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Am Set der TNT-Serie "Weinberg"

Am Set der TNT-Serie "Weinberg"

Zu Gast bei der ersten deutschen Pay-TV-Dramaserie von TNT Serie - von Marcus Kirzynowski (14.03.2015)
Am Set der TNT-Serie "Weinberg"
Weinberg
Der namenlose Held (Friedrich Mücke) sucht Hilfe bei der Psychologin Dr. Wieland (Gudrun Landgrebe)
Bild: TM & © Turner Broadcasting System. A Time Warner Company. All Rights Reserved. / Martin Rottenkolber

Bedburg-Kaster, ein kleiner Ort im Rhein-Erft-Kreis an der Grenze zum Braunkohle-Tagebau Garzweiler, wirkt leicht aus der Zeit gefallen. Zwischen Häuserreihen aus dem 17. Jahrhundert liegt das Landhaus Danielshof, ein ehemaliger Gutshof, der heute ein Hotel beherbergt. Vorbei an einem gusseisernen Tor, hinter dem eine schmale Treppe in einen verwilderten Garten hinabführt, kommt man in einen Innenhof mit Trauerweiden. Ein gelb gestrichenes Gebäude dient zwei Tage lang als Wohnhaus und Praxis der fiktiven Psychologin Dr. Wieland, gespielt von Gudrun Landgrebe. Das Team von "Weinberg", der ersten eigenproduzierten Dramaserie des Pay-TV-Senders TNT Serie, dreht hier die Szenen, in denen der namenlose Held der Geschichte (Friedrich Mücke) nach seinem Gedächtnisverlust bei der Therapeutin Hilfe sucht.

Irgendwie aus der Zeit gefallen soll auch die Atmosphäre in "Weinberg" wirken: mythisch, dunkel - ganz anders als der Look, den man aus deutschen TV-Serien gewöhnt ist. So wie die Serie überhaupt ganz anders werden soll als alles, was deutsche Sender bislang an seriellen Erzählungen auf die Bildschirme gebracht haben. Das betonen alle Beteiligten immer wieder. TNT Serie, der relativ kleine Kanal, der zur weltweit agierenden Sendergruppe Turner Broadcasting System gehört, ist zum zweiten Mal vorgeprescht und will nach der ersten eigenproduzierten Comedyserie im deutschen Pay-TV "Add a Friend" jetzt auch die erste Dramaserie an den Start bringen - noch vor dem Marktführer Sky. Und die soll etwas ganz Besonderes werden, fortlaufend erzählt, mit einer fesselnden Mysteryhandlung und einem eigenen Stil. Sie soll ein Zeichen setzen, dass andere, modernere, ambitioniertere Serien auch im deutschen Fernsehen möglich sind, nicht nur in den USA, Großbritannien oder Dänemark. "Wir wollten keinen klassischen Krimi, sondern etwas Außergewöhnliches", erklärt Hannes Heyelmann, Geschäftsführer von Turner im deutschsprachigen Raum. "Als Bezahlsender müssen wir unseren Kunden etwas Besonderes bieten." Nicht nur hochwertige internationale Serieneinkäufe, sondern eben auch Eigenproduktionen, die sich inhaltlich und handwerklich nicht dahinter verstecken müssen.

Heyelmann schwärmt ebenso von dem Stoff, den der heutige RTL-Fictionchef Phillip Steffens noch vor seiner Berufung gemeinsam mit TNT Serie entwickelt hat, wie Gerda Müller von der Produktionsfirma Bantry Bay. "Als Produzentin liest man ja nicht gerade selten Drehbücher", sagt sie. "Aber hier stellte sich beim Lesen der seltene Fall ein, dass ich immer wissen wollte, wie es weitergeht, eine richtige Sogwirkung." Gudrun Landgrebe erging das ähnlich: "Die Drehbücher haben mich derart gepackt - ich hätte mich niemals dagegen entscheiden können", sagt sie. "Wir haben es hier mit einem Psychodrama von gigantischen Ausmaßen und den Zügen einer griechischen Tragödie zu tun." Auch die Filmstiftung NRW, sonst eher bei Kinoprojekten engagiert, hätten Konzept und Drehbücher sofort überzeugt, so Müller. Mit 600.000 Euro fördert sie die Serie, von insgesamt mehr als 3,5 Millionen, die die sechs jeweils 45-minütigen Folgen kosten. Für eine US-Serie wäre das fast lächerlich wenig, aber für eine deutsche TV-Produktion ist es schon ziemlich viel.

37 Schauspieler umfasst das Ensemble, 200 Statisten waren dabei, als der Weinort Mayschoß im Ahrtal bereits im November in den Handlungsort Kaltenzell verwandelt wurde. Ungewöhnlich ist auch, dass alle Szenen, auch die Innenszenen, on location gedreht werden, nicht etwa im Studio, wie es bei den meisten Fernsehproduktionen üblich ist, um Kosten zu sparen. Dafür suchte der Location Scout in Nordrhein-Westfalen nach Innendrehorten, die zu den Außenmotiven passen. Und fand neben einer Kirche und einer Schule eben auch das Landgut in Kaster, in dem laut Drehbuch jetzt Dr. Wieland ihre Praxis hat.

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