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Interview über Überraschungstalk "Club 1", Late-Night-Probleme in Deutschland und bayerischen Humor
Hannes Ringlstetter mit seiner Kollegin Caro Matzko
BR/Markus Konvalin
Hannes Ringlstetter: "Ich bin nicht der Botschafter Bayerns in der ARD!"/BR/Markus Konvalin

Am Dienstag, 6. Oktober startet im Ersten um 22.50 Uhr der  "Club 1". Der Überraschungstalk verstärkt die "Talk am Dienstag"-Schiene im Ersten. Der Clou: Moderator Hannes Ringlstetter weiß im Vorfeld nicht, welche Gäste ihn erwarten. Lediglich die Redaktion und Sidekick Caro Matzko wissen darüber Bescheid. Ohne Drehbuch und ohne Fragenkatalog soll das Talkformat in den jeweils 90 Minuten Sendezeit neu definiert werden.

Anlässlich des Starts sprach TV Wunschliste-Redakteur Glenn Riedmeier mit Hannes Ringlstetter darüber, wie die Idee zur neuen Sendung entstanden ist - und ob es Wunschgäste gibt. Darüber hinaus erläutert er, weshalb seine Show  "Ringlstetter", die seit Ende 2016 im BR Fernsehen läuft, eine schwere Geburt war und warum es gerade in Deutschland so kompliziert ist, eine Late-Night-Show zu etablieren. Außerdem spricht der bayerische Kabarettist und Musiker darüber, ob die Deutschen überempfindlich in Sachen Humor sind und was den bayerischen vom rheinländischen Humor unterscheidet.

TV Wunschliste: Lieber Herr Ringlstetter, in Ihrer neuen Show "Club 1" treffen Sie auf Überraschungsgäste, von denen Sie im Vorfeld nichts wissen. Wie ist die Idee zu der Sendung entstanden?

Hannes Ringlstetter: Ende letzten Jahres hat mich der Fernsehdirektor gefragt, ob ich in der "Talk am Dienstag"-Schiene im Ersten für den BR eine Talkshow machen wolle. Ich habe mich zuerst gefragt: Warum? Braucht es wirklich noch eine weitere Talkshow? Es gibt doch schon genügend! Dann habe ich mir überlegt: Das Einzige, was mich als Zuschauer in irgendeiner Form interessieren würde, wäre, wenn ich nicht weiß, was passiert.

Die Sendung trägt den ungewöhnlichen Titel "Club 1". Ich kenne noch von früher den  "Club 2" im ORF. Ist das eine Anspielung darauf?

Hannes Ringlstetter: Richtig, "Club 2" war die erste Talkshow, die ich in meinem Leben gesehen habe. Die hatte etwas total Anarchisches und hat für den einen oder anderen Aufreger gesorgt. In einer legendären Sendung ist beispielsweise Nina Hagen völlig ausgeflippt. Eine andere Talkshow, die ich in meiner Zeit als Schüler und Student gerne gesehen habe, war  "Wat is?" mit Jürgen von der Lippe. Er wusste vorher nie, welcher Gast kommt. Ich habe vor dem Fernseher immer mitgefiebert, weil ich wissen wollte, wie die Sendung ausgeht. Ich hatte die Idee, diese beiden Konzepte zu vereinen, und schlug dem Sender "Club 1" vor. Ich hätte nicht gedacht, dass der BR sich darauf einlassen würde, gerade weil es immer wieder heißt, dass die Öffentlich-Rechtlichen selten Risiken eingehen. Umso mehr freue ich mich, dass die Zeit offenbar reif ist für so eine Show ohne Netz und doppelten Boden, in der endlich mal die Komfortzone verlassen wird.

BR/Markus Konvalin

Nun werden die Ausgaben jeweils 90 Minuten lang sein - das ist ganz schön lang, auch weil Sie sich aufgrund des Konzepts kaum vorbereiten können. Sind Sie angesichts dessen nervös?

