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Bluttat in den USA für viele Zuschauer nicht relevant genug
Einblendung im "Tatort" gegen 21.05 Uhr am 4. November
Bild: TV Wunschliste/Screenshot
Eilmeldung im "Tatort" sorgt für Unmut bei Zuschauern/Bild: TV Wunschliste/Screenshot

Am Sonntag kam es in den USA erneut zu einer unvorstellbaren Bluttat: Mindestens 26 Menschen verloren ihr Leben, als ein augenscheinlich gut vorbereiteter Mann während eines Gottesdienstes vor und in einer Kirche in Sutherland Springs im US-Bundesstaat Texas das Feuer auf Zivilisten eröffnete. Die ARD reagierte und wies ihre Zuschauer gegen 20.30 Uhr mit einem Laufband im "Tatort" Der Fall Holdt auf das Verbrechen hin. Zu dem Zeitpunkt wird bereits von 20 Todesopfern berichtet. Später wird die Einblendung der Eilmeldung wiederholt.

Bei zahlreichen der durchschnittlich 10,22 Millionen Zuschauern des gestrigen "Tatorts" traf das allerdings nicht unbedingt auf Verständnis, wie ihre Äußerungen über die sozialen Netzwerke im Internet belegen.

Hauptargumente der Kritiker der Einblendung ist die Frage nach der Relevanz der Eilmeldung: Denn so unfassbar das Ereignis auch sei, für die deutschen Zuschauer gebe es nichts, was sie in dem Moment tun könnten. Für sie bestehe keine akute Gefahr. Ebensowenig gebe es die Möglichkeit einer unmittelbaren Hilfeleistung, wie sie etwa bei einer vergleichbaren Bluttat in Deutschland durch Blutspenden gegeben wäre. Der Ort und die Situation des Geschehens seien so spezifisch, dass es extrem unwahrscheinlich sei, dass deutsche Staatsbürger betroffen sind. Auch, dass das Geschehen Auswirkungen auf Deutschland haben wird, könne ausgeschlossen werden.

Kritiker der Öffentlich-Rechtlichen empfinden die Einblendung gar als eine geschmacklose Art Werbung für die folgenden "Tagesthemen". Daneben wurde, wie schon häufiger in jüngerer Vergangenheit, Kritik daran laut, dass Geschehnissen in den USA von deutschen Medien allgemein und den öffentlich-rechtlichen Sendern insbesondere in der Berichterstattung wichtiger sind als vergleichbare, aber schwerwiegendere Ereignisse in Asien oder Afrika (also etwa Terroranschläge oder Naturkatastrophen mit mehr Betroffenen). Darüber hinaus wurde kritisiert, dass Das Erste unmittelbar im Anschluss an den "Tatort" erst noch einen Filmtipp ausstrahlte. Und vor den "Tagesthemen" folgte eine Stunde lang eine Reportage über das wichtige Thema der Paradise Papers über Steuerhinterziehung und Geldwäsche - eine Reportage, die ebenfalls nicht zeitkritisch gewesen ist.

Einblendung im "Tatort" am 5. November 2017 gegen 20.30 Uhr. Bild: Screenshot: TV Wunschliste

Und schließlich gibt es solche Zuschauer, die konstatieren, dass unprovozierte Schießereien - terroristische Attacken durch mutmaßliche Einzeltäter - in den Vereinigten Staaten mittlerweile so häufig sind, dass auch die Meldung an sich für den deutschen Zuschauer keine hinreichende Relevanz mehr hat.

Allerdings gab es zur Kritik in den sozialen Netzwerken auch Gegenstimmen, die das Verhalten der ARD hier durchaus richtig fanden.

Seitens der ARD gibt es noch keine Bewertung der Kritik - und insbesondere der Frage, ob die Momententscheidung, eine Eilmeldung zu bringen, auch bei einer Betrachtung mit Abstand aus Sicht der zuständigen Redaktionen Bestand hat.

