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Rückblick zum Comeback des Showklassikers
Spiel's noch einmal, Thommy: "Wetten, dass..?" kehrt zum 40. Geburtstag zurück.
ZDF/Carmen Sauerbrei
40 Jahre "Wetten, dass..?": Entfacht Thomas Gottschalk wieder das TV-Lagerfeuer?/ZDF/Carmen Sauerbrei

Am Samstagabend, den 6. November 2021 ist es so weit: Das ZDF bringt tatsächlich  "Wetten, dass..?" zurück - einmalig, vorerst. Anlässlich Thomas Gottschalks 70. Geburtstag sollte die Kultshow eigentlich schon im letzten Jahr gefeiert werden. Doch aufgrund der Hochphase der Corona-Pandemie entschieden sich Gottschalk und das ZDF dafür, die Veranstaltung zu verschieben. Nun findet das große "Wetten, dass..?"-Wiedersehen eben ein Jahr später statt - passend zum 40. Geburtstag der Sendung.

40 Jahre nach der ersten Ausgabe im Jahr 1981 und fast sieben Jahre nach der Einstellung im Jahr 2014 kehrt die wohl bekannteste Samstagabendshow des deutschen Fernsehens zurück - wie gesagt, vorerst nur einmalig. Doch sollten die Quoten überragend ausfallen, ist nicht ausgeschlossen, dass das ZDF über eine weitere Fortsetzung nachdenken könnte. Denn bei dem einmaligen Comeback wird es sich ausdrücklich nicht um einen Rückblick auf vergangene Zeiten handeln, sondern um ein "Wetten, dass..?", wie es die Zuschauer kennen und lieben. Es könnte somit als Feuerprobe dienen, ob der Klassiker noch zeitgemäß ist und auch im Jahr 2021 noch funktioniert. Live aus der Messehalle in Nürnberg vor rund 2.600 Zuschauern präsentiert Thomas Gottschalk ab 20.15 Uhr wieder skurrile und spektakuläre Wetten und begrüßt Musikacts und Stars aus Deutschland und Hollywood auf der Couch - so, wie er es auch schon mit Unterbrechung von 1987 bis 2011 getan hat.

Geniestreich von Frank Elstner

Frank Elstner in der allerersten Ausgabe von "Wetten, dass..?"
Frank Elstner in der allerersten Ausgabe von "Wetten, dass..?" ZDF/Screenshot

Im Gegensatz zu vielen anderen Shows im deutschen Fernsehen ist "Wetten, dass..?" keine Adaption aus dem Ausland, sondern eine Erfindung von Altmeister Frank Elstner. Das Konzept erarbeitete der Moderator nach eigener Aussage innerhalb von zwei Stunden in einer schlaflosen Nacht - nachdem er monatelang durch die Welt gereist war und europäisches und amerikanisches Fernsehen studiert hatte, um für das ZDF eine Idee für eine große Show zu entwickeln. Die erste Ausgabe lief am 14. Februar 1981 und erreichte 17 Millionen Zuschauer. Bereits die erste Sendung überzog um 43 Minuten, was zum Markenzeichen der Show werden sollte.

Während der Elstner-Ära durften noch alle prominenten Gäste zu jeder Wette ihre Stimme abgeben und auf diese Weise Punkte sammeln, so dass ein durchgehendes, zusammenhängendes Spiel über die ganze Sendung hinweg gespielt wurde. Wettkönig wurde schließlich der Spieler, der am häufigsten richtig lag. Parallel tippten auch die Fernsehzuschauer zu Hause per TED den Wettausgang. Frank Elstner veranstaltete zunächst einen Talk mit allen prominenten Gästen, bevor alle Wetten nacheinander stattfanden. In der Premierensendung war schon mehr als eine Stunde vergangen, bis es überhaupt zur ersten Wette kam. Die Prominenten saßen noch nicht auf einer großen Couch, sondern auf Einzelsesseln und hatten vor sich eine Anzeige, auf der aufleuchtete, welchen Wettausgang sie per Knopfdruck tippten.

