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Boulevard-TV
(18.05.2005, 00.00 Uhr)
Mit dem Bild von Menschen mit Behinderungen im Boulevard-Fernsehen beschäftigte sich der Rehabilitationswissenschaftler Ingo Bosse von der Uni Dortmund. Insgesamt ein Jahr analysierte er für seine Dissertation die Magazin-Sendungen
In etwa 70 Prozent der Sendungen seien Behinderte präsent, an vier von fünf Sendetagen werde über sie berichtet, so Ingo Bosse. Zwar überwiege nach wie vor bei den Beiträgen die "traditionelle" Sichtweise von Behinderung als körperliche Beeinträchtigung - Ansätze zu einer modernen Sichtweise auf das soziale Konstrukt Behinderung im Sinne einer gleichberechtigten Teilhabe spiele jedoch erfreulicherweise eine nicht unbedeutende Rolle.
Auch die Frage der Beteiligung von Behinderten selbst beurteilt Bosse positiv: "Es findet eine Berichterstattung mit ihnen und nicht über sie statt." Auch werde über Behinderte nicht mehr ausschließlich als "Heilungsbedürftige" oder als reine "Hilfsempfänger" berichtet. Vielmehr gäbe es schon zahlreiche Beiträge, die Behinderte als "Experten in eigener Sache" zeigen, die selbstbestimmt und gleichberechtigt an den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Systemen mitwirken.Defizite in der Berichterstattung stellt Bosse beim Thema Liebe und Sexualität Behinderter fest. Auch über Arbeitslosigkeit werde nicht berichtet, obwohl sie für diesen Personenkreis besonders relevant sei.
Bosses Empfehlung: Menschen mit Behinderung seien im Sinne einer gleichberechtigten Teilhabe im Fernsehen in das allgemeine Programm zu integrieren und in allen möglichen thematischen Zusammenhängen über sie zu berichten. "Eine Behinderung sollte nur thematisiert werden, wenn sie für die Berichterstattung relevant ist. Warum sollten Menschen mit Behinderung nicht auch bei Straßenumfragen zu den Neuwahlen, bei Diskussionen über die Terrorgefahr in Europa oder in Unterhaltungsformaten vorkommen?"
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Leserkommentare
Erdbeere_ schrieb via tvforen.de am 18.08.2005, 15.52 Uhr:
Mir ist auch aufgefallen, dass Menschen mit Beeinträchtigungen zunehmend mehr in TV-Berichten vorkommen. Paralell dazu sind sie heute schon viel besser in die Gesellschaft integriert als noch vor einigen Jahren. Ich finde es zudem höchst erfreulich, dass sich auch die TV-Foren mit einem so interessanten Beitrag diesem Thema widmen. Mein Eindruck ist - ohne die oben genannte Dissertation zu kennen -, dass Behinderung insbesondere bei Kindern (und weniger bei Erwachsenen) thematisert wird und zwar doch primär unter dem Aspekt der Heilung. In der Tat scheint es mir jedoch so zu sein, dass Menschen mit Behinderungen in ihrem Sosein immer mehr respektiert werden und sie tatsächlich als vollwertige Gesellschaftsmitglieder agieren, ohne in ihrer Entfaltung "behindert" zu werden.Die Empfhelung von Bosse, Menschen mit Behinderungen im Sinne einer gleichberechtigten Teilhabe im Fernsehen zu integrieren kann ich voll unterstützen. Zurzeit scheint es mir nämlich noch so zu sein, dass bei den Berichten "über" diesen Personenkreis ihre Behinderung im Vordergrund steht. Es mangelt tatsächlich an Berichten, in denen der Mensch im Vordergrund steht und nicht seine Behinderung thematisert wird.
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