Twitterstimmen via Kölner Stadtanzeiger/Focus


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Leserkommentare

  • Brioni49 schrieb am 11.11.2017, 16.20 Uhr:
    Brioni49Mich hat die Einblendung nicht gestört, aber trotzdem kann man hinterfragen, warum wir innerhalb dieser 1 1/2 Stunden unbedingt wissen müssen, was gerade in den USA passiert ist. Was wäre gewesen, wenn wir das erst um 21.45 Uhr erfahren, samt dem Hinweis auf Sondersendungen? Solche Einblendungen sind eigentlich nur gerechtfertigt, wenn man selbst etwas tun muß, weil es zu einer Katastrophe in der Nähe gekommen ist o.ä.
  • dojojo schrieb am 10.11.2017, 23.29 Uhr:
    dojojoHallo,

    mich nerven diese Einblendungen grundsätzlich, egal ob was in Amerika passiert oder diese blöden Programmhinweise der Vorabendserien. Es gibt Programmhefte, Programme in der Tageszeitung, dann Videotext, EPG, des weiteren Apps für TV-Programme. Und diese Sondersendungen taugen auch nix; alles nur Wiederholungen.
  • Kate schrieb via tvforen.de am 08.11.2017, 11.22 Uhr:
    KateChrissi50 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Würde in Deutschland sowas passieren glaub ich
    > kaum dass in den USA plötzlich ne Eilmeldung auf
    > dem Bildschirm erscheint,denen ist doch eigentlich
    > egal was wo anders auf der Welt passiert...USA der
    > Mittelpunkt der Erde!!!

    Zumindest bei den Anschlägen in Paris rund um das Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und Frankreich waren die amerikanischen Medien sehr schnell dabei.

    Die USA ist nicht der Mittelpunkt der Welt, doch ihr Handeln beeinflusst die Welt. Und gerade nach Las Vegas und New York ist eine solche Tat bedeutsam.

    Es stellt sich die Frage, ob es sich erneut um einen Amoklauf handelt, dann wären die Auswirkungen auf das Waffenrecht zwar interessant, aber für uns nur oberflächlich relevant.

    Wenn es sich dagegen um eine islamistische Tat handelt, könnte das Auswirkungen auf die Welt haben, insbesondere mit einem noch schlechteren Präsidenten als George W. Bush an der Macht.
  • Chrissi50 schrieb via tvforen.de am 08.11.2017, 07.59 Uhr:
    Chrissi50Würde in Deutschland sowas passieren glaub ich kaum dass in den USA plötzlich ne Eilmeldung auf dem Bildschirm erscheint,denen ist doch eigentlich egal was wo anders auf der Welt passiert...USA der Mittelpunkt der Erde!!!
  • pars schrieb via tvforen.de am 08.11.2017, 01.27 Uhr:
    parsIch bezweifele, dass dieses Laufband bei einem Liebesfilm oder Komödie gelaufen wäre, aber das ist reine Spekulation von mir.
    Wenn es der ARD Redaktion mit der Eilmeldung wirklich soooo wichtig gewesen wäre, dann hätte man direkt nach dem Tatort eine Tagesschau Extrasendung senden können, was bekanntlich nicht geschah.
    Mir hats den Tatort nicht "versaut", das Laufband war aber unnötig.


    chrisquito schrieb:
    -------------------------------------------------------
    >
    > Zum Laufband: Kann man sich drüber streiten. Als
    > es das erste Mal lief, war ja zufällig im Tatort
    > gerade ein Ausschnitt aus einer Nachrichtensendung
    > über den bewussten Entführungsfall zu sehen,
    > deswegen habe ich es zuerst als Teil der Sendung
    > empfunden und gar nicht für real gehalten.
  • tomgilles schrieb via tvforen.de am 08.11.2017, 00.43 Uhr:
    tomgillesIn Afghanistan, Somalia oder im Irak sterben Tag für Tag Dutzende Menschen infolge von Anschlägen und Terrorattacken - für die Nachrichtenmacher traurige Routine, an die man sich gewöhnt hat und um die man nicht mehr viel Aufhebens macht. Folgerichtig werden derartige Vorfälle in Form dürrer Fünfzeiler in der Meldungsübersicht abgehandelt. Wenn in den Staaten wieder ein Waffennarr austickt ist das auch beinah schon Routine, wird aber jedes Mal lang und breit in Vor-Ort-Berichten und hektischen Korrespondentenschalten ausgewalzt. Menschenleben sind eben nicht gleich viel wert, Moralkodex und Ethikrichtlinien hin oder her.
  • chrisquito schrieb via tvforen.de am 08.11.2017, 00.04 Uhr:
    chrisquitoJa, spannend war er und auch deutlich besser als die Tatorte davor.
    Das Drehbuch, schnell erkennbar und auch bewusst an den Fall Bögerl angelehnt, war aber teilweise schon recht schnell zu durchschauen, z.B. als dem Hund sehr viel mehr Herzlichkeit und Aufmerksamkeit zugedacht wurde als der Ehefrau, und er vom Ehemann sogar ein Küsschen bekam, nachdem er ihm die Pfote gegeben hat, habe ich mir schon gedacht: Oh, oh, dieser Hund hat in dem Film sicher keine hohe Lebenserwartung.