Die Erklärung der Spielregeln, die komplizierter waren als gedacht, trug ihr Übriges dazu bei:

Besonderes Lob brachte Frank Elstner sein Umgang mit Aktivisten ein, die während der Sendung im Dezember 1984 live mit einem Transparent vor die Kamera rannten, auf dem stand: Nicht wetten, Donauauen retten. Als das Sicherheitspersonal sie von der Bühne zerren wollte, schritt Frank Elstner ein und sagte: In meinem Studio wird keiner rausgeschmissen! Die Demonstranten trugen ihr Anliegen vor, das sich an den österreichischen Bundeskanzler Fred Sinowatz richtete, einen der Wettpaten. Frank Elstner sicherte ihnen eine Aussprache hinter den Kulissen zu und führte anschließend die Sendung fort. Diese Souveranität wurde zu einem Musterbeispiel für Moderatoren in vergleichbaren Situationen. Direkt in Gottschalks erster "Wetten, dass..?"-Ausgabe im Januar 1994 kam es zu einem vergleichbaren Sachverhalt, als sich Umweltaktivisten von der Decke seilten - und Gottschalk ebenfalls souverän reagierte.

Thomas Gottschalk macht "Wetten, dass..?" zum Quoten-Flaggschiff des ZDF

Thomas Gottschalk bei seiner "Wetten, dass..?"-Premiere in Hof am 26. September 1987
Thomas Gottschalk bei seiner "Wetten, dass..?"-Premiere in Hof am 26. September 1987 ZDF/Renate Schäfer

Frank Elstner moderierte "Wetten, dass..?" bis 1987 insgesamt 39 Mal, bevor er die Moderation an Thomas Gottschalk abgab, der daraufhin seinen endgültig Durchbruch als Showmaster erlebte. "Wetten, dass..?" wird zweifelsohne für immer die Sendung bleiben, die man zuallererst mit dem Entertainer verbindet - obwohl Gottschalk ja der Nachfolger war. Aber er war es auch, der die Sendung zum jahrzehntelangen Quoten-Flaggschiff des ZDF machte. Zuschauerzahlen in zweistelliger Millionenhöhe waren in der Blütephase garantiert.

Immer wieder betont Gottschalk, dass er seinem Mentor Frank Elstner viel zu verdanken hat. Hätte der nicht die Größe besessen, nach 39 Ausgaben abzutreten und Gottschalk die Nachfolge der Sendung anzubieten - Gottschalks Karriere wäre womöglich völlig anders verlaufen. Ich habe damals mit einer gewissen Wurschtigkeit alles gemacht, was sich mir in den Weg gestellt hat, erklärte der Entertainer, der das Angebot ohne viel Nachzudenken annahm und am 26. September 1987 seine erste "Wetten, dass..?"-Ausgabe aus Hof präsentierte.

Nach fünf Jahren und 36 Sendungen verließ Gottschalk jedoch "Wetten, dass..?" und präsentierte seine vorerst letzte Ausgabe am 2. Mai 1992, um zur privaten Konkurrenz RTL zu wechseln. Nachfolger von Gottschalk wurde DDR-Show-Ikone Wolfgang Lippert, der jedoch beim "Wetten, dass..?"-Publikum nicht gut ankam. Die Kritiken fielen schlecht aus, die Quoten sanken. Und so nahm Gottschalk das Angebot des ZDF an, zu "Wetten, dass..?" zurückzukehren. Diesmal blieb er der Sendung deutlich länger treu - und moderierte sie vom 15. Januar 1994 bis zum 3. Dezember 2011. "Wetten, dass..?" gastierte in unterschiedlichen Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zudem gab es immer wieder Sommer-Specials, am häufigsten aus der Stierkampfarena in Palma de Mallorca. In den letzten beiden Jahren stand Gottschalk Michelle Hunziker als Co-Moderatorin zur Seite.


