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Bericht über Abschaltung als "Fernziel" sorgt für Aufsehen
Das Erste
CDU Sachsen-Anhalt: Das Erste abschaffen?/Das Erste

Die Öffentlich-Rechtlichen sind in letzter Zeit schon des Öfteren Zielscheibe von politischen Parteien geworden. Ein von der Mitteldeutschen Zeitung veröffentlichter Bericht sorgt jetzt erneut für Aufregung: Demnach will die CDU-Landtagsfraktion von Sachsen-Anhalt das älteste öffentlich-rechtliche Fernsehprogramm langfristig abschalten.

Den Stein des Anstoßes lieferte Medienminister Rainer Robra, wenig später stellte sich die CDU-Landtagsfraktion hinter dessen Vorschlag. Wir unterstützen den Vorschlag von Staatsminister Robra, langfristig den Sender 'Das Erste' als eigenständigen Kanal abzuschaffen, zitiert die Mitteldeutsche Zeitung Parlamentsgeschäftsführer Markus Kurze. Nach deren Vorstellungen sollen nur noch das ZDF und die Dritten übrig bleiben nach einem Konzept Das Erste mit regionalen Schwerpunkten.

Kurze meint, dass durch diese Reform das ZDF als einziger nationaler Sender übrig bleiben soll, der dadurch aufgewertet werde. Man sei sich bewusst, dass die Schließung des Ersten eine langfristige Vision sei. Wir wissen, dass wir das politisch derzeit nicht umsetzen können. Aber das ist unser Fernziel.

Noch gestern Abend ruderte die CDU-Fraktion nach Veröffentlichung des MZ-Berichts allerdings zurück und stellte klar, dass von einer jetzigen Abschaltung des Ersten niemals die Rede gewesen sei, sie sei auch nicht beschlossen worden. Der Kern des Vorschlags sei, dass das Erste als Schaufenster der Regionen und das ZDF als bundesweiter Sender dient. Die Mitteldeutsche Zeitung wiederum sagt, dass ihr Kurzes Statement zur langfristigen Abschaffung in schriftlicher Form vorliege. Gegenüber der dpa sagte Kurze nun Ich hätte mich besser ausdrücken sollen und räumt ein, dass das Wort abschaffen nicht zutreffend sei. Umwandeln ist richtig.

Im abschließenden Teil des ursprünglichen Berichts wird zudem deutlich, was die eigentlichen Beweggründe für die Forderungen sind. Potenzielle Einsparungen spielen offenbar nur eine untergeordnete Rolle, vielmehr geht es um die Inhalte und die geäußerten Meinungen, mit denen die CDU-Fraktion so ihre Probleme hat. Sie wirft den öffentlich-rechtlichen Sendern vor, dass sie sich von ihren Zuschauern entfernt hätten. Wir sind der Meinung, dass im öffentlich-rechtlichen Rundfunk oft Minderheitenmeinungen stärker vorkommen als die Meinung der Mehrheit, klagt Kurze an. Als Beispiel führt er an, dass die Sender nicht nur diejenigen zu Wort kommen lassen sollten, die immer noch mehr und mehr Klimaschutz wollen, sondern auch diejenigen, die das bezahlen müssen. Auch stört sich Kurze an der gendergerechten Sprache: Auf das Gendern sollten die Sender verzichten und ihre Kraft auf den Kernauftrag richten.

Nicht zum ersten Mal stellt sich die CDU in Sachsen-Anhalt quer: Ende 2020 lehnte sie die geplante Erhöhung des Rundfunkbeitrags strikt ab und blockierte den Vorgang, indem sie den entsprechenden Staatsvertrag im Landtag nicht zur Abstimmung stellte. Im August 2021 entschied das Bundesverfassungsgericht nach Klage der öffentlich-rechtlichen Sender dann, dass ein einzelnes Bundesland die Entscheidung über die Erhöhung des Rundfunkbeitrags nicht verhindern kann. Bereits 2017 sorgte Medienminister Rainer Robra für Aufsehen, als er die  "Tagesschau" als in dieser Form überflüssig bezeichnete.


