinformationen? In der Schweiz hat die Prime Time noch nie um 20.15 begonnen. Im Gegenteil: Bei gemeinsamen Sendungen, die auch gleichzeitig in Deutschland und/oder Österreich ausgestrahlt werden, müssen die Schweizer immer eine zusätzliche Sendung einsetzen, damit es mit 20.15 klappt.
  • User 1656114 schrieb am 14.05.2025, 21.56 Uhr:
    Irgendwie hat man den Eindruck, die Entscheider leben bei solchen Ideen im letzten Jahrtausend. Die 20.00-tagesschau verliert doch sowieso schon Zuschauer, weil ältere Menschen irgendwann weg sind und die jüngeren Menschen über news auf das handy viel aktueller informiert sind. Das geht mir als mid-ager genau so. Die tagesschau würde doch dann nicht bei Berichten die Mehrzeit haben, sondern bei Kommentaren und Einordnungen. Die braucht und will aber keiner. Die tagesschau sollte berichten und informieren, nicht aber Stellungnahmen irgendwelcher Politiker der Parteien präsentieren. Wer das will, kann das auf tagesschau24 oder anderen reinen Nachrichtenkanälen sehen. Ich schaue wegen solcher Befragungen von Politikern die tagesschau nicht mehr, weil ich keine Färbung oder Lenkung bei Nachrichten wünsche.
  • Tom_Cat schrieb am 15.05.2025, 12.56 Uhr:
    Richtige Einstellung. Kurze, knappe, aber mit den wichtigsten Punkten erstellte News.
    Für Meinungen hat man doch diese unzähligen und unsagbaren Talks überall.
  • Wilkie schrieb via tvforen.de am 14.05.2025, 21.46 Uhr:
    TV Wunschliste schrieb:
    Sollten die Pläne tatsächlich in die Tat
    umgesetzt werden und die "Tagesschau" künftig von
    20 bis 20.30 Uhr senden, stellt das die restlichen
    Sender vor große Probleme.
    Ich vermute, dass eher die ARD Probleme bekäme. Die Frage ist, welche Zuschauergruppe überwiegen würde: Die Zuschauer, die die Tagesschau bis 20.30 sehen und nur deshalb danach bei einem der ARD-Kanäle bleiben oder die Zuschauer, die um 20.15 Uhr genug von Nachrichten haben, mehr als 15 Minuten auch gar nicht gewohnt sind und deshalb um 20.15 Uhr zur Unterhaltung auf einen anderen Kanal umschalten. Meine Prognose: Die ARD-Wegzapper würden deutlich in der Überzahl sein, womit die ARD unterm Strich Zuschauer verlieren würde.
    Ich meine, die ARD kann ja schlecht mit was Langweiligem in der TS beginnen, dann die Spannung anziehen und nach 15 Minuten um 20.15 kommt dann ein Bericht über das highlight des Tages wie einen Rücktritt eines Ministers. Das kann man in einer Nachrichtensendung nicht machen. Nach 15 Minuten ist der Fisch geputzt und viele Leute würden umschalten. Ausnahme: Wenn an einem Tag etwas wirklich sehr Bedeutendes passieren würde, aber dann gäbe es wahrscheinlich sowieso einen Brennpunkt als verlängerte Tagesschau.
  • tom1984 schrieb via tvforen.de am 14.05.2025, 21.12 Uhr:
    TV Wunschliste schrieb:
    Schon seit vielen Jahrzehnten gibt es deshalb den flächendeckenden
    Schulterschluss, dass die Primetime nicht nur im
    Ersten, sondern auch in den anderen relevanten
    Free-TV-Sendern in Deutschland (sowie auch in
    Österreich und der Schweiz) um 20.15 Uhr beginnt
    - wenn die "Tagesschau" vorbei ist.

    Das stimmt nicht ganz, so Mitte 90er begann doch die Primetime bei den großen Privaten eine zeitlang schon um 20 Uhr. Ich weiß aber nicht was der Grund dafür war, man wollte wohl der Tagesschau Zusschauer abknöpfen nehme ich an, oder?
  • Tom_Cat schrieb am 15.05.2025, 12.54 Uhr:
    Ja, genau. Man hat gedacht, man kann gegen die Tagesschau ankämpfen. War aber nur Pro 7 meine ich. Und eine sehr kurze Phase.
    Bei Sat.1 gab es ja beispielsweise den FilmFilm Abend am Donnerstag. Zu Beginn der 90er erst um 21 Uhr mit den neuesten Blockbustern. RTL (Plus) hatte immer 20:15 Uhr.
  • Old School schrieb am 14.05.2025, 21.01 Uhr:
    Im Anschluß dann für jeden Furz noch der 20minütige Brennpunkt und der Totort fängt um 20:50 Uhr an! 🤣🤣🤣 Voll gaga! 🤪 
    Damit hat sich doch schon das ZDF eine blutige Nase in den 80ern geholt als sie "Heute" auf 19 Uhr vorzog und ihre "Primetime" um 19:30 Uhr mit Filmen startete. 
    Aber das ist heutzutage egal, der Totort ist meist um 19 Uhr schon in der Mediathek abrufbar. 
    Mehr schreib ich jetzt nicht, sonst wird´s wieder gelöscht! 😈
  • Tom_Cat schrieb am 14.05.2025, 20.17 Uhr:
    Die Idee wäre vor 40-50 Jahren vielleicht nicht so hirnverbrannt gewesen, aber da es noch die Tagesthemen gibt, ZDF Heute und Heute-Journal, die Privaten mit ihren Newsformaten, N-TV, Welt 24, Phoenix, ZDF Info, ARD Alpha und wie die nicht heißen, ist man mit News breit genug gefächert. Dazu kommt das Internet.
    Dieter Nuhr hat es vor kurzem mal gesagt, die Welt war vor 50 Jahren nicht besser, nur wurden die Menschen nicht mit "Negativschlagzeilen" vollgedröhnt.
  • Spooky78 schrieb am 14.05.2025, 20.04 Uhr:
    Absolut unnötige und überflüssige Idee. Wem 15 Minuten Nachrichten nicht reichen, kann ja auf Tagesschau24 umschalten oder sich die Tagesthemen ansehen. Eventuell könnte man diese auch schon vorab online stellen oder auf Tagesschau24 zeigen. Macht das ZDF mit seinem Sportstudio doch auch schon seit langem. Die zugeschalteten Korrespondenten oder Politiker dürften sich freuen, dass sie früher ins Bett können. ;-) Und falls doch mal aktuelle Ereignisse kurzfristige Änderungen erforderlich machen, kann man ja immer noch entsprechend reagieren und eine modifizierte Live-Version der Tagesthemen senden.