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Leserkommentare

  • Deckard schrieb via tvforen.de am 09.11.2021, 00.02 Uhr:
    Ich fand die Show sehr schön und unterhaltsam. Nicht nur wegen des Nostalgiefaktors – sondern auch deshalb, weil ich schon fast vergessen hatte, wie toll es ist, wenn etwas nicht zu 100% durchgescriptet ist, sondern mitunter auch für Überraschungen gut. Ja, so war das doch immer mit diesen Live-Shows, fast schon vergessen!
  • Plumpaquatsch schrieb via tvforen.de am 07.11.2021, 17.16 Uhr:
    ...wow..wortgewaltig, geschliffen-bissig und zu 99% zutreffend, harry27...! (bis auf diese "aus Hamburg stammende (?)" (und dennoch kein Wort Deutsch sprechende?!) Zoe W.: noch einen cm näher und sie hätte das Mikrofon am Zäpfchen gehabt, und genauso hat's auch geklungen...). !
    Ja, ein wehmütig anmutendes Ritual, in der Tat...aus einer anderen Zeit, die's mal gab..."Gut war´s". Ja. War's.
  • Frank 1 (geb. 1964) schrieb am 06.11.2021, 11.29 Uhr:
    Es wäre schön, wenn "Wetten dass..." als ständiges Event zurückkehren würde. Die traditionellen Samstagabendshows sind derzeit ja vollständig ausgestorben.
    Damals, als Gottschalk nicht mehr weitermachen wollte, hat Hensler (der Koch) in seiner Sendung aus Spaß gemeint, er würde der Nachfolger. Dem würde ich es mit seiner Art sogar zutrauen. Gottschalks Nachfolger war einfach der Falsche für diese Art Sendung.
  • Flapwazzle (geb. 1984) schrieb am 06.11.2021, 10.02 Uhr:
    Leider ohne mich. Joko und Klaas kann ich nicht auch noch bei Wetten, dass...?! ertragen..
  • SvenDuis schrieb am 05.11.2021, 23.37 Uhr:
    Also ich freue mich wahnsinnig dass Wetten das wieder da ist und ich hoffe, dass die Einschaltquoten so hoch sind dass Gottschalk weitermacht, der ganze Unsinn der heutzutage im TV läuft brauch doch niemand das ist Kult und das ist ein Zusammenhalt der Sendung eine Familiensendung für alle und nicht für Oma und Opa nur wie das einige hier geschrieben haben Quatsch ich bin mit Thomas großgeworden und mit Frank und ich hoffe das es einschlägt und das ist ein super Abend wird ich habe schon so lange darauf gewartet damals ist Thomas gegangen aus bestimmte Gründe, und Es hat bestimmt nichts mit seinem verlorenen Haus zu tun er hat Geld genug er will einfach ein Familienabend für alle machen wie immer und ich hoffe er überzieht 1 Stunde danke Thomas
  • HDMagnum schrieb am 05.11.2021, 20.09 Uhr:
    ich guck auf jeden Fall, freu mich drauf! Was es heute als sogenannte Shows gibt und gezeigt wird grenzt z.T. schon an Körperverletzung…. Bei der Helene-Trulla wird der Ton ausgemacht….diese Selbstdarstellerin braucht niemand.
  • Torsten S schrieb am 05.11.2021, 19.01 Uhr:
    Also ich schau auf alle Fälle mal rein. Nostalgie pur und man mag sagen, was man will, Gottschalk macht seine Sachen immer noch gut und in seinem Alter ist er auch nicht der Einzige im TV der noch Present ist.
  • Old School schrieb am 05.11.2021, 16.10 Uhr:
    Auf diese Pleitje-Rentner auf der Bank ähh Couch kann ich absolut verzichten. Die haben ihre beste und tollste Zeit allesamt hinter sich, und die war schön. Aber hier geht es nur darum sich unsere Gebühren in die Taschen zu stopfen um ihren Lebensstandard zu halten. Na Herr Gottschalk, wo sind den die ganzen Mio´s wo die Deutsche Post AG ihnen und ihrem Bruder in den Rachen stopfte für die dumpfe Aktienwerberei geblieben? Im Safe in der Villa mitverbrannt? Eher doch beim Anlagenberater.
  • kleinbibo schrieb via tvforen.de am 05.11.2021, 12.32 Uhr:
    Also bei den Gästen, Udo Lindenberg, Björn Ulvaeus und Benny Andersson sollen kommen, da kann ja nicht einmal Helene Fischer abschrecken. Wie soll da die Quote einstellig ausfallen, das ist doch praktisch unmöglich!
  • Roy Kabel schrieb via tvforen.de am 09.11.2021, 10.25 Uhr:
    harry27 schrieb:
    Michelle Hunziker als Pflegerin, die dabei sein muss und sich ständig
    in den Mittelpunkt drängen will. Die hat mich
    genervt. Das ständige Reingequassel, obwohl sie
    eigentlich nichts Essentielles zu sagen hat.
    Besonders als mit dem Schleimbatzen Giovanni
    Zarella unbedingt italienisch reden musste. Wie
    die Tante die im VHS Kurs oder von einem Fernkurs
    ein paar Brocken aufgeschnappt hat und unbedingt
    jedem, der es halbwegs versteht damit zutexten
    muss. Hätte nur noch gefehlt, dass einer aus dem
    letzten Italienurlaub ein Brocken raushaut.