Hannes Ringlstetter: Ich selbst habe keine Angst. Wenn ich jemanden auf der Straße treffe, weiß ich ja vorher auch nicht, wie das Gespräch verlaufen wird. Die Herausforderung besteht für mich darin, über den Smalltalk zu einer echten Begegnung zu kommen. Unterstützt werde ich außerdem von meiner Redakteurin Caro Matzko, die mit im Studio sein wird und im Gegensatz zu mir alles weiß. Dadurch bewegen wir uns nicht im luftleeren Raum. Sie kennt die Struktur der Show, weiß über die Gäste Bescheid und hat die Uhr im Blick. Anders gesagt: Sie hat die Zügel in der Hand und ich darf mich ausspinnen (lacht)!

Werden die einzelnen Gäste nacheinander von Ihnen begrüßt oder werden alle gemeinsam in einer Runde sitzen?

Hannes Ringlstetter: Die Gäste kommen nacheinander rein, aber nach 50 Minuten werden alle da sein, so dass man für die restlichen 40 Minuten eine Gruppensituation hat, in der alles passieren kann. Wir sitzen dann zusammen im Kreis, und Caro mir als Ansprechpartnerin direkt gegenüber.

Sie wissen zwar noch nicht, wen Sie begrüßen werden, aber haben Sie eine Ahnung, ob es sich ausschließlich um prominente Gäste handelt oder ob auch unbekannte Menschen dabei sein werden?

Hannes Ringlstetter: Ich habe mir gewünscht, dass es nicht nur Prominente sind, weil ich das selbst auch fad finde. Ich bin mal gespannt, was sie aus meinem Wunsch machen.

Caro Matzko und Hannes Ringlstetter
Caro Matzko und Hannes Ringlstetter BR/Markus Konvalin

Apropos Wünsche: Gibt es Gäste aus einem bestimmten Bereich, die Sie sich für die Sendung wünschen würden?

Hannes Ringlstetter: Eine meiner Lieblingsausgaben der "Ringlstetter"-Show im BR Fernsehen war die, in der Theo Waigel zu Gast war. Denn sobald Politiker nicht mehr im Amt sind, fangen sie plötzlich an, wie normale Menschen zu reden. Sie erzählen dann die Dinge so, wie sie wirklich waren (schmunzelt). Daher fände ich es spannend, mit anderen ehemaligen Politikern zu sprechen. Außerdem würde ich gerne Harald Schmidt und Gerhard Polt gemeinsam in einer Sendung haben! Grundsätzlich ist es mir aber fast egal, welche Gäste mich erwarten.

Über einen Gast pro Sendung wissen Sie schon Bescheid, und zwar über den musikalischen Gast. Können Sie schon verraten, wer dies in der ersten Sendung sein wird?

Hannes Ringlstetter: Ja, es wird Wolfgang Niedecken sein.

"Club 1" wird nicht im BR zu sehen sein, sondern im Ersten. Gehen Sie deshalb anders an die Sendung heran - sprich: werden Sie versuchen, möglichst hochdeutsch zu reden?

Hannes Ringlstetter: Ich kann das gar nicht wirklich steuern, aber ich versuche generell immer so zu sprechen, dass man mich versteht. Vielleicht kennt nicht jeder Zuschauer typisch bayerische Wörter, aber ich habe noch keine Post aus Schleswig-Holstein erhalten, in der mir mitgeteilt wurde, dass man mich nicht versteht. Ich bin aber auch nicht der Botschafter Bayerns in der ARD! Meine BR-Show bewegt sich im bayerischen Kosmos, deshalb braucht es jetzt keine zweite solche Sendung im Ersten. Ich bin ja nicht nur Bayer, sondern auch Mensch (lacht)!

Auf der nächsten Seite erläutert Hannes Ringlstetter, weshalb seine wöchentliche Show, die seit Ende 2016 im BR Fernsehen läuft, eine schwere Geburt war und warum es gerade in Deutschland so kompliziert ist, eine Late-Night-Show zu etablieren.


