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TV-Kritik/Review: Dead Set
(02.12.2010)

Mit der Verpflichtung der Moderatorenlegende Davina McCall ist den Verantwortlichen ein besonderer Coup gelungen. McCall hat im britischen Fernsehen nicht nur alle

Im "Big Brother"-Haus haben die Bewohner unterdessen auch am Morgen nach dem Massaker noch nichts von den dramatischen Ereignissen mitbekommen. Zwar wundern sich die Insassen über ausbleibende Regie-Anweisungen, jedoch halten sie das für einen Test. Offenbar sollen die üblichen Streitigkeiten auch mal ohne das Eingreifen der "Big Brother"-Stimme geklärt werden. Die Freude ist groß, als sich plötzlich die Tür öffnet und Produktionsassistentin Kelly, auf der Flucht vor den Zombies, vor ihnen steht. Von den Kandidaten wird sie für eine neu eingezogene Bewohnerin gehalten, die offenbar besonders schräg drauf ist. So werden ihre Erzählungen über eine Zombie-Invasion erst einmal nicht für voll genommen. Nach dem ersten Hausbesuch eines Zombies ändert sich das schlagartig und bald darauf kämpft das verbliebene "Big Brother"-Team, darunter neben Kelly auch die später zur Gruppe stoßenden Patrick und Pippa, um das Überleben. Kellys Freund Riq ist inzwischen unterwegs zum "Big Brother"-Gelände, um seine Freundin zu retten. Im Fernsehen hat er gesehen, dass sie sich im Haus befindet, denn zumindest beim 24-Stunden-Kanal, der nun ohne Regisseur auskommen muss, hat noch niemand den Stecker gezogen. So ist "Big Brother", während die Gesellschaft gerade zugrunde geht, immer noch auf Sendung.
Den üblichen Genreregeln gemäß, steuert "Dead Set" nun die systematische Dezimierung der Überlebenden nach dem Abzählprinzip an. Durch fehlenden Zusammenhalt macht sich die Gruppe selbst das Leben schwer und bringt sich so immer wieder in Gefahr. Der skrupellose Patrick verfolgt eigene Pläne: Während die anderen sich im Haus verbarrikadieren und auf Hilfe von außerhalb warten wollen, will er mit einem Ausbruchsversuch in die Offensive gehen. Um weitere Bewohner auf seine Seite zu ziehen, macht er einfach das, was er zuvor in seinem Job als Produzent von "Big Brother" schon erfolgreich betrieben hat: Er manipuliert die Bewohner und spielt sie gegeneinander aus, um Streit zu erzeugen. In diesem kleinen Mikrokosmos sind die Menschen im Haus vor allem mit sich selbst beschäftigt, das Handeln bleibt von persönlichen Eitelkeiten geprägt. Der kleine Unterschied: Vor dem Haus steht nun keine tobende Menschenmenge mehr, die Köpfe rollen sehen will, sondern eine Zombie-Herde mit ähnlichen Absichten. Denn egal, ob mediale Hinrichtung oder unmittelbare Verfütterung: So oder so werden die Protagonisten am Ende dem Pöbel zum Fraß vorgeworfen, wobei die Absichten der Zombies im Grunde ehrlicher und weniger nachhaltig sind. Von der Realität ist das nicht mehr so weit entfernt, denn ein Publikum, das seinen Frust an den Protagonisten von Fernsehshows austoben kann, gehört mittlerweile zum Konzept erfolgreicher TV-Shows. Das "Big Brother"-Showprinzip bleibt zynischerweise auch in "Dead Set" erhalten, denn der letzte Überlebende wird automatisch zum Sieger von "Big Brother".
Die Container-Show steht dabei nur stellvertretend für eine "Brot und Spiele"-Mentalität, die Brooker, ein "Big Brother"-Fan mit schlechtem Gewissen, ohne moralischen Zeigefinger ad absurdum führt. Die Kandidaten mit Selbstdarstellungstrieb, aber auch das Fernsehpublikum, das in seiner Amüsierwut zunehmend respektloser mit den vorgeführten TV-Sternchen umgeht, sind kein reines "Big Brother"-Phänomen. In Deutschland, wo "Big Brother" viel kleiner ist als in anderen Ländern, wären wohl eher
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