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Leserkommentare

  • Old School schrieb am 18.01.2022, 21.09 Uhr:
    Naja, letztens erinnerte das ÖR im 3. uns mal wieder: Kanzler Helmut Schmidt wollte damals beginnen Glasfaserkabel zu verlegen. Er mußte leider gehen dank der FDP. Der neue Postminister Sonnenschein-Schwarz-Schilling (CDU) startete BTX und wollte auch dafür Glasfaser verlegen lassen. Sein Chef Birne Kohl wollte aber das Privatfernsehen für seine Wähler. So wurde Breitband-Kupferkabel verlegt um seine Vetterle Kirch und Co. zu Reichtum kommen zu lassen......
  • midadi schrieb am 18.01.2022, 19.48 Uhr:
    Einfach abwarten bis die CDU sich abgeschafft hat, dann besteht die Bedrohung nicht mehr… 🤷‍♂️
  • ostsee-robbe schrieb am 18.01.2022, 17.05 Uhr:
    Also, ich kann der CDU nur empfehlen, Robra abzuschaffen - äähm, abzusetzen.
    Icvh selbst she 90 % meiner Sendungen im öffentlich rechtlichen TV. Im privaten TV nur Autosendungen und ab und zu mal US-Krimi-Serien, welche im ÖR nicht gezeigt werden.
    Von mnir aus sollte man das ganze Gedöns der Privatsender ausdünnen. Wer wie ich seit vielen Jahren die Quoten vergleicht stellt ganz schnell fest: ARD und ZDF dominieren das Programm, die dritten Programme haben Hochkonjunktur, wenn es um Berichte aus der Umgebung (Stadt, Kreis, Bundesland) geht; auf die vielen Privatsender verteilt sich alles andere dann irgendwie. Mein Fazit: ARD und ZDF nehmen sich gegenseitig KEINE ZUSCHAUER WEG, die dritten Programme sind EIHENSTÄNDIG und keine Konkurrenten, weder untereinander noch zu ARD oder ZDF. Auf alle drei zusammen bündeln saich ca. 60 % aller Zuseher, besonders zur Haupt-Seh-Zeit. Warum also ausdünnen????????
    Da sage ich nur: Nachtigall, ick hör dir trapsen.........
  • Spooky78 schrieb am 18.01.2022, 16.27 Uhr:
    Dass sich der ÖRR an den Wandel der Sehgewohnheiten (Stichwort: Streaming) anpassen und wirtschaftlich anders aufstellen muss, ist wohl unbestritten. Doch das ist nicht die eigentliche Intention der Forderungen aus Sachsen-Anhalt. Dort will man vor allem die weitere Verbreitung missliebiger (vermeintlich "linker") Meinungen verhindern. Das ist hochgradig undemokratisch und zeigt einmal mehr, dass manche gesellschaftliche Kreise in Ostdeutschland auch 30 Jahre nach der Wiedervereinigung noch immer nicht in einem modernen, aufgeklärten, demokratischen und pluralen Rechtsstaat angekommen sind. Das ist traurig und sagt mehr für die Haltung dieser Personen aus als über den Zustand des ÖRR.
    Dessen ungeachtet muss jedoch erlaubt sein, die aktuelle Programm- und Finanzpolitik des ÖRR zu hinterfragen. Ist es wirklich im öffentlichen Interesse, wenn Millionenbeträge für Sportrechte ausgegeben werden, auch wenn es sich bei den gezeigten Sportarten nicht um Randsportarten handelt, die ohne diese Zuschüsse nicht überleben könnten? Braucht es wirklich ein solches Überangebot an Krimi-Serien nach "Schema F"? Wie viele Quizshows decken den Bedarf an Wissen und Informationen? Und decken sie ihn überhaupt? Könnten Schlagershows mit Florian Silbereisen nicht auch genauso gut im Privatfernsehen laufen? Braucht es hierfür wirklich eine Institution wie den ÖRR, der auf Ausgeglichenheit, Unabhängigkeit und Qualität achtet?
    Ich finde, die Kernforderung nach einer Verschlankung der Programme des ÖRR durchaus berechtigt. Ein lineares Vollprogramm, ergänzt um regionale Programmangebote, würde vollkommen ausreichen. Sport- und Unterhaltungsformate könnte man auch zielgruppengerecht als Stream anbieten. Der ÖRR sollte sich auf Nachrichten, (gesellschafts-)politische bzw. verbraucherbezogene Formate (z.B. WiSo, Frontal, Monitor, Weltspiegel, Polit-Talk-Shows), Kultur- und Bildungsprogramme sowie gewalt- und werbefreie Angebote für Kinder konzentrieren. Im Unterhaltungssegment sollten solche Formate Priorität haben, die im werbefinanzierten Privatfernsehen nicht oder nur eingeschränkt möglich wären. Als Beispiele fallen mir hier etwa Satiresendungen (jeder Werbepartner würde sofort abspringen, wenn er von denen "durch den Kakao gezogen" würde) oder Formate aus dem Bereich "Hochkultur" wie klassische Konzerte, Literaturforen oder auch anspruchsvolle Indepedent-Filme ein. Dabei sollte das lineare Programmangebot immer möglichst "live" sein. Berichte aus der "Konserve" kann man schließlich auch On-Demand als Stream anbieten.
    Konkret könnte das dann am Ende so aussehen, dass das Erste und das ZDF tatsächlich zu einem Programm fusionieren, man Tagesschau24, ZDFinfo und Phoenix zusammenlegt, ONE und ZDFneo zu FUNK "ins Netz" verlagert und sich KiKa (tagsüber), 3Sat und ARTE (abends) einen Kanal teilen. Außerdem sollte man den SR (und eventuell auch den HR) in den SWR sowie Radio Bre...
  • John Steed schrieb am 18.01.2022, 16.18 Uhr:
    Ich habe schon seit den 70er Jahren von Kunden immer wieder gehört wie schlecht das Programm ist, und eigentlich sehen sie kaum fern, höchstens die Tagesschau.
    Aber wehe der Fernsehapparat konnte nicht sofort repariert werden weil ein Ersatzteil bestellt werden musste.
     Dann gab es auf einmal lauter wichtige Sendungen die gesehen werden mussten.
    Wenn gemeckert wurde, was man sich alles ansehen muss. habe ich immer gezeigt wo man das Gerät abschalten kann.
    Niemand wird gezwungen fernzusehen.
    Mir gefällt Silbereisen z.B. auch nicht.
  • mork.vom.ork schrieb am 18.01.2022, 15.57 Uhr:
    Öffentlich-rechtliche und private TV-Sender ergänzen sich mMn schon recht gut.
    Allerdings sind über 20 ÖR Sender, deren Programm zum großen Teil nur aus Wiederholungen besteht, völlig übertrieben. Zumal die meisten Sendungen mittlerweile auch noch in den Mediatheken abrufbar sind.
    Passend dazu die heutige Meldung, dass der ESC-Vorentscheid zeitgleich im Ersten, auf allen Dritten und im Internet gezeigt werden wird. Was soll so ein Unsinn?
    Hier besteht also reichlich Einsparungspotenzial, somit auch gut bezahlte Intendanten-Jobs. Aber das darf natürlich nicht sein.
  • Helmprobst schrieb via tvforen.de am 18.01.2022, 15.48 Uhr:
    TV Wunschliste schrieb:
    Sie wirft
    den öffentlich-rechtlichen Sendern vor, dass sie
    sich von ihren Zuschauern entfernt hätten. Wir
    sind der Meinung, dass im öffentlich-rechtlichen
    Rundfunk oft Minderheitenmeinungen stärker
    vorkommen als die Meinung der Mehrheit, klagt
    Kurze an.