    Deine Meinung zu Michelle H bringt es schon auf den Punkt. Sie hat zu Giovanni Mozzarella so
    etwas gesagt, dass sie am liebsten den ganzen Abend italienisch reden würde. Ja sie zeigt gerne ihre italienischen Babbelfähigkeiten und ihr strahlendes Lächeln.
    Zu "Stars" kann ich nur so viel sagen: Bei der Konkurrenz sind das Bachelorkandidatinnen, die Nr. 10 bei GNTM oder erfolglose Ballermannsänger etc.
    Dagegen waren die hier hochkarätige Prominenz.
  • Paula Tracy schrieb via tvforen.de am 09.11.2021, 07.40 Uhr:
    Ich fand deinen Text toll und verstehe auch, wie du es gemeint hast. So was würde ich gerne häufiger in Foren lesen.
    Wobei ich nicht immer deiner Meinung bin, aber das muss ja auch nicht sein :-)
  • Deckard schrieb via tvforen.de am 09.11.2021, 00.03 Uhr:
    Echt schwierig, das alles unter einem Hut zu
    bringen. Keine Werbetour für neuen Film/Buch/CD
    was auch immer, aber dennoch aktuell, bekannt und
    auch interessant.
    Keine Werbetour? Ist unrealistisch, denn so ist der Deal. Sonst wären die vielen Stars auf der Coach schon immer unbezahlbar bzw. zumindest unwirtschaftlich für den Sender.
  • Sveta schrieb via tvforen.de am 08.11.2021, 18.24 Uhr:
    Lass dich nicht vergraulen. Ich habe auch nicht alles verstanden, was zum Teil an fehlendem Hintergrundwissen ("Henkerstochter") lag. Zum Teil habe ich auch andere Meinungen, so wäre ein hochpeinlicher Onkel Lindenberg Grund genug für mich, Familienfeste zu boykottieren.
    Aber so hat eben jeder eine eigene Sicht auf die Dinge und ich habe deinen Text mit Vergnügen gelesen. Danke dafür :-)
  • harry27 schrieb via tvforen.de am 08.11.2021, 17.16 Uhr:
    Okay, guter Ansatz. Dann wäre "Promi" vielleicht passender.
    Aber, wen will man wirklich in so einer großen Show sehen?
    Die Person sollte nicht zu omnipräsent sein, interessant sein und wirklich was zu sagen haben. Also aktuell im Gespräch sein, einen großen Bekanntheitsgrad haben und auch über Unterhaltungswert verfügen.
    Ich würde schon sagen, dass ein gewisser internationale Bekanntheit dazugehört. Würde mal sagen USA (Nordamerika), Europa und Australien. So ganz grob mal.
    Stimmt, Shoppingtour ist als Motiv ist bei Hollywoodstars scheinbar immer beliebt :-)
    Echt schwierig, das alles unter einem Hut zu bringen. Keine Werbetour für neuen Film/Buch/CD was auch immer, aber dennoch aktuell, bekannt und auch interessant.
  • Wikki schrieb via tvforen.de am 08.11.2021, 15.39 Uhr:
    Die Frage ist, wie man Star definiert. Ist eine Kylie Minogue ein Star, weil sie Allüren hat und während ihrer Krebsbehandlung in Deutschland einen Bereich des Krankenhauses hat "evakuieren" lassen, damit niemand stören kann?
    Muss man international bekannt sein?
    Muss man jedes Detail des Lebens seiner Kinder der Öffentlichkeit preisgeben? Warum werden Hollywoodstars eigentlich gefühlt nur mit Einkaufstüten fotografiert?
    Ich habe generell mit dem Begriff "Star" Probleme. Er klingt für mich nach Übertreibung, Allüren, Hochnäsigkeit und Regenbogenpresse.
  • harry27 schrieb via tvforen.de am 08.11.2021, 13.15 Uhr:
    "Keine Karriere" das bezog sich auf den Gedanken, wer auf der Couch Platz nehmen sollte. Wer wirklich ein "Star" ist und wer wirklich was mitzuteilen hat. Wen man wirklich sehen will.
    Kann man Helene Fischer, Heino Ferch, Svenja Jung wirklich als Stars bezeichnen?
    Wie viel mehr ist ein "internationaler" Star im Vergleich zu einem europäischen oder deutschen Star "wert"?
    Ab wann macht man sich derart rar, dass man kein Star mehr ist, weil man gar nicht mehr wahrgenommen wird?
    Ganz spannend: Wie unnahbar darf ein Star werden, bis er untergeht?
    Da die Meinungen sehr weit auseinander. Macht solche Diskussionen aber auch ungeheuer spannend und anregend.
  • harry27 schrieb via tvforen.de am 08.11.2021, 13.09 Uhr:
    Bücher nicht direkt, aber Kurzgeschichten und ich bin in mehreren Vereinen (Historische und Volkskundliche Vereine) und schreibe da Aufsätze oder mache Aufstellungen/Listen oder ich korrigiere Berichte :-) Muss aber auch sagen, dass man aus einem Bericht von mir oftmals 2 macht. Finde ich aber dann auch gut, da habe ich mein Ergebnis verdoppelt ;-)
