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Interview mit Katrin Bauerfeind: "Ich bin quasi Marcel Proust 4.0!"

Interview mit Katrin Bauerfeind: "Ich bin quasi Marcel Proust 4.0!"

von Glenn Riedmeier (03.11.2017)
Interview mit Katrin Bauerfeind: "Ich bin quasi Marcel Proust 4.0!"

Katrin Bauerfeind
Katrin Bauerfeind (© ZDF/Jürgen Naber)

Kommenden Sonntag, 5. November, startet bei 3sat "Bauerfeind - Die Leseshow", die neue Sendung von Katrin Bauerfeind. Insgesamt vier Folgen wurden im Oktober im Berliner E-Werk aufgezeichnet. Die weiteren Ausgaben werden am 12. November und 3. Dezember (jeweils 21.00 Uhr) sowie am 30. Dezember um 22.30 Uhr gezeigt.

Bei "Bauerfeind - Die Leseshow" handelt es sich um eine Mischung aus Lesung und Late-Night-Show. Katrin Bauerfeind lädt sich prominente Gäste ein, um sich gegenseitig etwas vorzulesen und gemeinsam Spaß zu haben. Schon seit 2015 tourt die Moderatorin und Buchautorin mit der Veranstaltungsreihe "Bauerfeinds Auslese" durch Deutschland.

Im Gespräch mit TV Wunschliste-Redakteur Glenn Riedmeier verrät Katrin Bauerfeind, was die Zuschauer in der neuen Show erwartet, welche Erfahrungen sie mit Gleichberechtigung im Fernsehgeschäft gemacht hat und ob sie sich in der 3sat-Nische wohlfühlt.

TV Wunschliste: Liebe Frau Bauerfeind, Sie gelten als erste deutsche Frau, die mit "Ehrensenf" vor rund zwölf Jahren ein regelmäßiges Internet-Videomagazin präsentiert hat. Während es inzwischen eine unüberschaubare Anzahl an YouTubern gibt, moderieren Sie demnächst eine neue Show im klassichen Fernsehen, in der auch noch gelesen wird. Sind Sie altmodisch geworden oder steckt eine Strategie dahinter?

Katrin Bauerfeind: Damals war ja im Internet noch nicht so viel zu holen wie heute. Auf YouTube gab's ein paar Videos, auf denen ein Fahrrad umgefallen ist, und textbasierte Websites. Soweit ich es mitbekomme, will auch heute eine unüberschaubare Anzahl von YouTubern ins TV. Denn es hat immer noch eine enorme Anziehungskraft und eine nicht zu unterschätzende Reichweite. Ich jedenfalls wollte ins Fernsehen, seit ich denken kann. Ich dachte immer, dass ich da was besser machen kann. Insofern war es für mich logisch, jetzt eine Show im Fernsehen zu machen. Und weil der Deutsche oft an eingeschlafene Füße denkt, wenn er lesen hört, erkläre ich das Konzept kurz: Pro Sendung kommen zwei Gäste und die performen Texte zu einem Thema. Dazu gibt's launige Talks. Alles, was unterhaltsam, lustig, emotional und spannend ist, kann vorgetragen werden. Dadurch lernt man die Gäste noch einmal ganz anders kennen. Es geht nicht zwingend um Bücher, Literatur und Hochkultur. Es geht einfach um gute Unterhaltung!

Bjarne Mädel
Bjarne Mädel ist zu Gast in der ersten Ausgabe der "Leseshow" (© ZDF/ Claudius Pflug)

Mit Ihren beiden Büchern "Mir fehlt ein Tag zwischen Sonntag und Montag: Geschichten vom schönen Scheitern" und "Hinten sind Rezepte drin: Geschichten, die Männern nie passieren würden" waren Sie in den vergangenen Jahren auf Lesetour. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass es mehr als einfach "nur" Lesungen waren - Sie boten auch ein sehr amüsantes Rahmenprogramm. Ist daraus auch die Idee zur neuen Sendung gewachsen?

