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"Fear the Walking Dead": Ruben Blades als Hauptdarsteller verpflichtet, Produzenten gewähren Einblicke

In den USA ging am Sonntag die für AMC den Durchbruch bringende Serie
Neu bekannt gegeben wurde, dass die kürzlich begonnenen Produktionsarbeiten Ruben Blades als neuer Hauptdarsteller begrüßen konnten. Er porträtiert in einer - erneut - nicht genauer beschriebenen Rolle Daniel den Vater von Mercedes Masons Ofelia (wunschliste.de berichtete).
Showrunner Dave Erickson, der zuletzt längere Zeit beiIn "Fear the Walking Dead" steht demnach eine frisch geschaffene Familie und ihr persönlicher Überlebenskampf im Zentrum. Erneut geht es also nicht um die Frage des "Warum (kam es zur Zombieapokalypse)", es soll auch nicht gezeigt werden, wie die Behörden versuchen, die Vorgänge zu handhaben und die Hauptfiguren haben nicht das Ziel, die Welt zu retten.
Die frisch entstandene Familie besteht aus fünf Personen: Dem geschiedenen Travis (Cliff Curtis) und seiner seiner neuen Lebenspartnerin, der verwitweten Madison (Kim Dickens), die mit ihren insgesamt drei Kindern aus früheren Beziehungen zusammengezogen sind. Beide Eltern sind Lehrer.
Madison hat als Sohn den Collegeabbrecher Nick (Frank Dillane) und als Tochter die erfolgreiche und ehrgeizige Schülerin Alicia (Alycia Debnam-Carey). Auf Travis' Seite der Familie stehen Ex-Frau Liza (Elizabeth Rodriguez,
Für Kirkman ist essentiell, dass Travis und Madison ein glückliches Paar sind und trotz aller Herausforderungen auch in der Serie gemeinsam ein Team sein werden, das einander vertraut, liebt und respektiert. Das sei eine Ausgangslage, die man im amerikanischen Kabelfernsehen nur noch selten sehe. Der Familien-Drama-Teil wird daher wohl vor allem von den Kindern kommen.
Showrunner Erickson beschreibt, dass die Familie aus in der Serie gesetzten Gründen zunächst dazu gezwungen sein werde, standorttreu zu bleiben - sie können auch im größten Chaos nicht ihr Heil in der Flucht suchen. Entsprechend soll auch der Handlungsort, die Großstadt Los Angeles, zunächst nicht "erkundet" werden, keine berühmten Orte der Stadt abgegrast werden. Die Figuren bleiben in ihrer Wohngegend, in der weitestgehend Angehörige der Arbeiterschicht wohnen.
Erickson schwebt vor, in jeder Staffel der Serie eine in sich eher abgeschlossene Geschichte zu erzählen, die von der inneren Entwicklung der Figuren getragen wird - er nennt das "ein Buch pro Staffel".
Anders als in "TWD" soll die Handlung also nicht von neuen Orten und den dortigen Erlebnissen oder jeweils neuen, äußeren Bedrohungen getragen werden. Für Erickson sollen die Bedrohungen der Figuren von Innen kommen, aus ihrer Mitte erwachsen. Der Showrunner verweist darauf, dass Los Angeles in der US-Kultur die Stadt ist, in die Menschen kommen, um einen Neuanfang zu wagen, sich auch neu darzustellen (to reinvent themselves). Auch die Hauptfiguren hätten entsprechend das eine oder andere dunkle Kapitel in der eigenen Geschichte, das sie hinter sich lassen wollen, in der Vergangenheit begraben wollen. Das allerdings in einer Umgebung, wo es im Rahmen des Kampfes um das gemeinsame Überleben nötig sein kann, sich der eigenen dunklen Seite zu besinnen.
Ebenfalls unterscheiden wird sich zunächst der Umgang mit den Beißern. Denn anfänglich glaubt die Öffentlichkeit in "Fear" noch, es handle sich um eine Grippeepidemie. Die Menschen haben noch nicht das verstanden, was bei "TWD" so oft Thema war: Dass die Betroffenen "verloren" sind, dass es für sie keine Rückkehr mehr zu einem normalen, menschlichen Leben gibt. Dies zu begreifen wird in der Serie einige Zeit in Anspruch nehmen. Und so wird es einige Begegnungen von Familienmitgliedern geben, die auf transformierte "alte Bekannte" treffen.
Daneben will "Fear" sich auch stärker darauf verlegen, mit der "angedeuteten Bedrohung" zu spielen, statt den "direkten Überlebenskampf" zu zeigen, bei dem in der Mutterserie mittlerweile regelmäßig und methodisch Zombiehorden niedergeschnitten werden. Immerhin hat die zentrale Familie gleich drei Kinder. Und es ist unvermeidlich, dass die Zuschauer einen Wissensvorsprung vor den Charakteren haben, in deren Welt ja das Konzept von "Zombies" nicht in der Popkultur vorgekommen ist.
Wie man die Serie im Vergleich zu "The Walking Dead" nennen sollte, ist demnach schwierig zu definieren, vielleicht gibt es für die vorliegende Beziehung auch kein etabliertes Wort. "Fear" ist nicht gerade ein Prequel, da die Serie prinzipiell parallel zu "TWD" läuft. Die erste Staffel deckt dabei laut Erickson ungefähr den Zeitraum ab, der bei "TWD" zwischen dem Ausbruch der Zombieapokalypse und dem Zeitpunkt vergeht, an dem Rick Grimes im Serienpiloten aus seinem Schussverletzungs-Koma erwacht.
Da es auch zunächst keine Figurenüberschneidungen gibt, ist sie auch kein klassisches Spin-Off. Dazu kommt, dass die Serie stilistisch eigenständig sein soll, also nicht zu viele Vorgehensweisen und bereits Gesehenes vom älteren Vorgänger übernehmen soll. Gemeinsam sein soll beiden Serien allerdings, dass es ganz klar und vordergründig um die Figuren und ihre Beziehungen zueinander geht.
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von Bernd Krannich

















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