Das Film- und Fernsehserien-Infoportal

Log-In für "Meine Wunschliste"

Passwort vergessen

  • Bitte trage Deine E-Mail-Adresse ein, damit wir Dir ein neues Passwort zuschicken können:
  • Log-In | Neu registrieren

Registrierung zur E-Mail-Benachrichtigung

  • Anmeldung zur kostenlosen TV-Termin-Benachrichtigung für

  • E-Mail-Adresse
  • Für eine vollständige und rechtzeitige Benachrichtigung übernehmen wir keine Garantie.
  • Fragen & Antworten
Schauspielerin auch als Mutter von "Seinfeld" beliebt
Liz Sheridan als 80-Jährige in einer ihrer letzten Filmrollen in "Play the Game - Ein Date Doktor für Grandpa" (2009)
Story Films
"ALF"-Darstellerin Liz Sheridan (Raquel Ochmonek) verstorben/Story Films

Die US-amerikanische Schauspielerin Liz Sheridan ist im Alter von 93 Jahren verstorben. In Deutschland war sie vor allem durch die Rolle als Raquel Ochmonek bekannt, die schrille Nachbarin der Tanner-Familie in der zum Kult gewordenen Sitcom  "ALF". In den Vereinigten Staaten wurde Sheridan zudem als Serien-Mutter von  "Seinfeld" populär.

Wie Deadline unter Berufung auf das Umfeld der Schauspielerin berichtet, ist Sheridan im Schlaf an natürlichen Ursachen verstorben.

Die 1929 im US-Bundestaat New York geborene Elizabeth Ann Sheridan begann ihre Karriere in der Unterhaltungsbranche Anfang der 1950er als Tänzerin. Zunächst in New York, nach einigen Jahren übersiedelte sie auf die Virgin Islands, wo sie für mehrere Jahre verblieb. Nach einer gescheiterten Verlobung kehrte Sheridan zwischenzeitlich nach New York zurück, um schließlich nach Puerto Rico zu gehen, wo sie 1960 ihren späteren Ehemann, William Dale Wales, kennenlernte - die beiden heirateten aber erst 25 Jahre später, 1985. Danach blieben sie bis zu Wales' Tod im Jahr 2002 verheiratet und hatten eine gemeinsame Tochter.

Ab den späten 1970ern übernahm die fast schon 50-jährige Sheridan erste Schauspielrollen im TV und Theater. Nach zahlreichen Episodenrollen in diversen Fernsehserien wurde die wiederkehrende Gastrolle als Raquel Ochmonek in "ALF" ab 1986 für die damals 56-Jährige der erste größere kommerzielle Erfolg. Sheridan blieb der Serie bis zum Ende 1990 treu und kam in ihr zu knapp 30 Auftritten.

Die dabei gewonnene Popularität verhalf ihr dazu, mit der zweiten Folge der Serie "Seinfeld" für die Rolle von Jerrys Mutter Helen engagiert zu werden. Als liebevolle und von ihrem Sohn vollkommen überzeugte Mutter war sie ab 1990 in 20 Folgen der Serie zu sehen, die nach einer steinigen Auftaktstaffel schließlich zu einem der erfolgreichsten Formate der US-Fernsehgeschichte wurde.

Liz Sheridans Leben war wechselvoll und enthielt zahlreiche Wendungen. So war sie Anfang der 1950er in New York längere Zeit mit James Dean liiert, bevor dieser berühmt wurde. Bei seinem Tod im Jahr 2002 hinterließ ihr Ehemann ihr Kreditkartenschulden in Höhe von mehreren 10.000 US-Dollar, wegen denen die Schauspielerin schließlich selbst Zahlungsunfähigkeit anmelden musste. Und mit einer ihrer letzten Rollen im Fernsehfilm  "Play the Game - Ein Date Doktor für Grandpa" (2009) sorgte sie noch einmal für Aufregung: Sheridan spielte in einer Dreiecksgeschichte einen der Love Interests für den "Grandpa" (dargestellt von Andy Griffith), wobei die beiden (80- bzw. 83-jährigen) Darsteller eine viel diskutierte Sexszene hatten.

Liz Sheridan hinterlässt ihre Tochter.


Beitrag/Regelverstoß

  • Bitte trage den Grund der Meldung ein:
  •  

Leserkommentare

  • Tim Burns schrieb am 16.04.2022, 19.43 Uhr:
    Immer traurig wenn solche Schauspieler sterben aber 93 ist ein gesegnetes Alter.
    Konnte über Ihre Rolle in Alf immer gut lachen.

    R.I.P
  • Snake Plissken schrieb via tvforen.de am 16.04.2022, 08.52 Uhr:
    So kurz nach ihrem Geburtstag :-(
    Ich habe sie immer gerne gesehen. Die Alf-Schauspieler waren ja allesamt nicht so begeistert von der Serie, aber ich liebe sie.
    Ruhe in Frieden.
    Snake
  • Fernsehsenf schrieb am 16.04.2022, 09.15 Uhr:
    Warum waren die Schauspieler von "ALF" denn nicht begeistert von ihrer Serie (habe nur ein paar Folgen gesehen)?
  • cassiel schrieb am 16.04.2022, 12.01 Uhr:
    So wie ich das von Max Wright (Willi) mitbekommen habe, war es ein Problem mit einer Puppe als Hauptdarsteller zu spielen, die quasi immer den Lacher hatte, während die Darsteller nur Stichwortgeber waren. Auch John LaMotta (Trevor) war nicht sehr begeistert
    Zitat: "Ich fand, dass die ALF-Serie ein Haufen Scheiße ist... das Schlechteste was ich jemals gemacht habe." Da war wohl auch das Problem, dass sie alle nur Nebendarsteller neben einer Puppe waren.
    https://intouch.wunderweib.de/alf-trevor-ochmonek-fand-alles-scheisse-790.html
    Spaß hatte wohl nur Benji Gregory für den die Kulissen (die überalle untertunnelt und mit Öffnungen versehen waren um die Puppe mit zwei Personen führen zu können) ein großer Abenteuerspielplatz war. Und Andrea Elson, die dort ihren späteren Mann kennenlernte.
    Der Erfolg beim Publikum ist wohl dem Umstand geschuldet, dass die Illusion einer Persönlichkeit obwohl eben nur eine Puppe, wohl ziemlich gelungen war (wenn man von den ausdruckslosen und später nicht mehr eingesetzten Ganzkörperdarstellungen Mihaly 'Michu' Meszaros mal absieht). In Deutschland kam natürlich noch die kongeniale Dialogregie von Siegfried Rabe (hab damals mal ein Interview mit ihm in der ZDF-Teleillustrierten gesehen) und die ALF-Stimme von Tommy Piper dazu. Ein bisschen wie die Bud-Spencer-Terence-Hill-Filme die auch erst durch die Synchronisation ins Deutsche zum dem Erfolg wurden, der sie bis heute sind. Aber nach drei Staffeln war die Story ausgelutscht und die Schauspieler ausgebrannt. Nach Schilderungen sind nach Drehschluß alle Beteiligten wie sonst jeden Tag auch einfach emotionslos nach Hause gefahren nur ohne jemals wieder zusammen zu kommen.
    Nicht jede Erfolgsserie war eben auch hinter den Kulissen ein menschlicher "Erfolg". Das Filmbusiness ist eben manchmal auch ziemlich dröge.