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TV-Kritik: "The Wall": Laientheater mit Buschi, Bällen und viel Geschrei

TV-Kritik: "The Wall": Laientheater mit Buschi, Bällen und viel Geschrei

von Glenn Riedmeier (01.07.2017)
Neue RTL-Quizshow bleibt hinter den Erwartungen zurück
"The Wall"
Bild: MG RTL D/Stefan Gregorowius
TV-Kritik: "The Wall": Laientheater mit Buschi, Bällen und viel Geschrei/Bild: MG RTL D/Stefan Gregorowius

Wochenlang rührte RTL die Werbetrommel für "The Wall", dem wohl wichtigsten Showstart im diesjährigen Sommerprogramm des Senders. Es handelt sich um eine Adaption des gleichnamigen US-Originals, das sich Anfang des Jahres auf dem Network NBC zu einem Überraschungserfolg entwickelt hat. Für die deutsche Version, die in Paris aufgezeichnet wurde, zeichnet die Produktionsfirma Endemol Shine verantwortlich. Die erste Folge lief heute Abend zur besten Sendezeit bei RTL und war gleichzeitig die Moderationspremiere für den früheren "Schlag den Raab"-Kommentator Frank "Buschi" Buschmann am Samstagabend.

In der Show haben Kandidatenpaare die Chance, mehrere Millionen Euro zu gewinnen. Im Mittelpunkt steht eine zwölf Meter hohe Wand, die darüber entscheidet, ob die Paare reich werden oder alles verlieren. Immer wenn das Kandidatenpaar eine Quizfrage richtig beantwortet, fällt ein grüner Ball die Wand hinunter in eine der 15 Geldboxen, die sich am unteren Ende der Wand befinden. Der Geldwert der Box, in die der Ball fällt, wird zur Gewinnsumme addiert. Ist die Antwort falsch, fällt ein roter Ball herunter und die Summe der Geldbox wird subtrahiert. Die herunterfallenden Bälle werden durch das auf der Wand befindliche Gitter abgelenkt, so dass unvorhersehbar ist, in welche Geldbox sie fallen. Es kann also passieren, dass die Kandidaten im ungünstigsten Fall auf einen Schlag 250.000 Euro verlieren, wenn ein roter Ball in die entsprechende Box fällt. Gameshow-Fans werden sich an das Spiel Plinko aus "Der Preis ist heiß" erinnert fühlen. Bei "The Wall" handelt es sich letztlich um eine aufgemotzte XXL-Version des Spielprinzips, bei der die Kandidaten bis zu über drei Millionen Euro gewinnen können.

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Bevor das Spiel losgeht, wird das erste Kandidatenpaar in einem Einspielfilm vorgestellt. Das Pärchen Sabrina und Basel hat sich als Flüchtlingshelfer verdient gemacht und zieht somit direkt die Sympathien des Publikums auf sich. In der US-Version wird übrigens noch mehr auf die Tränendrüse gedrückt, indem typische Schicksalsgeschichten à la "Das Supertalent" verwurstet werden. Anschließend geht es mit der ersten Schnellraterunde los, die "Freier Fall" genannt wird. Das Paar muss zusammen mehrere Multiple-Choice-Fragen (mit je zwei Antwortmöglichkeiten) per Buzzer beantworten - und zwar bevor drei parallel herabfallende Kugeln das Ende der Wand erreicht haben. Bei richtiger Antwort erhalten sie das Geld auf ihr Konto gutgeschrieben, bei falscher Antwort wird die Summe abgezogen.

Für die zweite und dritte Runde werden die Kandidaten voneinander getrennt. Sabrina muss vorab anhand von vorgegebenen Antwortmöglichkeiten einschätzen, wie hoch die Chance ist, dass ihr Partner Basel die Frage richtig beantworten kann. Dieser muss sie dann in einem isolierten Zimmer hinter den Kulissen beantworten. Anschließend wiederholt sich das Prozedere mit dem herunterfallenden Ball. Der Kandidat kann dabei wählen, aus welchem der sieben möglichen Eingänge die Kugel fallen gelassen werden soll.

Optisch wirkt die Show imposant und anfangs auch recht originell. Negativ fällt allerdings die übertrieben aufgebauschte Stimmung ins Gewicht, die auf die Dauer schlichtweg anstrengend ist. Bei jedem herabfallenden Ball springen die Kandidaten auf, schreien die Wand an ("rechts, rechts, komm schon!") und schicken Stoßgebete zum Himmel. Frank Buschmann steht dem in Nichts nach und tut das, wofür er bekannt ist: ausflippen, anfeuern und herumbrüllen. Er steht auf der Seite der Kandidaten und fiebert mit ihnen mit. "Du Miststück!" schreit er die Wand an, nachdem ein Ball in die falsche Box gefallen ist. Das Publikum stimmt mit ein, zusätzlich unterstützt eine aufheizende Musik das wilde Treiben. Überhaupt wirken die Kandidaten leider sehr stark gecastet und verhaltenstrainiert, da ihr Auftreten auffallend schlagfertig ist und die Dialoge zwischen den beiden Spielpartnern sogar einstudiert wirken. Zwischen den Fragen werfen sie sich gegenseitig Liebeserklärungen zu, die mit säuselnder Musik unterlegt werden. Hier wurden die Kandidaten offenbar gut instruiert, denn genau das passiert auch im US-Original. Authentizität ist hier fehl am Platz - stattdessen werden Bilder des Studiopublikums reingeschnitten, die mit offenen Mündern und geschockten Blicken das Geschehen verfolgen.