    Zum Laufband: Kann man sich drüber streiten. Als es das erste Mal lief, war ja zufällig im Tatort gerade ein Ausschnitt aus einer Nachrichtensendung über den bewussten Entführungsfall zu sehen, deswegen habe ich es zuerst als Teil der Sendung empfunden und gar nicht für real gehalten.
  • Sir Hilary schrieb via tvforen.de am 07.11.2017, 11.54 Uhr:
    Sir HilaryEs ist nur schwer nachvollziehbar , das man dem Deutschen seinen liebsten Fernsehkrimi vermiest . Wir wollen doch Erholung und Entspannung am Abend , da ist es mehr als lässtig von dem Tod vieler Menschen durch einen Gewalttäter zu erfahren . Gerade haben wir extra gewartet , bis der Leichenfund und die Pathologieszenen am Ende sind, damit wir endlich unser leckeres Abendbrot essen können, und dan dass ! ! !

    Lästig , nervig und einfach unmöglich einem so den Abend zu verderben.

    Und das, wo wir deutschen im Moment so gebeutelt sind , von allen Problemen dieser Welt .

    Ja, wir sind besorgt ! Und wollen Abschalten !



    Gruß Sir Hilary
  • Deckard schrieb via tvforen.de am 07.11.2017, 08.40 Uhr:
    DeckardHaha, ja - daran kann ich mich noch gut erinnern! Die UFO-Meldung im Kottan, legendär.
  • michaell schrieb via tvforen.de am 07.11.2017, 08.28 Uhr:
    michaellDas war ja noch gar nix. Ich kann mich noch an die legendäre Einblendung bei "Kottan ermittelt" erinnern:

    "In der 1981 erstmals im deutschen Fernsehen ausgestrahlten Episode Kansas City lief im ersten Drittel die Laufschrift „Unbekanntes Flugobjekt bei Duisburg gelandet. Sonderbericht im Anschluß an diese Sendung.“ über den Bildschirm. Dabei handelte es sich um einen Scherz von Patzak und Zenker (analog zu H.G. Wells' Krieg der Welten). Die Stadt Duisburg wurde wegen des damals populären Tatort-Kommissars Schimanski gewählt, der dort seine Fälle löste. Der Ausstrahlung folgten die ZDF-Nachrichten, in denen ein derartiger Vorfall nicht erwähnt wurde; danach gab es viele Reaktionen deutscher Zuschauer, die bei der Polizei angerufen und teilweise die Telefonnetze lahmgelegt haben. Es folgte eine Beschwerde beim ORF sowie eine Entschuldigung seitens des Senders." (Wikipedia)
  • pars schrieb via tvforen.de am 07.11.2017, 06.44 Uhr:
    parsVorweg, ich fand den Tatort spannend.

    So schlimm es auch war, wäre es der ARD eine Eilmeldung wert gewesen ein Laufband laufen zu lassen, wenn bekannt geworden wäre dass z.B. in Afrika ein Massaker an Bewohnern stattgefunden hätte? Ich vermute mal nicht.
  • Paula Tracy schrieb via tvforen.de am 06.11.2017, 20.40 Uhr:
    Paula TracyIch kann das gar nicht glauben. Bei einer solchen Meldung regen sich ernsthaft Zuschauer über eine Einblendung auf? Weil sie nicht betroffen sind und ohnehin nichts tun können?

    Wie abgestumpft kann man sein? Dazu fällt mir wirklich nichts mehr ein.
  • HAL500 schrieb via tvforen.de am 06.11.2017, 20.02 Uhr:
    HAL500Ich muss gestehen, dass sich bei mir eine gewisse Gewöhnung eingetellt hat. Ich winke nur noch ab: "Die spinnen die Amis ... mit ihren Kanonen."
    Insofern hätte ich die Meldung überflüssig gefunden, aber auch nicht der Aufregung wert.
  • Werner111 schrieb via tvforen.de am 06.11.2017, 18.26 Uhr:
    Werner111.