    Und bisschen schreibe ich noch an einer "kleinen" Arbeit für die Uni. Möchte noch promovieren... :-)
    Daher denke ich oft schneller, als ich tippe. Überschlägt sich bei mir gedanklich oft alles. Weil ich soviel gleichzeitig mache und soviel im Kopf habe.
    Daher waren/ist beim mir alles mündliche so berühmt-berüchtigt :-) "Ihre Hausarbeiten und schriftlichen Prüfungen sind Welten im Vergleich zu den Referaten und mündlichen Prüfungen" sagte ein Dozent :-) Und "Sie mündlich zu prüfen ist ein Alptraum.", aber er schmunzelte dabei.
  • Apokalypse schrieb via tvforen.de am 08.11.2021, 12.57 Uhr:
    Schreibst du Bücher?
    Wetten dass.. ? war Ok & 4 Folgen im Jahr vertretbar.
    Tommy wird auch nicht mehr jünger, wer könnte es machen?
  • harry27 schrieb via tvforen.de am 08.11.2021, 12.28 Uhr:
    :-) Bitte, ich habe die Macken und Skurrilität gepachtet :-) Man nennt mich nicht umsonst manchmal "Mr. Monk" :-)
    Ich bin alles nur nicht "normal" und klar bin ich "nervig" und anstrengend :-) Was glaubt ihr, wenn ich moderieren würde. Das wäre ein stundenlanger Monolog, durchbrochen von haltloser Euphorie. Vielleicht wie Brick bei "The Middle" :-)
    Böse ist von mir wirklich nichts gemeint :-) Das sind die üblichen Sticheleien und ich fand es einfach spannend und lustig die große Familienunterhaltung im TV auf ein Familientreffen umzumünzen.
    Ich bin einfach ein Exzentriker ;-) Will aber dabei niemanden wehtun. Das ist mir das Wichtigste.
  • Wikki schrieb via tvforen.de am 08.11.2021, 12.10 Uhr:
    Bis auf den Einwurf mit "Ist keine Karriere" (kann schnell von oben herab wirken, auch wenn es nicht so gemeint ist) fand ich es auch nicht verkehrt. Solche Berichte wirken natürlich schnell mal sehr einseitig von wegen "Ich bin der einzig Normale und nicht Nervige), aber wer schreibt schon von sich und seinen 99.999 Macken :-)
  • laura moewe schrieb via tvforen.de am 08.11.2021, 10.38 Uhr:
    Mir hat dein Stimmungsbild gut gefallen, ich habe die Sendung auch so empfunden. Ein nostalgischer Einblick, gut, aber das reicht auch.
  • harry27 schrieb via tvforen.de am 08.11.2021, 08.11 Uhr:
    Alles kein Problem :-) Vollkommen in Ordnung. Finde es immer toll, wenn ich angesprochen werde und man sich mit mir unterhält im Forum. Gefällt mir immer.
    Nur meine Rechtschreibung bzw. meine Tippfertigkeiten muss ich verbessern und sorgfältiger Korrekturlesen. Bei mir überschlagen sich die Gedanken oft und die Finger kommen nicht mehr mit. Dafür brauche ich oft auch ewig für meine Texte. Hier nicht.
    Der "Roman" wurde in verschiedenen Teilen in verschiedenen Foren gepostet. Aber nur hier komplett. Der Gedanke war einfach "Wetten, dass...?" mit einem Familientreffen gleichzusetzen und dabei auf einzelne Personen in meinem Umfeld einzugehen. So entstand das "Epos" :-)
    Sagen wir so, für mich ist die Auseinandersetzung mit einer Sendung bzw. einem Film genauso unterhaltsam wie das Anschauen selbst :-) Oder nach Buchlektüre das Verfassen von Rezensionen und Besprechungen.
    Das ist so ein Hobby von mir. Ich bin derjenige, der im Verein usw. immer den Papierkram macht und korrigiert. Aber niemals etwas Praktisches macht ;-)
    Aber sonst bin ich ganz normal und man kann durchaus mit mir auskommen :-)
  • wavetime1 schrieb via tvforen.de am 08.11.2021, 05.56 Uhr:
    @harry27 @Plumpaquatsch
    Wortgewaltig, geschliffen.....
    Da sieht man wie die Ansichten verschieden sind.
    Ihr fandet Wetten dass..... nicht gut. OK, kein Problem.
    Ich finde den Roman von Harry27 "nicht gut". Unverständlich, fehlerhaft....Auch kein Problem.
    Trotzdem schon fragwürdig, wie einem eine Fernsehsendung so einen Roman wert sein kann.
    Aber auch das ist eigentlich egal und "sein" Problem.
    Die Sendung und Gottschalk wollten unterhalten. Und das haben sie bei Vielen geschafft.
    Und deshalb ein "Gut war's" von mir. (gerne mit Fortsetzungen)
  • U56 schrieb via tvforen.de am 07.11.2021, 23.08 Uhr:
    Wikki schrieb:
    Ich habe es nicht gesehen, aber nach diesem Text
    muss ich es mir wohl doch noch ansehen. Stehe wohl
    voll auf dem Schlauch, da ich das meiste aus dem
    Text nicht verstehe (vor allem die Memos) . Aber
    dafür muss man wohl die Sendung gesehen haben :-)

