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97

M - Eine Stadt sucht einen Mörder

D, 1931
M - Eine Stadt sucht einen Mörder
Bild: DF1
  • 97 Fans   61% 39%ø Alter: 45-55 Jahre
  • Wertung4 166714.33Stimmen: 3eigene Wertung: -

Filminfos

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M
M – Dein Mörder sieht Dich an
'M' erzählt von einem Mann, der kleine Mädchen mordet. Die ganze Stadt Berlin gerät in helle Aufregung und Panik. Die Polizei sucht nach dem Mörder, den man ein Ungeheuer, eine Bestie nennt. Für die Suchmethoden, die dabei angewandt werden, hat sich heute das Wort "Rasterfahndung" eingebürgert. Damit es nach etwas aussieht, werden Razzien veranstaltet. Abend für Abend. Davon fühlt sich die Berufsverbrecherwelt gestört und beschließt, den Kinderschänder auf eigene Faust zu finden; auch um zu zeigen, dass sie mit "so einem" nichts zu tun hat. Der Film zeigt die Unterwelt bestens organisiert; eine Geheimgesellschaft, die, wenn es darauf ankommt, die ganze Stadt kontrollieren kann. Fritz Lang rückt staatliche Macht und Verbrecherwelt in eine zweideutige Identität. Die Unterwelt kann die Stadt besser kontrollieren und fasst den Kindermörder. Sie stellt ihn vor ein selbsternanntes Gericht. Der Schränker (Gustaf Gründgens), der Anführer und Ankläger, fordert die Todesstrafe. Die versammelten Verbrecher äußern das Empfinden des gesunden Volkes. Die Huren sind gefühlvoll, die Ganoven haben ein unerbittliches Rechtsgefühl. In letzter Sekunde greift die staatliche Macht ein. Fritz Lang spricht 1931 über 'die entsetzliche Angstpsychose der Bevölkerung, die Selbstbezichtigung geistig Minderwertiger, Denunziationen, in denen sich der Hass und die ganze Eifersucht, die sich im jahrelangen Nebeneinander aufgespeichert haben, zu entladen scheinen. Dieses gesellschaftliche Schreckensbild, nicht ohne Assoziationen zur Weimarer Republik und dem, was darauf folgen wird, hat zum Zentrum die Figur von Lorres Kindermörder. 'M' war Peter Lorres erster großer Film. Diese Rolle machte ihn berühmt, war der Anfang und das prägende Signum seiner Karriere. Wie er den Mörder spielt - als ängstlich getriebener Mensch, beschränkt, geduckt und gehemmt - das erregt Abscheu und Mitgefühl zugleich. Ein hysterisch überreagierender Gehetzter, der seiner Neurose Menschenopfer bringt und am Ende selbst den Menschen zum Opfer fallen soll. Lorre muss Deutschland 1933 verlassen. Er ist Jude. Bald darauf wird aller Welt bekannt sein, welchen Unterschied es macht, ob einer mit dem Buchstaben 'M' auf seinem Mantel umhergeht, oder mit einem nach Gesetzesvorschrift aufgenähten gelben Stern. Die Nazis sollten 'M' und Peter Lorre nicht vergessen: der Film wird verboten, aber in dem Propaganda- und Rechtfertigungsfilm "Der ewige Jude" von Fritz Hippler ist Lorre wieder zu sehen: als Beweis für die Selbstdarstellung der schmutzigen Verkommenheit und Gemeingefährlichkeit des lebensunwerten jüdischen Untermenschen. 'M' steckt voller Fingerzeige. Mit Fritz Langs 'M' hatte der unvergessene Peter Lorre 1931 seinen Durchbruch als Schauspieler. Es war allerdings auch eine Rolle, die ihn sein Leben lang verfolgen sollte. Peter Lorre (1904-1964) hieß eigentlich László Loewenstein und avancierte im Exil in Hollywood zum hervorragenden Charakterdarsteller. Seine Spezialität in gut 70 Filmen - darunter Klassiker wie 'The Maltese Falcon', "Casablanca" und die Detektiv-Serie um "Mr. Moto" - waren leise Bösewichte, die ihre latente Brutalität hinter der Maske lauernder Berechnung verstecken.
(One)
Langs erster Tonfilm gehört zu den Meisterwerken des deutschen Vorkriegskinos. Verweise auf das gesellschaftliche Klima der Weimarer Republik am Vorabend des Nationalsozialismus sind augenfällig: Obrigkeit und Unterwelt erscheinen als gleichartige Organisationen, die den "Abartigen" im Namen des "gesunden Volksempfindens" gemeinsam zur Strecke bringen. Langs sarkastische Schilderungen von Menschenjagd und Massenhysterie sowie Peter Lorres geniale Interpretation des Mörders als Täter und Opfer zugleich wurden von den Nationalsozialisten später nicht ohne Grund als subversiv empfunden. 1996 kam der Film in einer im Münchner Filmmuseum von Enno Patalas vorgenommenen Rekonstruktion der bis dahin vollständigsten Bildfassung wieder in die Kinos; ebenso wurde der nun 108-minütige Film einer digitalen Tonrestauration unterzogen, so dass er seitdem in einer völlig neuen Qualität vorgeführt werden kann.
(ORF)
Rubrik: Thriller

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