    Wenn Robra und sein Verein sowie frager sich von den Inhalten der ARD nicht angesprochen fühlen ist das natürlich ihre Sache und eine Frage des persönlichen Geschmacks. Ich sehe das komplett anders und stimme in keinem Punkt zu, aber sie können ihre Meinung natürlich gerne äussern.
    Schwierig und problematisch wird es für mich, wenn solche Einzelpersonen dann glauben, für die "Meinung der Mehrheit" zu sprechen. Vermutlich liegt da eine Verwechslung vor, was MEHRHEIT und was (laute) MINDERHEIT bedeutet...
    Denn wenn man allein mal auf das letzte Wochenende schaut: Tatort, Silbereisen, diverse Wintersport- und Ballsportübertragungen - ich glaube, die Mehrheit (oder zumindest ganz ganz viele Leute) wollen darauf eigentlich nicht verzichten.
    Wann kommen eigentlich erste Forderungen nach der Abschaffung des Wetterberichts, weil einem die darin gemeldeten Aussichten hinsichtlich der persönlich geplanten Freizeitaktivitäten nicht passen? Das wäre ebenso grotesk.
  • Supergoof schrieb via tvforen.de am 18.01.2022, 17.16 Uhr:
    Geht es nach dem Prinzip der Staatsferne, wäre eine private Rechtsform das richtige, ganz ohne Einfluss vom Staat. So wird es in der Schweiz praktiziert: die SRG ist ein privatrechtlicher Verein mit öffentlichem Auftrag gemäß Schweizer Zivilgesetzbuch.
    Und, es gab vor ein paar Jahren eine große Anfrage der AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag an die Sächsische Staatsregierung. Auch die Frage, ob auch eine andere Rechtsform infrage kommen kommen, stellte die AfD. Überraschende Antwort der Staatsregierung von Sachsen: Ja, das ist möglich. (Frage 2)
    https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=7087&dok_art=Drs&leg_per=6&pos_dok=1&dok_id
    Und auch Karlsruhe hat bereits 1987 entschieden, dass die öffentlich-rechtliche Rechtsform NICHT zwingend vorgeschrieben sein muss.
    Das von Adenauer geplante Deutschland-Fernsehen 1963 war als GmbH geplant. Karlsruhe hat die Errichtung des Fernsehsenders als private Konkurrenz zur ARD untersagt. NICHT wegen der Rechtsform, sondern weil die Bundesrepublik Gesellschafter gewesen wäre und nicht die die Bundesländer. Rundfunk ist Ländersache. Wäre das damals als GmbH gemacht worden, mit den Bundesländern als Gesellschafter, das wäre durchgewunken worden.
  • Spoonman schrieb via tvforen.de am 18.01.2022, 19.15 Uhr:
    Supergoof schrieb:
    Geht es nach dem Prinzip der Staatsferne, wäre
    eine private Rechtsform das richtige, ganz ohne
    Einfluss vom Staat. So wird es in der Schweiz
    praktiziert: die SRG ist ein privatrechtlicher
    Verein mit öffentlichem Auftrag gemäß Schweizer
    Zivilgesetzbuch.

