Registrierung zur E-Mail-Benachrichtigung
Anmeldung zur kostenlosen Serienstart-Benachrichtigung für
- E-Mail-Adresse
- Für eine vollständige und rechtzeitige Benachrichtigung übernehmen wir keine Garantie.
- Fragen & Antworten
TV-Kritik/Review: Love
(07.03.2016)
Die trägt den ziemlich generischen Titel
Nach einer Reihe witziger (für die Zuschauer) bis peinlicher (für die Beteiligten) sexueller Begegnungen treffen sich Mickey und Gus am Ende der Pilotepisode erstmals zufällig in einem Lebensmittelladen. Anschließend (in der zweiten Folge) irren sie zusammen einen Tag lang durch L.A., wobei sie unter anderem Gus' Ex einen Besuch abstatten, um dessen BluRay-Sammlung abzuholen (die dann aber aus dem Autofenster fliegt, weil all diese Liebesfilme so verlogen sind). Auch die anderen Folgen setzen zeitlich meist unmittelbar da an, wo die vorherige aufgehört hat. So entsteht fast der Eindruck, in Echtzeit mitzuerleben, wie sich die junge Beziehung zwischen Gus und Mickey entwickelt, wie sie sich kennen-, zwischendurch lieben lernen und doch immer wieder gegenseitig vor den Kopf stoßen. Das ist alles andere als spektakulär erzählt, auch alles andere als originell, aber gerade von dieser Variation vertrauter Muster geht ein gewisser Sog aus, der sich nach einigen Folgen einstellt - wenn man sich denn darauf einlassen kann.
Wie immer bei Apatow gruppiert sich um die Hauptfiguren ein ganzes soziales Umfeld von Freunden, Arbeitskollegen und Mitbewohnern. Es sind diese platonischen Beziehungen, die den Protagonisten Halt geben und bei Apatow oft wichtiger zu sein scheinen als die Liebesverhältnisse, die doch eigentlich im Mittelpunkt stehen sollen. So pflegt etwa Gus mit seinem Freundeskreis das merkwürdige, aber verbindende Ritual, gemeinsam Titellieder für Filme zu erfinden, die kein Titellied haben. Mickey findet ihrerseits gleich in der ersten Folge eine neue Mitbewohnerin, die offenherzige Australierin Bertie (Claudia O'Doherty), die zwischendurch auch einmal ein schmerzhaftes Date mit Gus durchlebt.
Wie die anderen Serien, an denen Apatow beteiligt war, ist auch "Love" keine, die regelmäßig für Schenkelklopfer sorgt. Eher bringt sie einen ab und zu zum Schmunzeln und fassungslosen Staunen darüber, wie tief sich die Figuren immer wieder selbst blamieren. Dabei werden die anfangs nicht gerade zugänglichen Charaktere zunehmend sympathischer, verbirgt sich doch hinter ihrem großmäuligen Auftreten eine zutiefst menschliche Unsicherheit. Insbesondere Gillian Jacobs, die schon in der vierten "Girls"-Staffel Adams kurzzeitige Freundin Mimi-Rose spielte, überzeugt als junge Frau zwischen Attraktivität und Wahnsinn. Ebenfalls Apatow-typisch ist, dass mit Gags unter der Gürtellinie nicht gespart wird. Wie in seinen Filmen setzen die Autoren gerne immer noch einen drauf, steigern die peinlichen Situationen oft so lange, bis das Zuschauen fast schmerzhaft wird. Das muss man sicherlich mögen (oder zumindest akzeptieren), sonst wird man mit der Serie keinen Spaß haben.
Die einzelnen Folgen, teils von namhaften, auch als Schauspieler bekannten Regisseuren wie John Slattery (
Dieser Text basiert auf Sichtung der kompletten ersten Staffel von "Love".
Marcus Kirzynowski
© Alle Bilder: Suzanne Hanover/Netflix
Über den Autor
auch interessant
Leserkommentare
Meistgelesen
- "Dr. Nice": An diesem Tag starten die neuen Folgen im ZDF
- RTL schickt "GZSZ" im September in "Die Verlängerung"
- "Yellowstone"-Spin-off um Kayce Dutton bestätigt Rückkehr von drei bekannten Gesichtern
- "The Terminal List: Dark Wolf": Taylor Kitsch ("American Primeval") in geheimer Mission
- "Aktenzeichen XY": Neues Format beleuchtet eingegangene Hinweise
Neueste Meldungen
- "Ghosts": Beliebte Comedyserie findet deutsche Free-TV-Heimat
- "Navy CIS: Origins": Adam Campbell erscheint in zweiter Prequel-Staffel als junger Ducky
- "ZDF-Fernsehgarten": Diese Gäste machen am 31. August eine "Zeitreise"
- "Diese Ochsenknechts": Reality-Soap zwischen Hofleben, Hochzeitsplanung und Gefängnisstrafe
Specials
- "The Terminal List: Dark Wolf": Taylor Kitsch ("American Primeval") in geheimer Mission
- Duisburger "Chabos" pubertieren in ZDFneo durch die Nullerjahre
- "We Are Lady Parts": Voldemort unter dem Kopftuch
- "Alien: Earth": Trouble in Neverland
- Wie empfange ich den Free-TV-Sender KultKrimi?
- "The Terminal List: Dark Wolf": Taylor Kitsch ("American Primeval") in geheimer Mission
- Serien unserer Kindheit: "Falcon Crest"
Neue Trailer
- "Diese Ochsenknechts": Reality-Soap zwischen Hofleben, Hochzeitsplanung und Gefängnisstrafe
- "Robin Hood": Startdatum und Teaser-Trailer für Neuauflage mit Sean Bean ("Game of Thrones") enthüllt
- Update "Wayward": Toni Collette als finstere Heimleiterin im Trailer zu Netflix-Thriller
- "Billy the Kid": So geht es in der dritten Staffel weiter
- "The Lowdown": Trailer zur neuen Serie von Ethan Hawke und "Reservation Dogs"-Schöpfer
Die Vorschau - Unser neuer Podcast