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Leserkommentare

  • 4077hawkeye schrieb via tvforen.de am 08.10.2020, 23.09 Uhr:
    kleinbibo schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Das war eine sehr schöne Sendung, es ist mein
    > Rätsel, wie man da zu der Quasselbude vom ZDF
    > umschalten konnte. Aber bei gerade einmal 800t
    > Zuschauern werde ich hier im Forum wohl der
    > einzige sein, der es gesehen hat.

    Ich habs auch gesehen. Das nächste Mal werde ich mir den Club1 wohl in der Mediathek anschauen. Das ganz ging mir zu lang. Die Sendung hat nach Mitternacht geendet.

    > Man hätte vielleicht ein Gast weniger einladen
    > sollen, aber Ringlstetter hat es nochmals besser
    > gemacht, als ich erwartet habe. Auch die
    > Musikeinlage haben sie elegant integriert. Und die
    > Studiodekoration im Stil um 1970 mit den
    > gelblichen Polstern fand ich ebenfalls gelungen.
    > Aber bei so wenig Zuschauern wird soviel Kultur
    > vermutlich keine Zukunft haben.

    Das war schon ein Marathon. Die dreiviertel Stunde am Donnerstag ist mir oft zu kurz im BR.
    Die Deko ist mir egal. ;)


    > P. S.: Falls es einmal eine Prommi-Ausgabe von
    > Shopping Queen geben sollte, dann muss Caro
    > unbedingt daran teilnehmen. Zwar würde ich ihr
    > nicht einmal den 5. Platz zutrauen, aber dann
    > könnte Guido ihr einmal erklären, wie ein
    > scheußliches Gewand aussieht. Ihr blau gefärbter
    > Kartoffelsack sah entsetzlich aus.

    Sowas schaue ich nicht. ;)
    Das Outfit von Caro gerade beim Ringlstetter fande ich heute auch etwas fad.
  • kleinbibo schrieb via tvforen.de am 08.10.2020, 16.13 Uhr:
    Das war eine sehr schöne Sendung, es ist mein Rätsel, wie man da zu der Quasselbude vom ZDF umschalten konnte. Aber bei gerade einmal 800t Zuschauern werde ich hier im Forum wohl der einzige sein, der es gesehen hat.

    Man hätte vielleicht ein Gast weniger einladen sollen, aber Ringlstetter hat es nochmals besser gemacht, als ich erwartet habe. Auch die Musikeinlage haben sie elegant integriert. Und die Studiodekoration im Stil um 1970 mit den gelblichen Polstern fand ich ebenfalls gelungen. Aber bei so wenig Zuschauern wird soviel Kultur vermutlich keine Zukunft haben.

    P. S.: Falls es einmal eine Prommi-Ausgabe von Shopping Queen geben sollte, dann muss Caro unbedingt daran teilnehmen. Zwar würde ich ihr nicht einmal den 5. Platz zutrauen, aber dann könnte Guido ihr einmal erklären, wie ein scheußliches Gewand aussieht. Ihr blau gefärbter Kartoffelsack sah entsetzlich aus.
  • Spooky78 schrieb am 05.10.2020, 20.11 Uhr:
    Meiner Ansicht nach waren es die mittlerweile leider weitgehend verschwundenen Einspieler, Außendrehs und Studioaktionen, die einst den Charme der Sendung "Ringlstetter" ausgemacht haben. Spätestens seit der Corona-Pause ist jedoch irgendwie "die Luft raus". Die Gäste sind zwar weiterhin gut, aber die erste Hälfte der Sendung plätschert oft nur noch lustlos und uninspiriert dahin. Vom angeblichen "riesigen Materialberg", den man regelmäßig für die Show "ausdünnen" muss, merkt man nicht viel. Ich würde mir jedenfalls wünschen, dass man sich wieder mehr auf die Anfänge besinnt. Man muss ja nicht unbedingt die damals schon unzeitgemäße "Zigarettenpause" wieder einführen.
  • CharleysOnkel schrieb via tvforen.de am 05.10.2020, 13.18 Uhr:
    TV Wunschliste schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Hannes Ringlstetter: "Ich bin nicht der Botschafter Bayerns in der ARD!"

    Na, Gott sei dank!
    :-)
 

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