Der Literaturprofessor Humbert Humbert (Jeremy Irons) lebt als europäischer Immigrant im Neuengland der ausklingenden 40er Jahre. Seit dem tragischen Typhus-Tod seiner großen Jugendliebe ist der feinsinnige Autor auf die erotische Faszination junger Mädchen fixiert. Auf der Suche nach einem möblierten Zimmer trifft er in der zwölfjährigen Dolores (Dominique Swain), der Tochter seiner Vermieterin Charlotte Haze (Melanie Griffith), eine frühreife Kindfrau, die seinem Ideal entspricht. Um in ihrer Nähe sein zu können, heiratet er die Mutter, hinter deren Rücken er eine Beziehung mit der kecken Dolores eingeht, die er Lolita nennt. Als Charlotte ihre Tochter in ein Sommercamp schickt, von wo aus sie in ein Internat abgeschoben werden soll, denkt er daran, die lästige Mutter umzubringen - doch ein Autounfall nimmt ihm die Arbeit ab. Humbert holt Lolita aus dem Camp ab, verheimlicht ihr zunächst den Tod ihrer Mutter, um mit seiner Stieftochter ziellos durch die USA zu reisen. Dolores gibt sich ihm hin, doch bald schon muss er ihre Zuneigung und Verschwiegenheit erkaufen und erpressen. Irgendwann bemerkt Humbert, dass er von einem Unbekannten verfolgt wird, zu dem Lolita offenbar Kontakt hat. Nach einem Krankenhausaufenthalt verschwindet sie spurlos und erst drei Jahre später erhält er von der inzwischen verheirateten Schwangeren einen Brief mit der Bitte um finanzielle Unterstützung. Als er ihr das Geld bringt, erfährt er endlich den Namen des Verfolgers, der ihm seine Muse"entführte": Es ist der Bühnenautor Clare Quilty (Frank Langella). Humbert ist fest entschlossen, sich an ihm zu rächen. Nach Stanley Kubricks Meisterwerk von 1961 mit James Mason und Sue Lyon in der Titelrolle gelingt Adrian Lyne eine bemerkenswerte Neuverfilmung des einstigen Skandalromans von Vladimir Nabokov. Im Gegensatz zu"9 1/2 Wochen" und 'Eine verhängnisvolle Affäre' ist Lyne in seiner aufwendig ausgestatteten, 50 Millionen Dollar teuren Literaturadaption um eine zurückhaltende Bildsprache bemüht, die der Komplexität der Vorlage gerecht wird. Durch ihren unvermittelten Wechsel zwischen sinnlicher Erotik und kindlicher Unbekümmertheit wirkt Dominique Swain als Lolita glaubwürdig. Oscar-Preisträger Jeremy Irons überzeugt als distinguierter Literat.
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Um dem Objekt seiner Sehnsucht noch näher sein zu können, heiratet Humbert (Jeremy Irons, M.) seine Zimmerwirtin Charlotte Haze (Melanie Griffith, l.). Doch dann schickt die Mutter ihre zwölfjährige Tochter Lolita (Dominique Swain, r.) in ein entferntes Sommercamp ...
"Lolita" Als Humbert (Jeremy Irons, re.) als College-Professor für französische Literatur nach Neuengland reist, verfällt er der zwölfjährigen Lolita (Dominique Swain, li.), der Tochter seiner Zimmerwirtin.
Zieht mit seinem Charme und geistreichen Witz Frauen unwiderstehlich an: Doch Humbert Humberts (Jeremy Irons) stille Begierde gilt ausschließlich Kindfrauen ...