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Kremp ("Der Alte") über Heinze: "Wie das bei alten Säcken so ist: Die sind ja auch froh, wenn sie eine tolle Nachfolge bekommen"
von Glenn Riedmeier(24.03.2023/ursprünglich erschienen am 17.03.2023)

Beim ZDF-Krimi-Dauerbrenner
TV Wunschliste-Redakteur Glenn Riedmeier traf die beiden "Alten" zum Doppelinterview. Jan-Gregor Kremp erläutert die Gründe für seinen Ausstieg und verrät, wie er auf keinen Fall aus der Serie geschrieben werden wollte. Thomas Heinze spricht darüber, wie er zu der Rolle als Kremps Nachfolger kam und wie er vom bestehenden Team aufgenommen wurde. Außerdem erläutert er, weshalb "Der Alte" keinesfalls den Verjüngungsmaßnahmen des ZDF zum Opfer fallen sollte.
TV Wunschliste: Herr Kremp, Sie haben nach zehn Jahren beschlossen, Ihre Hauptrolle bei "Der Alte" aufzugeben. Was war letztendlich der ausschlaggebende Grund für Ihre Entscheidung?
Jan-Gregor Kremp: In meinem Leben war es eigentlich schon immer so, dass ich nach rund zehn Jahren einen Wechsel gebraucht habe. Das war schon damals am Theater so, wo ich auch nach zehn Jahren weggegangen bin. Und so habe ich jetzt auch wieder gespürt, dass zehn Jahre lang ein und dieselbe Rolle spielen dann auch irgendwann reicht. Ich habe mir gedacht: Jetzt wirst du bald 60 und da musst du auch mal schauen, was dich noch so im Leben erwartet. Ich bin ja auch hauptberuflich nicht Kommissar, sondern Schauspieler [lacht]. So kam der Entschluss zustande.

Absolut nachvollziehbar. Ihr Kollege Ludwig Blochberger hat in der vergangenen Staffel ebenfalls seine Rolle bei "Der Alte" aufgegeben. War das auch mit ein Grund für Sie zu überlegen, wie lange Sie noch mitspielen möchten?
Kremp: Nein, das war völlig unabhängig von seiner Entscheidung. Beim Ludwig war das anders und es spielten verschiedene Gründe eine Rolle. Er ist ja noch ein junger Mann, der an einem völlig anderem Punkt in seinem Leben steht. Unsere Entscheidungen hatten nichts miteinander zu tun.
Die Abschiedsfolge von Hauptkommissar Richard Voss, "Der Preis den ich zahle", ist eine sehr ernste, die am Ende einen melancholischen Ton anschlägt. Entsprach dies Ihren Vorstellungen bzw. konnten Sie Wünsche äußern, auf welche Art und Weise Ihre Figur aus der Serie ausscheidet?
Kremp: Ja, ich habe einen Wunsch geäußert: Ich wollte nicht erschossen werden. So mancher Schauspieler möchte ja gerne den Heldentod auf der Bühne sterben. Das wollte ich nicht. Insofern kommt das Melancholische meiner Vorstellung schon ganz nahe.

Herr Heinze, wie war der Prozess, als es um die Frage der Nachfolge ging? Gab es für die Rolle ein klassisches Casting oder wurden Sie direkt angefragt?
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Haben Sie sich untereinander auch über die Rolle ausgetauscht? Haben Sie, Herr Kremp, Ihrem Nachfolger irgendeinen Rat mit auf den Weg gegeben?
Kremp: Einen Rat muss ich Thomas nicht geben, glaube ich, der ist ja ein gestandener Mann in dem Geschäft [lacht]. Da ich so lange dabei war, konnte ich ihn aber gut darüber informieren, wie bei der Serie so die üblichen Abläufe sind, in welchen Blöcken gedreht wird und wie allgemein so das Team ist. Darüber haben wir uns unterhalten und ich muss sagen, ich war echt happy. Denn wenn man sagt, "Ich höre auf", ist das die eine Sache. Die andere Sache ist die Frage, wie es danach weitergeht. Da hänge ja nicht nur ich dran. Geht es überhaupt weiter? Wie geht es weiter? Geht es mit dem Team weiter? Insofern war es ein absoluter Glücksfall, dass der Thomas gesagt hat: "Ich hätte Interesse daran und würde das gerne machen." Wie das bei alten Säcken so ist: Die sind ja auch froh, wenn sie eine tolle Nachfolge bekommen [lacht]. Ich bin sehr glücklich darüber, dass der Thomas das macht. Und wie ich von meinen geheimen Quellen höre, läuft das auch alles bestens!
Heinze: Ich geb mir Mühe [lacht]!
Auf der nächsten Seite erläutert Thomas Heinze, wie er vom bestehenden Team aufgenommen wurde und weshalb "Der Alte" keinesfalls den Verjüngungsmaßnahmen des ZDF zum Opfer fallen sollte.
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Leserkommentare
gilgrissom1975 schrieb am 24.03.2023, 19.59 Uhr:
Schade das Michael Ande als Gerd Heymann in Rente gegangen ist. Er hätte ja auch mal den Chef spielen können. Aber da Rolf Schimpf als Leo Kress eigendlich älter war als Gerd Heymann hätte man in ja auch wieder zurück holen können. Man hätte es irgendwie erklären können warum er aus der Rente geholt wird.Da hätten bestimmt die Zuschauer auch gefreut.Aber so ist das mit den ganzen Jugendwahn.Ich fande das alte Team ab Folge 100 bis Folge 394 war am besten vom Alten.siebentöter schrieb via tvforen.de am 19.03.2023, 10.36 Uhr:
Das sind schon Probleme heutzutage! Was machen denn dann andere Schauspieler? Man dürfte schon froh über solch eine Rolle sein. Andererseits wenn ich mir das neue Intro (neue Titelmelodie! Schoner ist nun seit 38 Jahren komplett raus. Hat mir eigentlich von Anfang an nie so sehr gefallen! Zu Opernhaft und pompös a la Guldenburg!) so anschaue mit Heinze, (gefällt mir übrigens sehr gut! Auch sportlich scheint er etwas drauf zu haben!) war ein "Neuanfang" vielleicht auch geplant! Ich fand die erste Folge sehr gut! (Mediathek).tomgilles schrieb via tvforen.de am 18.03.2023, 04.48 Uhr:
Johanna Gastdorf klagte Bettina Böttinger ihr Leid, weil sie mit ihrem Jan jahrelang eine Fernbeziehung führen musste. Weil Kremp üblicherweise den Kochlöffel schwingt blieb im heimatlichen Rheinland meist die Küche kalt.
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