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Deutschland sucht den Superstar

Deutschland sucht den Superstar

D, 2002 –
Deutschland sucht den Superstar
  • Platz 1056 738 Fans    54% 46% ø Alter: 40-50 Jahre
  • Serienwertung 2 6919 1.89 Stimmen: 123 eigene Wertung: -

Serieninfos & News

Deutsche Erstausstrahlung: 09.11.2002 (RTL)
Weiterer Titel: DSDS
Seit 2002 bewerben sich jedes Jahr neue Gesangstalente bei RTL, um sich mit ihrer Passion der harten Kritik einer Fachjury zu stellen und möglicherweise am Ende der jeweiligen Staffel einen Plattenvertrag sowie - seit der 9. Staffel - auch noch 500.000 Euro zu ergattern. Dass sich sehr oft auch weitgehend talentfreie Menschen bewerben, um für einen kurzen Moment im Rampenlicht stehen zu können, gehört zum Konzept der Sendung. Dass die Jury unter der Leitung von Dieter Bohlen bisweilen verbal über die Stränge schlägt, ebenfalls. Wer in dieser Castingshow auftritt, braucht ein dickes Fell. Wer darüber hinaus auch noch exzellent singen kann, schafft es vielleicht auf die große Live-Bühne, wo dann in speziellen Shows vor Publikum bekannte Songs interpretiert werden müssen. Ab dann entscheiden die Fernsehzuschauer per Telefonabstimmung, wer weiter kommt und sich am Ende mit dem nicht ganz ernst gemeinten Titel „Superstar“ schmücken darf.
Adaption von Pop Idol (GB, 2001)
Spin-Off: DSDS Kids (D, 2012)
Spin-Off: Superstar weltweit (GB/D, 2003)
siehe auch American Idol (USA, 2002)
siehe auch Starmania (A, 2002)
Cast & Crew
Fernsehlexikon
Deutschland sucht den Superstar
Bild: RTL
Talentshow und die Fernsehsensation des Jahres 2003.
Im Rahmen von 15 Abendshows wird ein Nachwuchssänger gesucht, der zum Star aufgebaut werden soll. Unter allen Bewerbern (60 000 allein für die erste Staffel) trifft eine Jury (Popstar und Produzent Dieter Bohlen; der damalige Chef der Plattenfirma BMG, Thomas M. Stein; der Radiomoderator Thomas Bug und die englische Musikjournalistin Shona Fraser) eine Vorauswahl; in mehreren Castingrunden wird schließlich auf 30 Kandidaten reduziert, die sich in der Show bewähren und ab jetzt der Telefonabstimmung durch die Fernsehzuschauer stellen müssen. Die letzten zehn treten in großen Live-Abendshows gegeneinander an. Der jeweils Letztplatzierte scheidet aus, die anderen treten in der nächsten Sendung mit neuen Liedern an. Die Platzierungsreihenfolge der im Wettbewerb verbleibenden Kandidaten wird nie bekannt gegeben. Die Jury sitzt bei jedem Auftritt und kommentiert ihn, maßgeblich ist jedoch die Telefonabstimmung. Im großen Finale schließlich wählen die Zuschauer zwischen den beiden verbliebenen Kandidaten ihren Superstar. Der Gesamtsieger erhält einen Plattenvertrag und muss ein Lied singen, das Dieter Bohlen geschrieben hat.
Die Idee war zwar auch in Deutschland nicht neu - die RTL 2-Reihe Popstars hatte bereits zwei erfolgreiche Gruppen hervorgebracht, andere Reihen waren gefloppt -, doch das Vorbild für diese spezielle Veranstaltung war die britische Show "Pop Idol", die als "American Idol" auch schon erfolgreich in die USA exportiert worden war. Auch in Deutschland wurde sie eine Quotensensation. RTL zeigte in der ersten Staffel die Zusammenschnitte der Castings samstags um 19.10 Uhr mit guten, aber nicht überragenden Quoten. Zu sehen waren darin überwiegend Teenager, die mangelndes Talent durch Selbstüberschätzung zu kompensieren versuchten und von Dieter Bohlen rüde abgefertigt wurden. Erst die Entscheidungsshows mit den Live-Auftritten, samstags um 21.15 Uhr, machten die Show zu einem Großereignis, und das trotz der Moderatoren Michelle Hunziker und Carsten Spengemann, der ebenfalls mangelndes Talent durch Selbstüberschätzung wettmachte.
Weil immer nur ein Kandidat ausschied und die Zuschauer zu den übrigen eine Beziehung aufbauen konnten, stieg die Einschaltquote von Woche zu Woche an und gipfelte schließlich bei fast 13 Millionen Zuschauern in der vorletzten Show am 15. Februar 2003, eine Zahl, die das Finale drei Wochen später am 8. März 2003 knapp verfehlte. Die eigentlich auf eine Stunde angesetzten Live-Shows hielten ihre Sendezeit nie ein und überzogen in der Spitze um fast eine Stunde. RTL sah es gern, denn auf diese Weise konnten die hohen Quoten über einen längeren Zeitraum gehalten werden. Eine Stunde nach Ende der Show folgten noch einmal 20 Minuten (es war in der Regel gegen Mitternacht), in denen das Abstimmungsergebnis verkündet wurde. Davon profitierten die Comedyshows Krüger sieht alles und Olm!, die von den Superstars umklammert wurden und ebenfalls Rekordquoten erzielten.
Gesamtsieger der ersten Staffel wurde Alexander Klaws, dessen Song "Take Me Tonight" umgehend Platz eins der Charts erreichte. Zuvor hatte bereits der Song "We Have A Dream", den alle zehn Finalteilnehmer gemeinsam aufgenommen hatten, wochenlang den ersten Platz belegt. Eigentlicher Star der ersten Staffel war jedoch der Drittplatzierte Daniel Küblböck, ein 17-jähriger Bayer, dessen Stimme ungefähr so viel Wohlklang hatte wie eine ICE-Bremse, der durch sein kindlich-quirliges und verstörend-androgynes Auftreten jedoch sofort zum Publikumsliebling wurde und die Menschen polarisierte. "Bild" erfand für ihn die Bezeichnung "schräger Daniel", eine riesige Fangemeinde versammelte sich hinter ihm, doch schließlich entschied in der vorletzten Sendung die Mehrheit gegen ihn und wählte Alexander und Juliette Schoppmann ins Finale. Daniels Single "You Drive Me Crazy", die nur zwei Wochen nach der Alexanders erschien, löste Alexander auf Platz eins der Charts ab. Auch sein Hit stammte aus Bohlens Feder. Juliette veröffentlichte ebenfalls eine Single, wollte aber musikalisch nichts mehr mit Bohlen zu tun haben. Ihr "Calling You" erschien einige Monate später und erreichte knapp die Top 10. Auch andere Finalrundenteilnehmer schafften den Sprung in die Charts.
Im Sog des Erfolgs überschwemmten noch im Sommer 2003 etliche weitere Talentshows den Bildschirm, die erfolgreichste unter den Kopien war Star Search in Sat.1, die ähnlichsten Fame Academy bei RTL 2 und Die Deutsche Stimme im ZDF.
Am 3. September 2003 startete RTL die zweite Staffel und zeigte die Casting-Shows jetzt mittwochs um 20.15 Uhr, ebenfalls als Shows, in denen die Fernsehzuschauer unter den Top 50 ihre Finalkandidaten auswählten. Die zugehörige Ergebnissendung unterbrach am gleichen Abend stern tv. Die Mottoshows liefen wieder am Samstag und blieben weit hinter den Quotenerwartungen zurück, erreichten jetzt kaum noch fünf Millionen Zuschauer und wurden zum Teil von Ausstrahlungen alter Spielfilme auf Sat.1 geschlagen. Auch der Gesprächswert war weg, Charterfolge der Teilnehmer waren nicht mit früheren vergleichbar, die Gewinnerin hieß Elli Erl.
Dennoch begann RTL im Frühjahr 2005 mit der Suche nach Kandidaten für eine dritte Staffel. Ein Begleitmagazin zur Sendung lief auf dem RTL-Schwestersender Vox.
Deutschland sucht den Superstar erhielt den Deutschen Fernsehpreis 2003 (beste Unterhaltungssendung).
Das Fernsehlexikon, Stand: 2005
Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier.