Katrin Bauerfeind: Ja, tatsächlich kommt jetzt alles zusammen, was ich gut kann. Ich stehe auf Tour jeden Abend vor Publikum, deswegen eine Show. Ich hab für meine früheren Sendungen wie "Bauerfeind assistiert" schon Hunderte von Interviews geführt und ich mag es einfach, mit Leuten zu reden. Mit zwei Büchern im Gepäck ist auch das Lesen bzw. das Performen von Texten dazugekommen. Das alles haben wir jetzt in ein Format gepackt, das es so im deutschen Fernsehen noch nicht gibt. Auch diese Form der Unterhaltung kenne ich sonst nicht. In dieser Show kann man innerhalb von zwei Minuten von Max Frisch auf Kindergeburtstagslieder kommen und alle haben gute Laune, das ist einfach toll!

Jürgen von der Lippe moderierte vor einigen Jahren mit "Was liest du?" ein ähnliches Format, das er jüngst ironischerweise im Internet neu aufleben ließ. Inwiefern unterscheidet sich Ihre neue Leseshow bei 3sat?

Katrin Bauerfeind: Bei Jürgen geht es ja, soweit ich weiß, eher um Bücher. Wir tragen dagegen alles vor. Das können Gebrauchsanweisungen, Hatemails, Liebesbriefe, SMSen, eine Regierungserklärung oder auch mal stinknormale Poesie sein. Einzige Voraussetzung: Es muss unterhaltsam sein. Dabei haben wir ein Thema. In der ersten Sendung mit Bjarne Mädel und Anneke Kim Sarnau ging es zum Beispiel um das Thema Beziehungen und Anneke hat den angeblich schönsten Liebesbrief der Welt von Johnny Cash an seine Frau vorgelesen. Vorab dachte ich: "Naja, der Brief ist ganz nett, aber maximal Durchschnitt!" Als Anneke ihn in der Sendung performt hat, hatten wir alle Tränen in den Augen, weil das so rührend und schön war.

Das klingt äußerst unterhaltsam. Welche Gäste haben Sie in den Aufzeichnungen noch beehrt und gab es weitere denkwürdige Momente, die Sie schon verraten können?

Katrin Bauerfeind: Die Gäste der ersten Staffel waren sensationell. Klaas Heufer-Umlauf war da, Cordula Stratmann oder auch Tim Mälzer und sie alle haben auf diese Weise Geschichten erzählt, die ich so noch nirgendwo gehört habe. Tim Mälzer ist außerdem Seilchen gesprungen. Klaas hat aus DJ Bobo-Texten Poetry Slam gemacht, während ich ihn dancend unterstützt habe. Mit Bjarne Mädel hab ich "Romeo und Julia" nachgespielt und ein absolutes Highlight war in der Sendung mit Katharina Thalbach und Max Giermann, in der wir die lustigste Grabrede der Welt vorgetragen haben, in der auch das erste Mal das Wort "fuck" vorkam. Sie ist von John Cleese von Monty Python für seinen Kollegen Graham Chapman. Das war witzig und rührend zugleich und wir haben uns anschließend gefragt, wie wichtig Humor ist, wenn's mal richtig dicke kommt.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, ob sich Katrin Bauerfeind nach einem Platz im Hauptprogramm sehnt, und welche Erfahrungen sie mit Gleichberechtigung im Fernsehgeschäft gemacht hat.
 

Leserkommentare

  • Sveta schrieb via tvforen.de am 04.11.2017, 17.31 Uhr:
    SvetaSie hat durchaus interessante Gäste, werde mir das mal anschauen. Nur sich als "Marcel Proust 4.0" zu bezeichnen aufgrund einer Fragebogen-Erstellung??? Da hat wohl die (Werbe-) Zusammenarbeit mit Herrn Schweighöfer abgefärbt :-)