Den Höhepunkt erreicht die Show in der finalen Spielrunde, wenn das Motto "Unterschreiben oder zerreißen?" lautet. Basel, der Kandidat in der Isolation hat die Wahl: Entweder er unterschreibt einen Vertrag mit einem festen Geldbetrag oder er entscheidet sich für die Summe, die er während der gesamten Show mit Sabrina erspielt hat. Der Clou: Der Kandidat in Isolation hat keine Ahnung, wie viel Geld erspielt wurde und muss sich auf seine Intuition verlassen. Und als gäbe es in der Show noch nicht genug Emotionen, setzt Basel dem Ganzen mit einem erstaunlich gekünstelt wirkenden Heiratsantrag an Sabrina noch die Krone auf.

Allgemein ist es ja zu begrüßen, dass RTL im Sommerprogramm nicht wie andere Sender vorwiegend auf Konservenware setzt, sondern frische Shows an den Start bringt. "The Wall" bietet Abwechslung im Showprogramm, aber um ein wirklich revolutionäres Konzept handelt es sich nicht, auch wenn Frank Buschmann behauptet, dass es sich um "die mit Abstand bekloppteste Sendung im deutschen Fernsehen" handeln würde. Das Spielprinzip ist schnell erschöpft. Denn obwohl die Show extrem auf Effekte getrimmt ist, wirkt sie erstaunlich zäh. Während das US-Original mit 60 Minuten Bruttolänge genau richtig bemessen ist, wurde die deutsche Adaption wie so oft in die Länge gezogen und ist mit einer Dauer von zweieinhalb Stunden nicht abwechslungsreich genug. Ob die Show das Zeug zu einem dauerhaften Erfolg am Samstagabend hat, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

"Diese Wand weckt EMOTIONEN!", sagt Buschmann. Richtig, nur leider wirken diese zu oft unecht. Man hat ständig den verantwortlichen Redakteur vor Augen, der das Credo "Wir brauchen spektakuläre Bilder!" offensichtlich etwas zu sehr verinnerlicht hat. In den Vereinigten Staaten kommt dies vielleicht an, doch ähnlich wie bei "Little Big Stars" versucht man bei "The Wall" viel zu sehr, die Mentalität und die Begeisterungsfähigkeit der Amerikaner mit der Brechstange zu kopieren.

 