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Kommentare, Erinnerungen und Forum

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  • User 1271008 schrieb am 06.05.2018, 17.53 Uhr:
    User 1271008Warum wird bei D. Bohlen immer das Gesicht verpixelt, bzw. undeutlich gezeigt? Soll man seine Falten nicht sehen? Total künstlich und schlecht gemacht. Verarsche!!!Antworten

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  • Dulcinea (geb. 2000) schrieb am 06.05.2018, 16.07 Uhr:
    DulcineaLetztend,lich war Marie wohl die richtige Entscheidung, wenn ich sie auch nicht sonderlich mochte. Michel hatte meines Erachtens nicht die richtige Spngauswahl, Michael erst recht nicht.
    Die langen Einspieler waren unnötig.Antworten

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  • User 1204734 (geb. 1949) schrieb am 29.04.2018, 08.30 Uhr:
    User 1204734Und es geht weiter im selben Stiel, diese Janina nützt wirklich jede Gelegenheit aus um ans Ziel zu kommen. Diese Verlobung war doch ein einziger PR Gag und gehört nicht in die Sendung. Als Veranstalter würde ich diese Frau nie auf die Bühne holen, Ästhetik ist nun Mal ein wichtiger Faktor auf den Bühnen der Welt und gesanglich war sie auch nicht unbedingt gut.Antworten

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