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TV-Kritik/Review: "Moon Knight": Neue Marvel-Serie hat Potenzial, schwankt aber zu sehr zwischen düster und komisch
von Christopher Diekhaus(29.03.2022)

Zumindest einige der bei Disney+ veröffentlichten Marvel-Serien zeichnen sich durch eine ausgeprägte, den Kino-Blockbustern ferne Experimentierfreude aus. Das Paradebeispiel schlechthin ist
Wie in vielen Horrorfilmen über Menschen, die plötzlich an ihrer Wahrnehmung zu zweifeln beginnen, versetzt uns die von Jeremy Slater (
Nicht nur er, auch der Zuschauer wundert sich, was hier vor sich geht. Die Antwort schält sich nach einem mysteriösen Ausflug in ein putziges Alpendorf langsam heraus. Zunächst staunt Steven allerdings nicht schlecht, als er in dem kleinen Ort einer seltsamen Zeremonie beiwohnt: Unter den Augen der Einheimischen tötet ein Mann namens Arthur Harrow (Ethan Hawke) eine alte Frau, weil sie angeblich in Zukunft etwas Böses tun wird - das haben ihm sein magischer Gehstock und die auf seinen Unterarm tätowierte Waage verraten. Nur Augenblicke später findet sich Grant als Gejagter wieder. Der Grund: Ein offenbar magisches Artefakt, ein goldener Skarabäus, befindet sich plötzlich in seinem Besitz, und Steven kann, obwohl er es versucht, Harrow den Gegenstand nicht aushändigen.

"Moon Knight" schleudert den Protagonisten in eine rätselhafte Situation, baut Spannung auf und lässt das Ganze in eine wilde Verfolgungsjagd münden, die dann mit Holzhammerhumor eingefärbt wird. So flüchtet der völlig überforderte Steven mit einem quietschbunten Süßigkeiten-LKW, während auf der Tonspur "Wake Me Up Before You Go-Go" von Wham! erschallt. Marvels oft treffsicheres Auflockerungskonzept in allen Ehren. In diesem Fall erscheinen die Scherze und ironischen Einschübe jedoch oft etwas zu gewollt und passen nicht recht zur Verfassung der Hauptfigur. Grant erkennt nämlich kurz nach der verrückten Alpenepisode, dass eine sogenannte dissoziative Identitätsstörung für seine Aussetzer verantwortlich ist. In seinem Körper haust auch der grimmige Söldner Marc Spector (ebenfalls Oscar Isaac), der sich als Avatar des ägyptischen Mondgottes Khonshu (in der englischen Version gesprochen von F. Murray Abraham) vorstellt, mit dessen Hilfe er in die Rolle des übermenschlich starken Moon Knight schlüpfen kann und um jeden Preis Arthur Harrow Einhalt gebieten will. Dieser wird nämlich von einem fanatischen Glauben an die Göttin Ammit getrieben, steht einer Art Sekte vor und plant, das Böse auf ebenso fragwürdige wie radikale Weise auszumerzen.
Ein Antiheld mit verschiedenen Persönlichkeiten ist nicht die schlechteste Voraussetzung, um über das übliche Wir-retten-die-Welt-Muster hinauszukommen. Mit Oscar Isaac steht ein absolut fähiger Darsteller zur Verfügung, der die Gegensätze zwischen Steven und Michael in seinem Spiel anschaulich herausarbeitet. Den in der Originalfassung mit britischem Akzent sprechenden Museumsmitarbeiter zeichnet er als sanftmütigen, tollpatschigen Nerd, während er Spector als unerschrockenen Draufgänger interpretiert. Im Falle Stevens bewegt sich der für die Miniserie
Stevens/Michaels komplexes Seelenleben nimmt "Moon Knight" immer mal wieder kurz in den Blick. Jeremy Slater und die Regisseure - Mohamed Diab (

Was "Moon Knight" von manchem Marvel-Kinostreifen positiv unterscheidet, ist der rätselhafte, von seiner früheren Verbindung zu Mondgott Khonshu negativ geprägte Antagonist, den in Ethan Hawkes eher zurückgenommener Performance eine sakrale Aura umweht. Arthur Harrow wird selten laut, redet zumeist bedächtig und strebt nicht - so sieht es jedenfalls aus - nach der Weltherrschaft, sondern will das Böse ein für alle Mal besiegen. Drastische Methoden nimmt er dabei in Kauf und wirft mit seinem Vorhaben beinahe philosophische Fragen auf.
Trotz guter Ansätze und Ideen fühlt sich die neue Disney+-Serie nach zwei Dritteln ihrer Laufzeit allerdings ein wenig zusammengewürfelt an. Klassische Horrormotive, schnittige Actionszenen, etwas Romantik,
Dieser Text basiert auf der Sichtung der ersten vier von insgesamt sechs Episoden der Serie "Moon Knight".
Die erste Folge der Serie "Moon Knight" wird am 30. März bei Disney+ veröffentlicht. Im Wochenrhythmus erscheinen dann die restlichen Episoden.
Über den Autor
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Leserkommentare
Thinkerbelle schrieb am 02.04.2022, 18.56 Uhr:
Mir gefällt die Serie beisher sehr gut.In dem Artikel hat sich allerdings ein Fehler eingeschlichen. "Marc" - die Söldner-Identität von Moon Knight - wird hier mehrfach als "Michael" bezeichnet.BigApple schrieb am 01.04.2022, 09.28 Uhr:
Ich habe die 1. Folge gesehen und war kurz davor abzuschalten. Eine chaotische Fahrt ohne Struktur.Torsten S schrieb am 29.03.2022, 19.20 Uhr:
Aus anderen Quellen hab ich bisher nur Gutes gehört und für jeden Marvel-Fan ist es sowieso ein Must see. Ich bin gespannt!Torsten S schrieb am 29.03.2022, 22.54 Uhr:
Was ein Blödsinn!Peter123 schrieb am 29.03.2022, 21.59 Uhr:
Marvel war nach Endgame beendet...
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