    Ich habe die Show gesehen, habe aber den Text von harry27 auch nicht ganz verstanden. Und das liegt nicht nur an der Rechtschreibung, an der harry27 noch etwas feilen sollte, bevor er uns den Text ebenso ausführlich erklärt, wie er ihn verfasst hat.
  • Wikki schrieb via tvforen.de am 07.11.2021, 17.31 Uhr:
    Ich habe es nicht gesehen, aber nach diesem Text muss ich es mir wohl doch noch ansehen. Stehe wohl voll auf dem Schlauch, da ich das meiste aus dem Text nicht verstehe (vor allem die Memos) . Aber dafür muss man wohl die Sendung gesehen haben :-)
  • harry27 schrieb via tvforen.de am 07.11.2021, 11.50 Uhr:
    Ich weiß nicht recht, irgendwie kam es mir vor wie ein weihnachtliches Treffen der Verwandtschaft. Schon schön, dass alle zusammenkommen und schön, dass es sowas mal wieder gibt und auch zum Abschied die Hoffnung/Befürchtung/glatte Lüge, dass "bald mal wieder alle zusammenkommen".
    So kam mir auch "Wetten, dass...?" vor. Der tüddelige Onkel, der versucht zu unterhalten (Gottschalk), aber irgendwie ständig Hilfe braucht und sich total in seinen Geschichten und Beiträgen verheddert. Michelle Hunziker als Pflegerin, die dabei sein muss und sich ständig in den Mittelpunkt drängen will. Die hat mich genervt. Das ständige Reingequassel, obwohl sie eigentlich nichts Essentielles zu sagen hat. Besonders als mit dem Schleimbatzen Giovanni Zarella unbedingt italienisch reden musste. Wie die Tante die im VHS Kurs oder von einem Fernkurs ein paar Brocken aufgeschnappt hat und unbedingt jedem, der es halbwegs versteht damit zutexten muss. Hätte nur noch gefehlt, dass einer aus dem letzten Italienurlaub ein Brocken raushaut.
    Joko und Klaas, die naseweisen Cousins. Wissen alles und können alles besser und "stehen über den Dingen" und sind so cool und unantastbar. Wie Teflon und Chrom. Finde die beiden Nasen zum Kotzen. Sowas arrogantes und wichtigtuerisches.
    Besonders als die Betroffenheits-Schiene gefahren sind, das fand ich total überzogen und unglaubwürdig. Es ist eine lustige Show, Samstagabend Unterhaltung und nicht "Das Wort zum Sonntag" und ich kann es einfach nicht leiden, dass sobald gelacht wird oder die Stimmung gelöster und heiterer wird irgendjemand ein "brandheißes Eisen" anpacken muss und politisieren muss oder pseudomoralische Ergüsse raushaut.
    Oder betroffen auf den Tisch blickt und murmelt: "Ja, das ist schlimm." Oder noch besser das Losbrüllen: "Es muss was getan werden, es muss sich was ändern!" Jawohl, jetzt auf der Stelle retten wir die Welt! Genau, los geht ´s. Jeder kennt den Plan und jeder weiß, was er zu tun hat. Auf geht´s! Schnell die Welt retten und zum Nachtisch respektive Kaffee sind wir alle wieder da. Genau! Oder "listig" blinzeln und vielsagend lächeln und dann erklären, dass man weiß, "was sonst keiner weiß", da man die Leute kennt, "die am Hebel sitzen" und "wissen, wo es langgeht" und natürlich "aus vertraulichen/gut unterrichteten Quellen" weiß und dann noch schnell Name Dropping und paar Begriffe hinterherschieben.
    Oder ganz wichtigtuerisch erklären, dass man "nichts sagen darf" oder "sagen will". Jaha, der Sparkassenrat aus der Kleinstadt Richtung Grenze zu Tschechien und der Bankkaufmann von Kraut- und Rübenbank (Raiffeisenbank) im Bayerischen Wald, das sind schon ausgefuchste Jungs, denen macht keiner was vor. Diese gewieften Schlitzohre, die wissen mehr als die Regierung. Vor allem wissen sie es vorher schon. Die wissen auch wie es mit Corona und der deutschen Sozialpolitik und der Regierungsbildung weitergeht. Mein Lieber, die wissen wo der Hase langläuft. Aber sie behalten es schön für sich, sonst wüssten es alle und es gäbe Panik.