    Und was würde sich dadurch ändern? Soviel ich weiß, haben Populisten und Libertäre die SRG genauso unter Beschuss genommen, wie das bei ARD+ZDF der Fall ist.
  • U56 schrieb via tvforen.de am 18.01.2022, 19.23 Uhr:
    Supergoof schrieb:
    Das von Adenauer geplante Deutschland-Fernsehen
    1963 war als GmbH geplant.

    1961 war das. Das Programm sollte am 1. Januar 1961 beginnen.
  • U56 schrieb via tvforen.de am 18.01.2022, 19.26 Uhr:
    Ich bin dafür, die CDU abzuschaffen. Die anderen Parteien würden dadurch aufgewertet.
  • Supergoof schrieb via tvforen.de am 18.01.2022, 19.27 Uhr:
    Spoonman schrieb:
    Supergoof schrieb:
    --------------------------------------------------
    -----
    > Geht es nach dem Prinzip der Staatsferne, wäre
    > eine private Rechtsform das richtige, ganz ohne
    > Einfluss vom Staat. So wird es in der Schweiz
    > praktiziert: die SRG ist ein privatrechtlicher
    > Verein mit öffentlichem Auftrag gemäß
    Schweizer
    > Zivilgesetzbuch.
    Und was würde sich dadurch ändern? Soviel ich
    weiß, haben Populisten und Libertäre die SRG
    genauso unter Beschuss genommen, wie das bei
    ARD+ZDF der Fall ist.