Leserkommentare

  • Roy Kabel schrieb via tvforen.de am 17.07.2017, 07.48 Uhr:
    Roy KabelDas Aktionen während der Ball kullert kamen mir auch abgesprochen vor und haben mich genervt. Da dachte ich "dieser aufgedrehten Trulla gönnt man keinen Millionengewinn", aber wie es aussieht, musste sie das so machen. Wir sind nicht in Amerika, wir gönnen den Sieg eher einer Person, die etwas bescheidener daherkommt und wir schämen uns hier eher fremd, wenn Liebesschwüre und Heiratsanträge gemacht werden. Und überhaupt.. die Gewinne sind ganz schön hoch! Man denke einmal daran wie das früher im Fernsehen war: - Bei Rudi Carell gab es Haushaltsgeräte und ein Wochenende in Buxtehude - Bei Fuchsberger gab es ein paar 1000 Mark zu gewinnen und man hat sich noch gefreut, wenn ein Hunderter dazukam, statt sich zu ärgern. - in der 100000 Mark Show mussten die Kandidaten ganz schön Einsatz zeigen - bei Jauch: Man muss sich durch etliche schwierige Quizfragen kämpfen - Supertalent: 100000€ man muss sich gegen eine Menge Talente durchsetzen und bei den Zuschauern ankommen Und jetzt.. deutlich mehr Kohle für ein paar läppische Quizfragen. RTL verdient sich mit den Werbespots wohl dumm und dämlich.
  • captaine_future schrieb am 09.07.2017, 18.19 Uhr:
    captaine_futureIch kann bei der Sendung nur empfehlen sie als Aufzeichnung anzusehen und bei den "herzschmerzsäusel-Stellen" besonders am Ende wenn der zweite Kandidat wieder herausgelassen wird einfach vorspulen bis der Gewinn angezeigt wird !
  • DarkDancer schrieb via tvforen.de am 08.07.2017, 21.28 Uhr:
    DarkDancerOhne die affigen Kandidaten wäre das sogar ansehbar.. 1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.07.17 21:28.
  • hendry79 schrieb am 08.07.2017, 16.44 Uhr:
    hendry79Ich habe auch nach spätestens 45 Minuten abgeschaltet. Das Spielprinzip hat mir zwar gut gefallen, aber das übertriebene (Liebes)-Gesäusel des ersten Paares war dann doch zu viel für mich. Wirkte alles zu aufgesetzt. Ich werde nicht mehr einschalten.
  • emma channing schrieb via tvforen.de am 02.07.2017, 17.06 Uhr:
    emma channingIch habe nicht viel davon angeschaut, da sich das Spielkonzept schnell erschöpft und ich die einstudierten Texte der "Darsteller" uninteressant fand. Ob die Sendung "gescripted" ist, wie einige vermuten, vermag ich nicht zu beurteilen, finde aber schon dass es Anzeichen dafür gibt. Falls die Sendung tatsächlich "gescripted" war, wären auch die erspielten Gewinnsummen nur "Staffage". Was bekommt man als Darsteller für eine "Millionen-Spielshow"? 50 Euro und ein Mettwurstbrötchen (würde Kalkofe sagen ;)) Mal sehen, ob Walulis und Fernsehkritik TV sich auch der Sendung annehmen....
  • Kate schrieb via tvforen.de am 02.07.2017, 15.20 Uhr:
    KateDas läuft gerade auf RTL und da unser Ausflug buchstäblich ins Wasser fällt und mir mein Mann nur ein Fußballspiel am Tag gestattet, schaue ich da ein wenig rein bis wir uns für einen Film entscheiden. Buschi ist mir noch das angenehmste in der Sendung. Die Kandidaten, die ich gesehen habe, sind entsetzlich schlechte Schauspieler, denen man vorher nicht mal etwas Alkohol gegeben hat, damit die auswendig gelernten Zeilen zumindest etwas lebendiger wirken.
  • BlackOak schrieb via tvforen.de am 02.07.2017, 14.49 Uhr:
    BlackOakÜberall wo "Buschi" dabei ist, wirds furchtbar... Sein hysterisches Gebrülle zieht einem die Socken aus!
  • Erik-X schrieb am 02.07.2017, 10.35 Uhr:
    Erik-XUm ehrlich zu sein, mich hat die Show sehr gut unterhalten. Ich schaue sie sicherlich öfter. Jedoch ist mir dieses Gelaber zwischen den Spielpartnern zum Ende der Gamerunde leider auch ziemlich sinnlos und eher nervtötend in Erinnerung geblieben. Einfach sagen: "Vertrag zerissen" - daraufhin kann das Publikum gern schon ausflippen, dann wirft der Zerreißer den Blick an die Wall und sieht, wie viel Geld erspielt wurde. Hätte völlig ausgereicht, als dieses 10-Minuten-Gelaber, warum und warum nicht und wie viel ist es denn jetzt... blabla! Auch wenn das ganze ein Zufallsprinzip ist, ist die Wahrscheinlichkeit doch recht hoch, dass am Ende mehr Geld erspielt wird, als das auf dem Vertrag stehende Angebot, bei dem der "Isolierte" nicht mal weiß, für wie viel Geld er da unterschreibt.
 

Über den Autor

  • Glenn Riedmeier
Glenn Riedmeier ist Jahrgang '85 und gehört zu der Generation, die in ihrer Kindheit am Wochenende früh aufgestanden ist, um stundenlang die Cartoonblöcke der Privatsender zu gucken. "Bim Bam Bino", "Vampy" und der "Li-La-Launebär" waren ständige Begleiter zwischen den "Schlümpfen", "Familie Feuerstein" und "Bugs Bunny". Die Leidenschaft für animierte Serien ist bis heute erhalten geblieben, zusätzlich begeistert er sich für Gameshows wie z.B. "Ruck Zuck" oder "Kaum zu glauben!". Auch für Realityshows wie den Klassiker "Big Brother" hat er eine Ader, doch am meisten schlägt sein Herz für Comedyformate wie "Die Harald Schmidt Show" und "PussyTerror TV", hält diesbezüglich aber auch die Augen in Österreich, Großbritannien und den Vereinigten Staaten offen. Im Serienbereich begeistern ihn Sitcomklassiker wie "Eine schrecklich nette Familie" und "Roseanne", aber auch schräge Mysteryserien wie "Twin Peaks" und "Orphan Black". Seit Anfang 2013 ist er bei TV Wunschliste vorrangig für den nationalen Bereich zuständig und schreibt News und TV-Kritiken, führt Interviews und veröffentlicht Specials.