    Heino Ferch, jaa, das ist der Onkel, den man öfter mal sieht. Jaa, genau... Der, der war da und da mit dabei... Hüstel. Jaa, schön, dass er da ist. Ist schon interessant. Ach ja, der erzählt ewig lang von seiner tollen Arbeit beim super Arbeitgeber ZDF. Jaja, voll interessant.
    Ach, seine Kollegin hat er auch mitgebracht. Hmm, Svenja Jung. "Jaha, die wird mal eine ganz, ganz Große!" Hat soviele TV Filme gemacht! Hut ab, sag ich da nur!
    Dazu schauen die Kinder aus der Nachbarschaft oder Freunde von den Kindern schnell vorbei. Das waren diese Internet - Schwestern. Sagen artig hallo und wollen nicht stören. Ist aber nett, dass sie mal "Hallo" sagen und paar Minuten da sind. Für die jüngeren, können ja mit denen spielen oder rausgehen. Jaja, ganz lieb und reizend.
    Ach, der talentierte Nachbarsjunge kommt auch und hüpft bisschen am Trampolin rum. Jaja, der kleine Piano. Das ist schon ein Racker! Aber echt nett und lustig.
    Cousine Helene kommt auch! Meine Güte! Die ist reich/berühmt/hübsch! Und die bleibt die ganze Zeit! Also mit der muss jeder ein paar Sätze reden und ihr huldigen. Da ziehen die älteren Herren die Augenbrauen hoch, die Cousins in der Pubertät werden leicht rot und die Mädchen wollen sein wie sie oder hassen sie abgrundtief. Aber schön, dass sie alles so aufwertet. Also, dass sie überhaupt kommen konnte. Vor lauter Arbeit und Berühmtheit und überhaupt. Also, da, da, muss der rote Teppich raus und dass sie ja zuerst bedient und hofiert wird. Am Ende ist sie sogar 10 km mit dem Auto gefahren bzw. gefahren worden.
    Da kann der Bruder/Neffe/Sohn/Cousin/Schwager (also ich), der 4 Stunden über 200 km mit der Bus und Bahn gefahren ist nicht mithalten. Nee, nee.
    Aber immer nur reden/lästern/saufen und fressen langweilt. Also Musik her oder noch besser: Videos am Handy/Smartphone zeigen! Da kommmt Stimmung auf!
    Das wäre für mich diese unsäglich Musicalnummer gewesen, grausam und unterirdisch. Ich mag Musicals, aber bitte alleine oder mit wirklichen Fans. Bitte, bitte nicht andere Leute damit belästigen.
    Memo an meine Cousine: Keiner, wirklich keine Sau wie die Zusammenfassung der Romane von Pötzsch "Henkerstochter" hören. Keiner kennt die Schwarten und keiner will es es hören.
    Memo an meine Tante: Die ultra-lustigen Videos der verrückten Mitarbeiterinnen von den Maltesern sind weder lustig noch originell noch angebracht. Sie sind nur laaaang, laaaangweilig, laut, knalllbunt und nervig.
    Memo an meinen Cousin: Niemand, wirklich kein Mensch auf Erden will hören wie mega-erfolgreich du an der Mittelschule bist und was für eine steile Karriere deine Frau im Finanzamt von Ober-Unter-Brunz-Pisselbach hinlegt. Glaub mir, eine Dorschule in der Oberpfalz und ein Finanzamt in einem Kuhkaff in der Oberpfalz sind keine Karriere.
    Memo an meine Onkels: Kein Mensch, kein Tier, keine Pflanze, kein Stein packt die ellenlangen Geschichten über die "witzigen" Begebenheiten auf der Baustelle, in der BayWa, bei der Post, auf dem Bauhof und bei der Stadtverwaltung. Kein Lebewesen findet da irgendwas "lustig" oder zum gröhlen und auf dem Schenkel klopfen.