    Bei der SRG gibt es wohl dann keine solchen Rentenbezüge wie biem ZDF und auch keine beamtenähnlichen Posten, wenn ich richtig informiert bin, eben, weil es ein privatrechtlicher Verein ist. Die SRG gilt als politisch etwas inkslastig, aber im Vergleich zur ARD sind das noch brave Waisenknaben.
  • Sveta schrieb via tvforen.de am 18.01.2022, 19.42 Uhr:
    Supergoof schrieb:
    [...]
    Die SRG gilt als
    politisch etwas inkslastig, aber im Vergleich zur
    ARD sind das noch brave Waisenknaben.

    Du willst die ARD jetzt nicht als linkslastig bezeichnen, oder? Bei all dem einseitigen Rußland-Bashing in letzter Zeit? Natürlich wird versucht die allgemeine Meinung zu beeinflussen, da muß man nicht diskutieren, aber links ist das bestimmt nicht.
  • Old School schrieb am 18.01.2022, 15.28 Uhr:
    Ja! Es muß etwas passieren! Aber ich würde den Krimisender ZDF abschaffen. Die wenigen guten Sendungen ins Erste überführen wie Lesch, TerraX, Die Anstalt usw. Den 3. mehr Regionalität geben und das Erste zum Info und Bildungssender umbauen wo zur Auflockerung gerne zwischendurch gute (!!!) Tatorte, Watzmann und Rentnercops samt ein Paar Sokoteams eingestreut werden können. Auch Rosamunde Pilcher und Silbereisen als Showmaster und Traum-Kapitän.
    Sportübertragungen komplett einsparen. 
    Dazu absolutes Werbeverbot auch im ÖR-Rundfunk. Sowie die Umstrukturierung des SWR 1 zurück zum Öldiesender mit Infobeiträgen. Seit Jahren malen dort die meist linken Redakteure ein Bild als wenn hinter jedem Busch im Ländle ein Nazi lauert. Aber 40 Jahre DDR-Unrechtstaat wird todgeschwiegen.
  • User_458192 schrieb am 18.01.2022, 13.57 Uhr:
    Es muss auf jeden Fall etwas passieren.
    In den nächsten Jahren werden die eh schon völlig ausgeuferten Pensionszahlungen noch weiter steigen. Was natürlich zu noch höheren Gebühren führen wird, gegen die man sich nicht wehren darf.
  • TVKartoffel schrieb am 19.01.2022, 11.39 Uhr:
    Also, ich glaube nicht, dass die Pensionszahlungen immer weiter steigen werden. In den letzten 2 Jahrzehnten haben die ÖRR Anstalten zahlreiche Stellen abgebaut und noch viel mehr in Tochterunternehmen ausgelagert um die Gehälter teilweise drastisch drücken zu können! Das wird sich in Zukunft natürlich auch bei den Rentenzahlungen bemerkbar machen. Und die Tendenz, auch in den Redaktionen(nicht nur im Radio und TV) feste Stellen einzusparen, finde ich eine Gefahr für den investigativen Journalismus! Ich bin mir auch nicht sicher, ob wirklich frei und unabhängig berichtet werden kann, wenn man komplett auf Werbeeinnahmen und private Geldgeber angewiesen ist.
    Mal ganz abgesehen davon, dass wir alle die vermeintlich kostenlosen Privatsender jeden Tag mit unseren Einkäufen mitbezahlen. Denn Werbespots kosten richtig viel Geld, das sich die Werbenden über die Produktpreise und Steuererstattungen wieder aus unseren Geldbeuteln zurück holen!
  • John Steed schrieb am 18.01.2022, 13.43 Uhr:
    Wenn die politische Meinung nicht passt, abschaffen.
    Wie in England die BBC.
    Das zeigt aber, dass das Öffentlich-rechtliche Fernsehen funktioniert.
    Und doch kein Regierungsfernsehen ist, wie immer behauptet wird.
    Und  die Filme sind doch noch immer Quotenspitzenreiter, und das ohne Unterbrechung durch Werbung.
    Jedenfalls wird nicht so viel Schrott wie bei den Privaten angeboten.
    Bei denen wird die Werbung ja schon dauernd in den Film eingeblendet.
    Ich möchte kein Staatsfernsehen oder nur noch TV von Privatsendern, bei denen nur die Meinung der Kapitalgeber (siehe Murdoch, Springer) verbreitet wird.
  • frager schrieb via tvforen.de am 18.01.2022, 13.02 Uhr:
    Ich finde auch allgemein dass mit den Zwangsgebühren keine Filme und Shows mehr finanziert werden sollten. Es sollten eigentlich nur noch Informationssendungen laufen wenn man schon damit argumentiert dass die öffentlichten Sender zur sogenannten "Grundversorgung" gehören.

