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Endgültiges Aus: Deutsches Fernsehballett wird aufgelöst

Das Deutsche Fernsehballett, eines der wenigen Überbleibsel des DDR-Fernsehens, steht vor dem endgültigen Aus. Der Inhaber Peter Wolf bestätigte gegenüber der dpa: "Wir werden den Betrieb im Fernsehen Ende dieses Jahres einstellen." Grund sind die Kosten und die deutlich geringeren Buchungen des Balletts. "Es rechnet sich einfach nicht mehr." Es wird allerdings eine Abschiedssendung und eine Tournee geben, um die fast 60-jährige Tradition gebührend zu beenden.
Zuletzt habe lediglich der MDR noch das Deutsche Fernsehballett eingesetzt, während es etwa vom ZDF seit 2017 keinen Auftrag mehr gab. Dies hat den Hintergrund, dass die Zusammenarbeit zwischen Carmen Nebel und Peter Wolf, der viele Jahre ihr Manager war, im Streit endete. Wolf bat deshalb den MDR um eine Beendigung der fast 30-jährigen Zusammenarbeit. "Der Sender hat dem mit Bedauern entsprochen", so Wolf. Bis es so weit ist, werden alle vertraglichen Verpflichtungen bis Ende 2021 erfüllt. In diesem Jahr gibt es noch zwölf Einsätze des Balletts in TV-Shows des MDR - der erste bereits am kommenden Freitag, 7. Februar, beim
Danach folgen Einsätze in den drei diesjährigen Ausgaben von
"Der MDR und das Deutsche Fernsehballett sind gemeinsam ein weites Stück Weg gegangen", so MDR-Programmdirektor Wolf-Dieter Jacobi gegenüber der BILD am Sonntag. "Entstanden sind in diesen Jahren viele erfolgreiche und schöne Produktionen. Mit der nun vorliegenden Entscheidung, das Deutsche Fernsehballett aufzulösen, endet eine Ära, auf die wir gerne zurückblicken."
Das Deutsche Fernsehballett wurde 1962 mit zunächst acht Tänzerinnen in der DDR gegründet. Das Ensemble vergrößerte sich bis 1967 auf 20 Mitglieder. Regelmäßig traten sie in der Samstagabendshow
Es folgten Einsätze auch abseits klassischer Shows im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. So waren die Tänzerinnen in
Bereits Ende 2013 stand das Fernsehballett schon einmal kurz dem Aus. Wolf beklagte damals den "Wegfall aller prestigeträchtigen ARD- und Eurovision-Formate". Die
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Leserkommentare
ostsee-robbe schrieb am 03.02.2020, 17.04 Uhr:
Ich warte nur noch darauf, dass auch die AfD diese "Steilvorlage" nutzt und die öffentlich-rechtlichen Sender an den Pranger stellt. Das fehlte noch! Nur denen hülfe es, niemandem sonst.
Warum hat denn Qualität (!!!) keine Chance mehr?????
Hiermit rufe ich ALLE Prominenten auf, ihr Wort, ihre Stimme in die Waagschale zu werfen, um einen anderen Sender dazu zu gewinnen, dieses tolle Ballett weiter zu erhalten.
Hier geht es eben NICHT um ein Ost-Ballett oder eine Ost-Show oder Ost-Nostalgie, sondern 30 Jahre später um ein Ballett, welches mit Künstler/innen auftritt, die NACH der DDR ihren Weg begannen und heute noch Menschen am TV begeistern. Diese Künstler/innen sind ein HINGUCKER, und KEINE Nostalgie.
Um das zu begreifen, sollte man SEHEN und nicht nur kleinlich rechnen können.
Begreift ihr das endlich?Andi111 schrieb am 03.02.2020, 15.53 Uhr:
Und wieder wird den Ostdeutschen ein Stück ihrer Identität und Geschichte genommen. Das ZDF sollte sich was schämen, dass sie das Ballett nicht mehr einlädt, nur wegen persönlicher Befindlichkeiten. Aber im ZDF und ARD werden ja eh immer nur die selben (West)-Künstler eingeladen.
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