    Memo an meine andere Tante: Wenn sie pädagogische, theologische und persönliche Fragen hat: Gerne, sehr gerne. Aber nimm Dir um Himmels Willen 3 Minuten Zeit, dass ich eine vernünftige Antwort geben kann. Siehe Gottschalk führt ein Gespräch.
    Und: Bitte, bitte keine dressierten Kinder, die sie toll sind und so lustig. Und bitte, bitte, bitte, bitte keine "witzigen" Geschichten und vor allem keine "lustigen" Videos davon, was die Haustiere anstellen. Dass die Hunde die Sitzecke zerlegt haben, sich die Katzen gebalgt haben und die Katze die ganze Nacht außer Haus war ist nicht "atemberaubend" und ich will nicht raten, was die "lustigen" Hunde Rocky, Charly, Millow, Suki oder die Katzen Fussel, Talis, Mädchen, Lucy und Jasper angestellt haben.
    Personen, mit denen ich gar nichts anfangen kann:
    Diese Zoe, Zoe wer?
    Aber: Lied gehört, danach ein Lächeln :-) Alles klar, jetzt weiß ich, wer die junge Frau ist. Oh, schon viel gehört und gut befunden. Aber irgendwie untergegangen. Schade eigentlich.
    Die beiden Herren von ABBA, sorry. Aber ich konnte mit Björn und Benny nicht soviel anfangen. Björn kam mir sympathischer vor als Benny. Aber sonst, weiß auch nicht. Agnetha wäre mir lieber gewesen. Weiß nicht recht. ABBA höre ich gerne mal im Radio oder bei Clip Shows, aber so richtig sympathisch fand ich Anni-Frid und Benny eigentlich nie.
    Die Feuerwehr, Go Kart Wette: Irgendwie zu hektisch, zu grell. Vor allem die Moderatoren haben mich da genervt. War wie "Ninja Warrior German", zuviel Gebrüll und zuviel Hektik und einfach zuviel.
    Tja, was kann man positiv sagen:
    Lindenberg war cool, wie immer. Das ist der Onkel, den jeder haben möchte. Dicke Zigarre, leicht verhaut, undeutliche Aussprache. Aber einfach das Herz am rechten Fleck und ironische Distanz :-)
    Die Wetten mit Bagger, Dartpfeile und Landkarten, der Emil mit seiner Akrobatik und auch die Klobürsten "Erkennen Sie die Melodie" Wette waren toll :-) Es gibt auch witzige Gespräche, lustige Situationen, Sachen in denen die Welt passt.
    Gottschalk haut Spitzen raus gegen Söder, Laschet und Kurz :-) Spielt den strengen Lehrer :-) Irrlichtert mit den Blumensträußen rum. Jawohl, das passt. das ist lustig :-) Das gefällt mir :-) Gottschalk nimmt sich selbst auf die Schippe. Prima, gehört dazu. Ja, das ist doch was :-)
    Frank Elstner schaut vorbei. Dröge wie immer. Aber ganz elder Staatsmann, der Onkel mit über 90 Jahren, der kurz vorbeischaut. Für jeden ein gutes Wort hat und einfach souverän und freundlich wirkt. Das gefällt mir auch :-)
    Trotz allem: Ja, verdammt, Helene kann singen und unterhalten. Sie ist sympathisch, trotz allem und trotz allem mag ich sie :-) Wahrscheinlich schimpfe ich darum über sie, dass es keiner merkt :-) Warum läuft auch sonst ihre CD mit Weihnachtsliedern ab Ende November bei mir? :-)
    Das Fazit: Es war mal wieder schön. Aber die große Zeit ist vorbei. Es wirkt einfach nur noch halbherzig, man macht das Ritual mit. Aber es wirkt wie aufgewärmtes Essen und Wiederholungen vom Vortag. Richtig überzeugend ist es nicht. Vielleicht nächstes Jahr wieder, als Pflichtübung und aus Nostalgie. Aber nicht mit vollem Herzen. Nicht mit Freude und nicht mit Begeisterung. Einfach Pflicht.
    Und dabei aber auch die Wehmut, dass es langsam vorbei ist und eigentlich das Ganze nur aufgewärmt ist und es gut war. "Gut war ´s." Das war immer das Schlusswort eines Freundes von mir nach geselliger Runde.
    Und einmal sagte er es mit Tränen in den Augen "Gut war´s". Und es war gut. Getroffen haben wir uns einige Jahre später nochmal alle. Auf seiner Beerdigung. "Gut war´s".