    Ich persönlich höre schon seit vielen Jahren keinerlei Radiosender mehr an und sehe kein lineares Fernsehen mehr. Ich habe auch gar keinen Fernsehempfänger.
  • andreas_n schrieb via tvforen.de am 18.01.2022, 14.46 Uhr:
    frager schrieb:
    Ich finde auch allgemein dass mit den
    Zwangsgebühren keine Filme und Shows mehr
    finanziert werden sollten. Es sollten eigentlich
    nur noch Informationssendungen laufen wenn man
    schon damit argumentiert dass die öffentlichten
    Sender zur sogenannten "Grundversorgung"
    gehören.

    Also auch keine Kultur mehr?
    Und was ist mit Satireformaten und Kabarettshows?
    Nicht mal mehr Sandmännchen?
    Und die Sendung mit der Maus nur mit Sach- aber ohne Lachgeschichten?
    Ist Löwenzahn Show oder Information?
    Dann ist ja sowas wie die ZDF-Hitparade heute auch nicht mehr möglich. Und die Knoff-Hoff-Show hätte es so damals auch nicht geven dürfen - jedenfalls ohne Dixie-Band, weil das war ja Show.
  • Otto Klein schrieb via tvforen.de am 18.01.2022, 16.21 Uhr:
    Unabhängig vom Inhalt der ÖR-Programme stellt sich aber die Frage, warum es zwei konkurrierende Schienen geben muss - ARD und ZDF, und das jeweils mit einem riesigen Wasserkopf. Wir haben ja auch nicht zwei Einwohnermeldeämter in jeder Stadt oder zwei Armeen.
    Ich zahle gerne meinen Gebühren für gutes Programm, aber nicht für unnötige Bürokratie.
  • Spoonman schrieb via tvforen.de am 18.01.2022, 16.33 Uhr:
    frager schrieb:
    Es sollten eigentlich
    nur noch Informationssendungen laufen wenn man
    schon damit argumentiert dass die öffentlichten
    Sender zur sogenannten "Grundversorgung"
    gehören.