    Meine Güte, wie schlimm: Da hat doch die ARD tatsächlich die Tatort-Zuseher mit einer schlimmen Nachricht aus den USA "gestört". Na und? Im ORF hat man auch ein Laufband eingeblendet und niemand hat sich beschwert. Den Deutschen würde etwas mehr Lockerheit gut tun.

    Außerdem: Ist das wirklich nur ein nicht berichtenswerter Vorfall, wenn ein Wahnsinniger in einer Kirche fast 30 Menschen erschießt???
  • Sentinel2003 schrieb am 06.11.2017, 15.23 Uhr:
    Sentinel2003Vielleicht waere ja ein Durchlauf des Laufbandes genug gewesen....ich habe mir erst die Wdhlg. auf ONE Aufgenommen...vielleicht gibts da dieses "Laufband" ja auch...
  • Blitzbirne schrieb via tvforen.de am 06.11.2017, 14.43 Uhr:
    BlitzbirneKate schrieb:
    -------------------------------------------------------
    >
    > Ich würde sofort den Sender wechseln (NTV oder
    > N24), um weitere Infos zu bekommen.

    n-tv brachte eine Sondersendung dazu, bei N24 lief allerdings nur das Laufband. (Zumindest zu dem Zeitpunkt, als ich umschaltete.)
  • TheMP schrieb am 06.11.2017, 13.58 Uhr:
    TheMPIhr armen, kleingeistigen, unterhaltungssüchtigen Menschen...da wagt es doch tatsächlich die ARD Ihrem Informationsauftrag nachzukommen, und reißt Euch aus der Realitätsflucht in die Wirklichkeit hinein. Ich bedauere ehrlich solche Leute, die ihr Leben dauersediert verbringen wollen.
  • Kate schrieb via tvforen.de am 06.11.2017, 11.05 Uhr:
    KateDu lieber Himmel, da werden in den USA fast 30 Menschen ermordet und der kleinliche Tatort-Zuschauer ist beleidigt, weil er ein paar Minuten lang ein Spruchband lesen muss.
    Das ist eine winzige kleine Einblendung, die wichtige Infos für Leute enthält, die sich für mehr als ihren spießigen, kleinen Tatort interessiert.

    Beim 11. September konnte auch keiner in Deutschland etwas tun und dennoch wurden die Sendungen unterbrochen.

    Ich würde sofort den Sender wechseln (NTV oder N24), um weitere Infos zu bekommen.
  • andreas_n schrieb via tvforen.de am 06.11.2017, 11.00 Uhr:
    andreas_nHelmprobst schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Laufbänder, Pop-Up-Werbungen und sonstige
    > Einblendungen stören IMMER den Filmgenuss und
    > sind meiner Meinung nach nie gerechtfertigt.

    Das will ich von dir lesen, wenn es in Deutschland zu einem Terroranschlag mit mehreren Toten kommt, dass du dich über den gestörten Filmgenuss beschwerst.
  • andreas_n schrieb via tvforen.de am 06.11.2017, 10.55 Uhr:
    andreas_nDie Meckerer können froh sein, dass die ARD den Tatort nicht für eine Sondersendung unterbrochen hat und dass es nur bei Einblendungen blieb. Kann mich noch an eine heftige Diskussion erinnern, in der es darum ging, dass in einem Fall die ARD viel zu spät reagiert habe.
  • Helmprobst schrieb via tvforen.de am 06.11.2017, 10.43 Uhr:
    HelmprobstLaufbänder, Pop-Up-Werbungen und sonstige Einblendungen stören IMMER den Filmgenuss und sind meiner Meinung nach nie gerechtfertigt.

    Hinweise auf nachfolgende Sendungen, Mediatheken oder die absolute wichtige Information im Bild, dass es sich bei dem gerade Gesehenen um eine "NEUE FOLGE" handelt, sind einfach nur nervig.

    Verstehe, dass die TATORT-Fans da sauer sind. Wenn man eilige News in Laufbändern lesen will, kann man zu tagesschau24 oder den privaten Nachrichtensendern zappen.
  • Argus schrieb via tvforen.de am 06.11.2017, 10.30 Uhr:
    ArgusIn der zweiten Version wurde die Einblendung vor allem grammatikalisch korrigiert. Ist es von Fernsehleuten zu viel verlangt, fehlerfrei zu schreiben?