    Wer argumentiert denn mit "Grundversorgung"? Ich höre dieses Wort immer nur von denen, die das Angebot der ÖR massiv beschneiden wollen. Im Medienstaatsvertrag ist jedenfalls nicht von Grundversorgung die Rede.
    https://www.zdf.de/zdfunternehmen/grundlagen-staatsvertrag-telemedien-100.html
    III. Abschnitt Besondere Bestimmungen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk
    § 26 Auftrag
    (1) Auftrag der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ist, durch die Herstellung und Verbreitung ihrer Angebote als Medium und Faktor des Prozesses freier individueller und öffentlicher Meinungsbildung zu wirken und dadurch die demokratischen, sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Gesellschaft zu erfüllen. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben in ihren Angeboten einen umfassenden Überblick über das internationale, europäische, nationale und regionale Geschehen in allen wesentlichen Lebensbereichen zu geben. Sie sollen hierdurch die internationale Verständigung, die europäische Integration und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Bund und Ländern fördern. Ihre Angebote haben der Bildung, Information, Beratung und Unterhaltung zu dienen. Sie haben Beiträge insbesondere zur Kultur anzubieten. Auch Unterhaltung soll einem öffentlich-rechtlichen Angebotsprofil entsprechen.
  • Besserwisserin schrieb via tvforen.de am 18.01.2022, 22.34 Uhr:
    Ich persönlich besuche keine Sportveranstaltungen und schaue mir auch in den Medien keine an. Ich persönlich benutze keine Autobahnen. Denn ich besitze auch gar kein Kraftfahrzeug. Ich persönlich nutze keine Schulen oder Kindertagesstätten und lasse sie auch nicht von engen Angehörigen nutzen. Ich persönlich habe noch nie die Polizei gerufen.
    Kann man also alles abschaffen oder zumindest möchte ich nicht länger zwangsweise zur Finanzierung dieser Dinge beitragen. Zumindest sollte man sie auf die absolute Grundversorgung beschränken, z.B. Schule: Lesen, Schreiben, kleines Einmaleins. Alles weitere regelt dann der Markt.
  • andreas_n schrieb via tvforen.de am 19.01.2022, 02.32 Uhr:
    Ach ja, und was ist mit Spielfilmen, mit denen Wissen vermittelt wird?
    Mischformen aus Doku und Spielfilm? Historienfilme?
    Wo setzt du da an, lieber frager?
    Oder würdest du eine Kommission einsetzen, die genau bestimmt, wo Show aufhört und wo Information anfängt?
    Was ist mit Spielfilmen, in denen die Macher soziale Missstände beleuchten? Wird es sowas nur noch als reine Reportage geben dürfen, die weit weniger erreicht? Oder sollen solche Formate den kommerziellen Medienbetrieben überlassen werden?
  • andreas_n schrieb via tvforen.de am 19.01.2022, 03.03 Uhr:
    Otto Klein schrieb:
    Unabhängig vom Inhalt der ÖR-Programme stellt
    sich aber die Frage, warum es zwei konkurrierende
    Schienen geben muss - ARD und ZDF, und das jeweils
    mit einem riesigen Wasserkopf.

    Tja, das hatte politische Gründe. Die ARD „gehörte“ quasi den Ländern - das ZDF aber dem Bund.
    Wir haben ja auch
    nicht zwei Einwohnermeldeämter in jeder Stadt
    oder zwei Armeen.

    Aber, wir haben mehrere Ministrien, Parlamente, Nachrichtendienste etc. - auf Länder- und auf Bundesebene.
  • Otto Klein schrieb via tvforen.de am 19.01.2022, 09.13 Uhr:
    andreas_n schrieb:
    Tja, das hatte politische Gründe. Die ARD
    „gehörte“ quasi den Ländern - das ZDF aber
    dem Bund.

    Danke für die Erklärung, aber historische Entscheidungen dürfen durchaus überdacht werden.

    Aber, wir haben mehrere Ministrien, Parlamente,
    Nachrichtendienste etc. - auf Länder- und auf
    Bundesebene.

    Pro Land haben wir aber immer nur ein Ministerium etc... Es gibt auch keine zwei ARD-Regionalsender in jedem Land. Warum also weiterhin eine Konkurrenz im öffentlich-rechtlichen Bereich?
  • andreas_n schrieb via tvforen.de am 19.01.2022, 11.14 Uhr:
    Otto Klein schrieb:
    andreas_n schrieb:
    --------------------------------------------------
    -----
    >
    > Tja, das hatte politische Gründe. Die ARD
    > „gehörte“ quasi den Ländern - das ZDF
    aber
    > dem Bund.
    Danke für die Erklärung, aber historische
    Entscheidungen dürfen durchaus überdacht
    werden.
    > Aber, wir haben mehrere Ministrien, Parlamente,
    > Nachrichtendienste etc. - auf Länder- und auf
    > Bundesebene.
    Pro Land haben wir aber immer nur ein Ministerium
    etc... Es gibt auch keine zwei ARD-Regionalsender
    in jedem Land. Warum also weiterhin eine
    Konkurrenz im öffentlich-rechtlichen Bereich?

    Um die Meinungsvielfalt abzudecken. Der ARD wurde seinerzeit vorgeworfen zu sehr pro-sozialdemokratisch eingestellt zu sein. Deshalb kam dann das ZDF dazu. Oder war das umgekehrt? Egal. Es soll jedenfalls eine Art Meinungsmonopol gegeben haben in diesem Bereich. Die Syteme sollten also wohl weniger miteinander konkurrieren, sondern allenfall einander ergänzen.